Wie wirkt Tavor? Die Wirkung von Lorazepam einfach erklärt:

Wirkung, Nebenwirkung und Anwendung von Lorazepam

Benzodiazepine wie Tavor wirken bei Schmerzen, Angst, Nervöser Unruhe, Gefühle der Überforderung und vielleicht auch beginnende Angstzustände. Vielleicht kennst du selbst das Gefühl der Überforderung und der daraus folgenden Nervosität, die im unangenehmen Gefühl sich steigernder Angst gipfeln.

In diesem Fall wird der Wunsch nach einem entspannenden und Angst lösenden Mittel laut. Hier kann Tavor ein wertvoller Helfer sein.

  • Tavor schafft eine gewisse emotionale Distanz zu der Umwelt.
  • Tavor hat eine ausgleichende und beruhigende Wirkung.
  • Tavor gibt es in unterschiedlichen Stärken, die dem Patienten gut angepasst verschrieben werden können
  • Tavor ist geeignet den Schlaf-Wach-Rythmus wieder herzustellen.
  • Es ist – je nach Stärke und Dauer der Einnahme – suchtgefährdend.

Tavor – Der Helfer in der Not?

Grundsätzlich lässt sich über das Präparat sagen, dass es den Patienten erdet – ihn ruhig und gelassen werden lässt. Aufgrund des breiten Wirkspektrums und zunächst geringer Nebenwirkungen wird Tavor gerne verschrieben.

Der Wirkstoff Lorazepam gehört zu der Gruppe der Beruhigungsmittel und das Präparat trägt dazu bei, dich gegen negative Außeneinflüsse, Stress, Überforderung abzuschirmen und eine gewisse Distanz zu schaffen. Hauptsächlich gegen Angststörungen eingesetzt, hat das Präparat eine beruhigende Wirkung und sorgt für positives Schlafverhalten.

Wir alle, schon lange nicht mehr nur Manager oder Leiter großer Firmen, sind täglichen hohen An- und Überforderungen ausgesetzt. Ab einem gewissen Punkt kann es vorkommen, dass das körpereigene psycho-mentale Schutzsystem, das dich vor Reizüberflutung und Überforderung schützt, nicht mehr funktioniert. Negative Stressoren akkumulieren, Außeneindrücke gewinnen an übergroßer Stärke, Ungewissheiten und das Gefühl der Angst sind ab einem bestimmten Punkt nicht mehr in den Griff zu bekommen.

Diese Entwicklung, die du vielleicht aus eigener leidvoller Erfahrung kennst, vollzieht sich schleichend. Aber plötzlich können die aufgestauten und zum großen Teil nicht bearbeiteten Emotionen in eine Angstattacke münden. Um dem vorzubeugen ist die Einnahme des Psychopharmakons eine Gegenmaßnahme, die durch die Blockierung der GABA-Rezeptoren im zentralen Nervensystem eine ausgleichend-distanzierende Wirkung auf die Psyche zeigt.

Der Umwelt gelingt es nicht mehr ungebremst auf dich einzuwirken und Schaden anzurichten. Negative Impulse und fehlinterpretierte Situationen schaffen, wie wir gesehen haben, emotionale Probleme – und das mit Auswirkung auf das somatische System.

Körper, Geist und Psyche – eine untrennbare Einheit

Es ist die Einheit von Körper, Geist und Psyche die dich zu dem macht was du bist. Um zufriedene Ausgeglichenheit zu erleben, müssen diese drei Teile deiner selbst im Einklang miteinander stehen. Glück und Zufriedenheit hinterlassen ihre Spuren im Körper: Mag das Herz bei Freude zwar schneller schlagen, dieser Herzschlag ein anderer als der bei Angst.

Zufriedenheit löst muskuläre Entspannung aus und wirkt grundsätzlich positiv auf den Gesamttonus deines Körpers. Aber ebenso Angst und Überforderung zeigen sich nicht nur in der Psyche, sondern sie finden ihren direkten Niederschlag in deinem Körper.

Jeder kennt den unangenehm pochenden Herzschlag in gefährlichen oder nur vermeintlich gefährlichen Situationen. Schweißausbrüche und Schwindelgefühle sind ebenso körperliche Symptome, wie das Gefühl keinen klaren Gedanken mehr fassen zu können, weil der Blutdruck spontan in die Höhe schnellt. Hier stellt sich das Medikament gegen die Eskalation der Gefühle, die in eine Panikattacke münden können, indem es seine ausgleichende und beruhigende Wirkung entfaltet.

Es wirkt auf der psychischen Ebene bevor es zu der befürchteten Überreaktion der Seele und des Körpers kommen kann. Aber auch bei Schlafstörungen kann es ein Helfer sein. Auf der einen Seite ist die Psyche tagsüber gegen überlastende Einflüssen abgeschirmt, sodass am Abend der Geist schneller Ruhe finden kann.

Auf der anderen Seite fördert die beruhigende Wirkung des Präparates das Ein-und Durchschlafen. Auf diese Weise kann ein positiver Kreislauf in Gang gesetzt werden, der im Laufe der Zeit die Einnahme von des Beruhigungsmittels überflüssig machen sollte.

Maßvoller Umgang mit Lorazepam

Das Präparat steht dir in unterschiedlichen Stärken zur Verfügung und kann so auf deine individuellen Bedürfnisse angepasst verschrieben werden. Das Medikament gibt es in sehr leichter Dosierung, mir der, rechtzeitig verabreicht, aufkommende stressinduzierte psychische Probleme schon im Vorfeld auffangen werden können.

Bei der Einnahme von Tavor alleine sollte es jedoch trotz aller positiven Eigenschaften und der erzielten guten Ergebnisse nicht bleiben. Eine psychotherapeutische Unterstützung kann dem Betroffenen Mittel an die Hand geben aufkommende Probleme ohne pharmakologische Substitution in den Griff zu bekommen. Grundsätzlich musst du darauf zu achten, dass du die Tabletten nicht einfach abgesetzt.

Der Körper hat sich bereits nach kurzer Zeit an die Wirkung gewöhnt und reagiert sensibel auf den Verlust des Pharmakons. Beim spontanen Absetzen kann es so zu einem direkten Auftreten der unschönen Symptome kommen, die zunächst so erfolgreich abgeschaltet wurden. Auf diese Weise kann die gesamte Therapie zunichte gemacht werden. Hier ist Ausschleichen, also die stetige Verminderung des Präparates das Mittel der Wahl, da ein direkter Abbruch der Einnahme neben den weitreichenden negative Folgen, sogar zu einer eine Verschlechterung der Erstsymptome führen kann.

Es hilft – aber es besteht Suchtgefahr

Der längere Einsatz von Tavor kann zur Abhängigkeit führen. Da es sich um ein Beruhigungsmittel handelt ist beim Konsum grundsätzlich Vorsicht geboten. Dein Körper gewöhnt sich schnell an die angenehm abschirmende und sedierende Wirkung des Pharmakons.

Dieses Wohlgefühl wird von deinem Körper schnell als Sollwert abgelegt, dem der Ist-Wert nach dem Absetzen des Präparates nicht mehr entspricht. Trotz seiner im allgemeinen sehr guten Verträglichkeit und seinem breiten positiven Wirkungsspektrums gehört das Präparat zu den Beruhigungsmitteln.

Grundsätzlich ist die Dauer der Einnahme sedierender Mittel aufgrund der Suchtgefahr beschränkt. Beruhigungsmittel im allgemeinen sollten nur maximal zwei bis vier Wochen eingenommen werden und während der Einnahme sind regelmäßige Arztbesuche wichtig. Aber auch das Absetzen beruhigender Präparate muss unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

 

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