Behandlungen

Waterhouse-Friderichsen-Syndrom

Was ist das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom?

Das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom geht auf den englischen Arzt Rupert Waterhouse zurück sowie den dänischen Kinderarzt namens Carl Friderichsen. Auch wenn es relativ selten ist, haben wir es hier mit einer enormen Gefahr für die betroffenen Patienten zu tun. Umso wichtiger, dass Sie bestens über die Diagnose, die Anzeichen und die Ursachen Bescheid wissen.

Sepsis OP © edwardolive

In der Fachsprache ist hier von einem Schockzustand die Rede, der wiederum durch Bakteriengifte ausgelöst wird. Darauf folgend verbraucht der Körper seine Gerinnungsfaktoren. In einem fortgeschrittenen Stadium werden Teile der Nebenniere und des Gewebes absterben, was sich in den deutlichen Anzeichen bemerkbar macht. Es kommt zu einer bakteriellen Blutvergiftung.

Entdecken Sie bereits die ersten Symptome, besteht in ein akuter Zustand und Sie müssen sofort eine Mediziner aufrufen.

 

Ursachen des Waterhouse-Friderichsen-Syndrom?

  1. Eine extreme Ausschüttung von Toxinen führt zu diesem Syndrom. Dabei werden eben diese Gifte von Bakterien hervorgebracht.
  2. Ein Auslöser sind die Meningokokken oder Pneumokokken.
  3. Daraufhin folgend nehmen auch die Gerinnungsfaktoren zu.
  4. Die vielen sich bildenden Thromben verschließen die Blutgefäße und verursachen massive Blutungen.
  5. Das ist vor allen Dingen direkt unter den Schleimhäuten sichtbar.
  6. In einigen Fällen kommt es auch zu einer Beeinträchtigung der Funktion der Leber, der Nieren, Nebennieren und der Lunge.

 

Symptome des Waterhouse-Friderichsen-Syndrom

Eines der deutlichsten Anzeichen für das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom sind starke Einblutungen, die sich direkt unter der Haut zeigen. Dabei sprechen die Fachärzte von Petechien. Obendrein gehen diese mit intravitalen Totenflecken einher sowie Blutungen unter der Schleimhaut.

In einigen Hautarealen kommt es zu einer Stagnation der Blutung.

In der Folge kommt es zu den klassischen Schocksymptomen, sodass die Nieren selbst die Arbeit einstellen. Betroffene setzen sehr wenig oder gar keinen Urin ab. Sie leiden unter starker Atemnot, immer wenn die Lunge auch in einen Schockzustand verfällt. Obendrein tritt eine starke Gelbfärbung der Haut ein, was wiederum auf einen  Schockzustand der Leber verweist.

Der Körper reagiert auf das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom, indem er alle seine Funktionen der Organe gen Null runterfällt. So kann es auch zu neurologischen Auffälligkeiten kommen. Die Anzeichen und Symptome können sich innerhalb weniger Stunden extrem verstärken.

In diesem Fall muss sofort ein Arzt kontaktiert werden.

 

Diagnose und Verlauf vom Waterhouse-Friderichsen-Syndrom

Die bestmögliche Prognose für eine Heilung stellt eine schnellstmögliche Behandlung durch einen Facharzt dar. Selbst wenn Sie bereits kleinere Blutungen und Durchfall beim Patienten feststellen, sind das die ersten Anzeichen des Waterhouse-Friderichsen-Syndrom – Sie müssen sofort einen Arzt aufsuchen.

Über einen Gerinnungstest oder einer Fibrinolyse kann der Arzt die Auffälligkeiten untersuchen. Darüber hinaus weißt eine starke Reduktion der Leukozyten, sprich der weißen Blutkörperchen, auf dieses Syndrom hin.

Vorsicht: Es handelt sich hierbei um eine schwerwiegende Erkrankung und einen schlimmen Schockzustand, der unbehandelt mit dem Tod des Patienten endet.

Geht ein Betroffener zu spät zum Arzt, hat er keine Chance zu überleben.

 

Behandlung beim Waterhouse-Friderichsen-Syndrom

Zunächst starten die Ärzte mit einer antibiotischen Kur und setzen auf die Wirkstoffe Penicillin und Cefotaxim. Dennoch würde eine Bekämpfung der Symptome und Ursachen nicht zur Genesung führen. Patienten im Schockzustand benötigen Flüssigkeit direkt über die Venen, damit sich diese schnell im ganzen Körper ausbreiten. Darüber hinaus müssen die Betroffenen beatmet werden, um einen Ausgleich des Säuren – Basen und des Elektrolyte Haushalts zu erzielen.

Mit dieser Erste Hilfe Maßnahme steigen die Überlebenschancen.

Bei massiven Blutungen werden Blutkonzentrate und Frischplasma verabreicht. Leider haben die Ärzte keine anderen Möglichkeiten der Behandlung, umso wichtiger ist es, rechtzeitig zu handeln.

 Die Gefahr einer Sepsis

Hundertausende erkranken jährlich an der Sepsis. Fehlerhafterweise wird sie zumeist auch als Blutvergiftung bezeichnet, ist aber vielmehr ein multiples Organversagen. Zu den häufigsten Infektionsquellen bei einer Sepsis gehört die Lunge. Aber auch der Verdauungstrakt und die ableitenden Harnwege können die Ursachen sein. Tatsächlich reicht auch eine kleine Wunde in der Haut aus, um diese Infektion auszulösen. Den Bakterien ist es möglich, sich über das Blut in Windeseile und vollkommen unbemerkt im Körper auszubreiten. Sie verstopfen die Blutgefäße und führen zu dem Schockzustand.

Stäbchen Bakterien © norman blue – Fotolia.com

Von der einfachen Sepsis zum Organversagen

Die häufigsten Symptome der Sepsis sind hohes Fieber und Schüttelfrost, Unwohlsein und Benommenheit. Oftmals wird die einsetzende Sepsis viel zu spät erkannt, dabei zählt jede Minute gerade am Anfang. Wenn sich erst einmal ein septischer Schock eingestellt hat, endet diese über die Hälfte aller Patienten leider tödlich.

  1. Die einfache Form der Sepsis ist in den meisten Fällen auch behandelbar und mit positiven Heilungschancen ausgestattet.
  2. Die schwerste Form ist der septische Schock, der mit einem Multi-Organversagen einhergeht. So ist es wichtig, der eigentlichen Ursache auf den Grund zu gehen.
  3. Röntgen oder Ultraschall können zum Einsatz kommen, um dem Entzündungsherd auf den Grund zu kommen.
  4. Zusätzlich nehmen die Ärzte Blut ab, um einen Schnelltest durchzuführen. Dieses Verfahren bestimmt die PCT Werte, das Ihr Körper bei einer frühen Infektion ausschüttet.

Fazit

Für die Patienten ist das ein Ausnahmezustand, in denen sich das ganze Leben schlagartig ändert. Viele haben von diesem Syndrom noch gar nichts gehört, was die eigentliche Gefahr darstellt. So geht es den meisten in einem Moment noch gut und wenig später kämpfen sie um Ihr überleben. Die Sepsis zieht den Körper enorm in Mitleidenschaft. Ebenso lang kann sich die Genesung hinziehen.

To Top