Vitamin-D und Atemwegsinfektionen, Grippe und Erkältung

Verhindert ein guter Vitamin-D-Spiegel Atemwegsinfektionen?

Das Cholecalciferol genannte Vitamin D3 wirkt sich auf vielerlei Arten positiv auf den menschlichen Körper aus. Beispielsweise unterstützt es die Mineralisierung der Knochen und Zähne und sorgt für eine starke Immunabwehr.

Des Weiteren beugt ein guter Vitamin-D-Spiegel akuten Erkrankungen wie der Grippe vor.

Der Grund besteht darin, dass das Calciol Einfluss auf das angeborene Immunsystem nimmt. Auf die Weise erkennen die weißen Blutkörperchen Erreger frühzeitig und schalten sie effektiv aus.

Vitamin-D-Spiegel Atemwegsinfektionen
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Zusätzlich stärkt das Cholecalciferol die Produktion von antimikrobiell wirkenden Peptiden. Demnach lohnt es vorrangig in der kalten Jahreszeit, zusätzliche Vitamin-D-Supplemente zu konsumieren.

Dient Vitamin D als Schutz vor Atemwegsinfektionen?

In der kalten Jahreszeit besteht keine Möglichkeit, das Vitamin D eigenständig unter Einfluss der Sonnenstrahlen zu synthetisieren. Um dennoch einer akuten Atemwegsinfektion vorzubeugen, eignet sich die Einnahme von Cholecalciferol-Supplementen. Das belegt die Studie: „Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data“. Die von Adrian R Martineau et al. veröffentlichte Publikation erschien im Februar 2017. (https://www.bmj.com/content/356/bmj.i6583)

Als Grippeschutz dient das Vitamin D, da es das angeborene Immunsystem stärkt. Dringen Erreger in Ihren Körper ein, erhöht sich in diesem die Bildung des Vitamin-D-Hormons Calcitriol. Dieses sorgt für die vermehrte Produktion der körpereigenen Abwehrstoffe, die Bakterien, Viren und Pilze erkennen und vernichten.

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Demnach besteht durch die Einnahme von zusätzlichen Calciol-Präparaten die Möglichkeit, die Grippe zu vermeiden sowie ihre Symptome zu lindern.

Der Zusammenhang von Influenza und dem Cholecalciferol-Status

Bei einer Grippeerkrankung handelt es sich oftmals um ein saisonales Phänomen. Speziell im Herbst und Winter erkranken die Patienten, wobei die Kälte nicht den entscheidenden Auslöser darstellt. Stattdessen resultiert eine Grippe aus einer Virusinfektion. Durch die geringe UV-Strahlung überleben die Viren besser als im Sommer. Zusätzlich leidet die Mehrheit der deutschen Bevölkerung bereits in der warmen Jahreszeit an einem Vitamin-D-Mangel. Im Winter besitzen sie keinen gefüllten Calciol-Speicher und nehmen kein Cholecalciferol auf. Demnach profitieren sie nicht vom Grippeschutz.

Durch den absinkenden Vitamin-D-Spiegel kommt es zu einer Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte. Damit Sie während des Winters keiner Influenza erliegen, steht die Erhöhung des Calciol-Spiegels im Vordergrund. Das gelingt Ihnen beispielsweise mit einer Vitamin-D-Lampe. Diese sendet ultraviolette B-Strahlung aus, welche die Eigensynthese des Cholecalciferols anregt. Zu dem Zweck setzen Sie sich zehn bis 20 Minuten vor das Gerät. Die körpereigene Bildung des Vitamins D funktioniert effektiv, wenn die Strahlen auf freie Hautstellen treffen.

Alternativ fahren Sie in den Süden. Setzen Sie sich in einer tropischen Ferienregion der Sonnenstrahlung aus, synthetisiert der Organismus das Vitamin D unter Einfluss des UV-Lichts. Bevorzugen die Patienten eine kostengünstige Lösung, entscheiden sie sich für die Einnahme von Cholecalciferol-Präparaten.

Die Nahrungsergänzungsmittel erhalten Sie in Form von:

• Tabletten,
• Hartkapseln,
• Weichkapseln
• und Tropfen.

Letztere erweisen sich als empfehlenswerte Alternative, da sie keine zusätzlichen Stoffe enthalten. Des Weiteren ermöglichen sie eine flexible Dosierung. Als Erhaltungstherapie nehmen Sie im Sommer beispielsweise bis zu 2.000 Internationale Einheiten zu sich. In der Winterzeit liegt die tägliche Zufuhr idealerweise zwischen 4.000 und 5.000 Internationalen Einheiten.

Wie schützt Calciol vor Grippeerkrankungen?

Um Atemwegserkrankungen zu verhindern, wirkt das Cholecalciferol als Botenstoff im angeborenen Immunsystem. Hierbei sorgt es für die Produktion der biochemischen Wirkstoffe Defensin und Cathelicidin.

Erkennen die körpereigenen Abwehrstoffe einen Erreger, wandelt der Organismus die Vitamin-D-Speicherform 25-OH-Vitamin-D3 in das Hormon Calcitriol um. Sobald sich dieses an bestimmte Rezeptoren der Abwehrzellen bindet, kommt es zur Ausschüttung der wichtigen Abwehrstoffe. Zusätzlich sorgt das Calciol für die Regulation der erworbenen Immunabwehr.

Es beeinflusst die Immunantwort, sodass diese Erreger bekämpft, jedoch nicht in eine gesundheitsschädigende Entzündung ausartet. Leiden Sie unter einer Unterversorgung mit Cholecalciferol, bleibt die effektive Ausschüttung der Abwehrstoffe aus. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, an der Grippe zu erkranken.

Damit dies nicht geschieht, kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Vitamin-D-Status. Für einen ausreichenden Grippeschutz liegt dieser über 35 Nanogramm pro Milliliter Blut. Die Überprüfung erfolgt bei Ihrem Hausarzt oder mithilfe eines Selbsttests.

Die positive Wirkung des Calciols legt nahe, dass es eine Behandlung der Erkrankung ermöglicht. Liegt Ihr Vitamin-D-Spiegel über 38 Nanogramm je Milliliter, klingt die Influenza beispielsweise schneller ab als bei Menschen mit einem niedrigen Calciol-Status.

Ernährungstipps zur Vorbeugung und Behandlung der Grippe

In einigen Lebensmitteln befindet sich ein geringer Anteil an Vitamin D. Dieser reicht nicht aus, um den täglichen Bedarf zu decken. Jedoch gelingt es Ihnen durch den Verzehr der Nahrungsmittel, dem Körper zusätzliches Cholecalciferol zu liefern. Sinken die Temperaturen, setzen Sie beispielsweise Milchprodukte und Fisch auf den Speiseplan. Als reich an Vitamin D gelten Fettfische wie Makrelen und Lachs.

Zudem enthalten Pilze und Avocados das Calciol. Die Früchte beinhalten zusätzlich Vitamin C, das zur Stärkung des Immunsystems beiträgt. Das Calciol steckt gleichzeitig in der Leber von Rind und Kalb sowie in Hühnerfleisch. Bemerken Sie erste Grippesymptome, verspeisen Sie Hühnersuppe sowie frisches Obst und Gemüse.

Quelle:

Vitamin D gegen Grippe und Erkältung

www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/influenza_grippe/article/929768/meta-analyse-vitamin-d-verhindert-atemwegsinfektionen.html

 

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