Bildung von Vitamin D

Der Vitamin-D-Status im Blut durch Blutwerte diagnostizieren

Ein optimaler Vitamin-D-Gehalt im Blut liegt bei 40 bis 80 Mikrogramm pro Liter. Aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten sinkt er gelegentlich auf unter 20 Mikrogramm pro Liter.

Nur bei einem optimalen Blutwert von Vitamin D im Blut erfüllt es wichtige Funktionen im Körper.

Der Werte des Vitamin-D-Spiegel im Blut:

Voraussetzung für die Herstellung von Vitamin D im Blut ist, dass genügend UV-Strahlen die Haut erreichen. Dort wandelt sich 7-Dehydrocholesterol in Vitamin D3, auch Cholecalciferol um. Die Leber verarbeitet es zu 25-Hydroxycholecalciferol, woraus die Nieren das als aktives Vitamin D geltende Calcitriol herstellen.

Da bei ausreichender UV-Einstrahlung alle Schritte zur Herstellung von Vitamin D im Körper selbst ablaufen, ist es heute als Hormon eingestuft. Es steigert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm in den Blutkreislauf und vermindert die Ausscheidung des Minerals über die Niere. Zudem unterstützt Vitamin D die Bildung und Reifung der Knochenzellen. Es hält den Kalziumspiegel im optimalen Bereich und steigert die Einarbeitung vom Kalzium in die Knochen über die Aktivierung der Osteoklasten.

Vitamin-D-Konzentrationen im Blut

Ab einem Wert von unter 30 Mikrogramm pro Liter Blut gleicht der Organismus mittels eines erhöhten Parathormons die mangelnde Wirkung des Vitamins auf den Kalziumhaushalt aus.

Die Konzentration von Vitamin D im Blut teilt sich in drei Kategorien.

  • Bei einem leichten Vitamin-D-Mangel ist nur der Wert von 25-Hydroxy-Vitamin-D vermindert.
  • Bei einem schweren Mangel sind neben den Werten von 25-Hydroxy-Vitamin-D, die des Calcitriols zu gering.
  • Ein über den oben genannten Normalwert liegender Vitamin-D-Wert, ruft beispielsweise die Überdosierung von Präparaten hervor.

Experten empfehlen, täglich zehn Mikrogramm Vitamin D zu sich zu nehmen. Diese Menge reicht aus, um einen gesunden Gehalt im Blut aufrechtzuerhalten. Besteht ein Mangel, erhöht sich die benötigte Dosis je nach Mangelgrad auf zehn bis 50 Mikrogramm pro Tag.

Messung vom Vitamin-D-Gehalt im Blut

Der Arzt beauftragt das Labor bei typischen Symptomen eines Mangels, die Vitamin-D-Werte zu messen. Bemerkbar macht sich ein Mangel an Vitamin D durch

  • eine allgemeine Leistungsminderung,
  • vermehrte grippale Infekte sowie
  • Muskelschwächen, beziehungsweise -krämpfe,
  • Magen-Darm-Erkrankungen,
  • unklare Hypokalziämie und
  • Rachitis.

Die Blutabnahme erfolgt morgens auf nüchternen Magen, um eine Beeinflussung der Werte durch eine vorherige Nahrungseinnahme zu vermeiden.

Nicht das Vitamin D, sondern seine Speicherform, das 25-Hydroxy-Vitamin-D, auch 25-OH-D beziehungsweise 25OHD wird bei der Messung berücksichtigt. Da es mit 19 Tagen eine lange Halbwertszeit hat, zeigt es den Vitamin-D-Gehalt der letzten Monate an. Das Vitamin D informiert über den Gehalt der letzten Stunden bis Tage.

Vorteile einer guten Vitamin-D-Versorgung

Ist genügend Vitamin D im Blut, erfolgt eine Senkung des Risikos an Dickdarm- oder Brustkrebs zu erkranken. Es verbessert die Koordination und begünstigt eine Zunahme der Muskelmasse. Es senkt einen systolischen Blutdruck und verbessert eine Herzinsuffizienz. Vitamin D wirkt sich positiv auf den Zucker- und Fettstoffwechsel aus. In der Folge verringert sich das Risiko an Diabetes zu erkranken.

Vitamin-D wirkt vor allem über die Sonneneinstrahlung stimmungshebend. Eine unzureichende Menge des Hormons im Blut gilt als mögliche Ursache für Depressionen. Vitamin-D hat, vor allem bei immunologischen und allergischen Erkrankungen eine entzündungs-hemmende Wirkung. Bei einem Mangel sind die oberen Atemwege anfällig für Infektionen. Das Vitamin steigert bei einer Erkrankung die Produktion von anti-entzündlichen und anti-allergischen Botenstoffen der Immunzellen.

Sonnenschutzmittel und Vitamin-D

Hautärzte empfehlen Tagescremes mit einem zusätzlichen Lichtschutzfaktor, mit der Begründung, dass die Sonne die Haut altern lässt. Cremes mit einem Sonnenschutz verhindern die Aufnahme von Vitamin D über die Haut. Hier in Deutschland bleibt in den Wintermonaten die Sonne oft fern. Daher ist es ratsam, regelmäßig den Vitamin-D-Gehalt im Blut zu kontrollieren und gegebenenfalls ausgleichende Präparate einzunehmen.

Eine Alternative zu Nahrungsergänzungs-Mitteln bietet der regelmäßige Gang ins Solarium. Die Strahlen beinhalten überwiegend UV-A. Dennoch reicht die Menge der UV-B-Strahlen bei wöchentlichen Besuchen aus, um den Wert im Blut im Normalbereich zu halten.

In Deutschland ist es fast unmöglich, auf natürliche Weise den Vitamin-D-Gehalt im optimalen Bereich zu halten. Einen Mangel gleichen Nahrungsergänzungs-Mittel oder künstliche Sonnenstrahlen aus.

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