Die 6 häufigsten Anzeichen für eine Fehlgeburt

Ein plötzliches Ziehen. Zwischenblutungen. Ein komisches Gefühl. In Augenblicken kann sich die Welt einer glücklichen Schwangeren verändern. die größte Sorge werdender Mütter in den ersten Schwangerschaftswochen obliegt einer drohenden Fehlgeburt. Nun möchte man nicht beim kleinsten Anzeichen zum Arzt laufen. Dennoch haben das schlechte Gewissen und die Sorge ihre eigenen Gesetze. So finden sich viele Schwangere in schlaflosen Nächten wieder. Wir wollen Ihnen helfen und liefern in diesem Artikel die 6 häufigsten Anzeichen für eine Fehlgeburt.

Fehlgeburt © napatcha

Anzeichen für eine Fehlgeburt schnell erkennen

Die Angst vor der Fehlgeburt raubt jeder zweiten Schwangeren den Schlaf. Oftmals spüren werdende Mütter sogar Phantom Schmerzen im Unterbauch. Die eigentlich gar nicht da sind. So unterschiedlich die Sorge wohl sein mag, vereint sie alle ein Ziel: Die Angst, dass eigene Kind zu verlieren. Möchten Sie dennoch nicht immer zum Frauenarzt? Dann sollten Sie sich auf jeden Fall unsere Ursachen für eine Fehlgeburt anschauen.

 Viele Frühgeburten gehen mit denselben Symptomen einher.

Wie viele Frauen erleiden eine Fehlgeburt?

Tatsächlich kommt es bei einem Drittel aller Schwangeren letztendlich zur Fehlgeburt. Die Ärzte bezeichnen dies als Abort. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Fötus noch unter 500 g wiegt und vor der ihren 20. Schwangerschaftswoche.

Blutungen

Zu den häufigsten Ursachen für eine Fehlgeburt gehören jeder Art von Blutungen. Mögen sie noch so geringfügig sein. Von daher sollten Sie hier gerade im ersten Schwangerschaft Drittel besonders achtsam sein.

Schmerzen im Unterbauch und Unterleib

Weiterhin führen starke Schmerzen im Unterleib zu den häufigsten Anzeichen, dass es zu einer Fehlgeburt kommt. Wir beziehen uns hier nicht auf ein leichtes Ziehen, sondern um einen merklichen Schmerz, der sich nicht ignorieren lässt.

Wehenähnliche Schmerzen

Beim Auftreten von Schmerzen, die den Wehen ähneln, steht zumeist eine Fehlgeburt kurz bevor. So gehören diese zu deutlichen Warnsignalen.

Krämpfe

Gleichermaßen stellen die Krämpfe eine eigene Form der Bauchschmerzen dar. Oftmals treten diese als Kombi mit Rückenschmerzen auf. Auf jeden Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um den Beschwerden nachzugehen.

Starke Rückenbeschwerden

Hier treten die häufigsten Anzeichen der Rückenschmerzen zumeist in Kombination mit krampfartigen Schmerzen im Unterbauch auf. All dies sind Anzeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Eitriger Ausfluss und hohes Fieber

Der Körper signalisiert über erhöhte Temperatur und hohes Fieber eine ablaufende Abwehrreaktion. Auch die Bildung von Eiter weist eben auf diese Form der Reaktionen und eine mögliche Fehlgeburten.

 Ausfluss, Fieber, Schmerzen im Rücken und Bauch –  all dies sind heftige Warnsignale.

Wie kann ich eine Fehlgeburt verhindern?

Auch wenn sich eine Fehlgeburt in besonders drastischen Situationen nicht verhindern lässt. So sollten die Symptome dafür sehr frühzeitig erkannt werden. Begeben Sie sich schnellstmöglich in die Hände eines Frauenarztes. Trotzdem ist es uns nicht möglich, eine Prognose über den Erfolg einer schnelleren Behandlung aufzustellen.

Erstens setzt eine Untersuchung des Muttermund ein, eine Öffnung in diesem Bereich verweist auf eine Fehlgeburt. Zweitens versucht ihr Frauenarzt mit Ultraschall den Herzschlag des Embryos zu kontrollieren. Ebenfalls kann der Zustand der Gebärmutter überprüft werden.

Kann eine Fehlgeburt unbemerkt bleiben?

Gerade wenn die Fehlgeburt zu einem sehr frühen Zeitpunkt stattfindet, kann es sein, dass die Mutter davon nichts mitbekommt. Dies ist auch der Fall bei so genannten verhaltenen Fehlgeburten. In diesem Fall stoppt der Herzschlag. Das tragische: die Mutter wird im ersten Moment nichts mitbekommen. Dabei treten nicht einmal Blutungen oder Schmerzen auf.

Zumeist kommt es hier zu einem zufälligen Befund, der bei der nächsten Ultraschall Untersuchung festgestellt wird. Aber auch hier können bestimmte Anzeichen darauf hinweisen. Haben Sie zum Beispiel unter Morgen Übelkeit und einem leichten Ziehen und spannen in der Brust gelitten? Und lässt dieses ohne erkennbaren Grund sofort nach? Dann kann dies auf eine verhaltene Fehlgeburt hinweisen.

Behandlung nach einer Fehlgeburt

Auch nach der Fehlgeburt müssen Schwangere behandelt werden. Zumeist empfiehlt man eine Ausschabung, wenn ein unvollständiger Abort vorliegt. Hier werden verbleibende Schwangerschaftsanteile beseitigt, um eine Blutvergiftung zu vermeiden. Darüber hinaus werden Medikamente verschrieben, um Infektionen zu vermeiden. Gerade wenn Sie wieder schwanger werden nach einer Fehlgeburt, suchen Sie sich schnellstmöglich die Hilfe bei einem Frauenarzt. Denn hier gelten gesonderte Vorschriften.

Was tun bei Fehlgeburt zuhause?

Oftmals kann es zu starken Schmerzen und Blutungen kommen. Dabei ist nicht nur das ungeborene Kind in Gefahr, sondern die Mutter. Auf jeden Fall sollten Sie nicht mehr warten und schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Fazit

Wenn die Schwangerschaft vorzeitig endet und das Kind noch nicht lebensfähig ist, sprechen wir von einer Fehlgeburt. Insbesondere für die betroffenen Mütter ist dieser Fall äußerst tragisch. Umso wichtiger ist es, die häufigsten Anzeichen für eine Fehlgeburt schnellstmöglich zu erkennen. Leichte Blutungen, Ausfluss, hohes Fieber und Schmerzen im Unterbauch sowie im unteren Rücken gelten als heftiger Alarmzeichen. Denen Sie sofort nachgehen sollten. Darüber hinaus haben Frauenärzte Verständnis für besorgte Mütter. Insbesondere im ersten Schwangerschaft Drittel sollte es kein Problem sein, wöchentlich oder alle vier Tage zur Kontrolle zum Frauenarzt zu gehen, um den Herzschlag und die Gebärmutter überprüfen zu lassen.

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weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

Unsere Informationen dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder zur Eigenbehandlung genutzt werden. Bei Beschwerden und Fragen konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt.
Ilona Klavon, Medizinische Fachangestellte (MFA)
Ilona Klavon ist Medizinredakteurin und begleitete als Elternberaterin junge Familien. Für unsere Webseite schreibt sie Fachtexte rund um Gesundheit, Familienalltag, Ernährung, Schwangerschaft und Geburt. Durch ihre Erfahrung in den Themen kann Sie für unsere Leser Gesundheitsnachrichten und viele verschiedene Gesundheitsthemen verständlich näherbringen.
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