Welcher Arzt hilft bei Haarausfall (Ablauf der Behandlung)

Haarausfall – wenn aus einem Albtraum Realität wird

Sicher erinnerst Du Dich, es war vor Kurzem: Du bist schweißgebadet aufgewacht und hast geträumt, dass Dir die Haare büschelweise ausfallen. Gott sei Dank war es nur ein Traum – oder doch nicht?!

Menschen mit dichtem, glänzenden Haar finden wir gemeinhin attraktiver und denken, dass sie gesünder sind. In unserer Gesellschaft wird Haarausfall meist mit Alter, Gebrechlichkeit und Krankheit verbunden.

Was hilft bei
Was hilft bei … Copyright: 4 PM production bigstockphoto

Zwar ist Haarausfall medizinisch gesehen keine Erkrankung, doch ist Mann oder gar Frau erst einmal betroffen, ist das Leiden oft groß und der Gang zum Arzt die letzte Hoffnung.

Es versprechen viele Produkte aus dem Drogeriemarkt Hilfe bei Haarausfall, doch manchmal ist es sinnvoll, nach einer Ursache gucken zu lassen und diese gezielt zu behandeln.

Doch welcher Arzt hilft bei Haarausfall?

Haarausfall – Faktenblock

  1. in 95% der Fälle ist übermäßiger Haarausfall genetisch bedingt
  2. ein gewisses Maß an Haarausfall ist völlig normal
  3. Etwa sieben von zehn Männern sind von erblich bedingten Haarausfall betroffen, bei den Frauen sind es vier von zehn.
  4. Bei Haarausfall, ganz gleich welcher Form, hilft der Dermatologe (Hautarzt)
  5. Haarausfall kann viele verschiedene Ursachen haben – der Gang zum Arzt lohnt sich

 

Welcher Arzt hilft bei Haarausfall?

Wenn Du unter Haarausfall, ganz gleich welcher Form, leidest, suchst Du am besten einen Facharzt für Dermatologie auf. Umgangssprachlich nennt man diesen Facharzt auch Hautarzt. Hautärzte beschäftigen sich intensiv mit den Ursachen und Behandlungsmethoden von Haarausfall und können Dir außerdem sagen, an welcher Form des Haarausfalls Du leidest.

Es ist wichtig, sich die Frage zu stellen: Welcher Arzt hilft bei Haarausfall, denn: Haarausfall kann viele Ursachen haben.

Neben erblichen Attributen können Infektionen, Eisenmangel oder hormonelle Umstellungen (zum Beispiel bei Frauen in den Wechseljahren) Haarausfall auslösen.

Welcher Arzt hilft bei Haarausfall – Was ist eigentlich Haarausfall?

In den häufigsten Formen ist Haarausfall erblich/genetisch bedingt. Schau Dir also genau Deine Eltern und Großeltern an bzw. ihre Haarpracht. Vielleicht erleichtert Dich dieser Anblick oder versetzt Dich in Angst und Schrecken.

Der medizinische Begriff für Haarausfall ist „Effluvium capillorum“. Diese Diagnose stellen Ärzte dann, wenn pro Tag mehr als 100 Haare ausfallen. Sind Deine Haare durch anhaltenden Haarausfall sichtbar dünner geworden oder sieht man gar kahle Stellen, sprechen Ärzte von einer sogenannten Allopezie.

Der Blick in die Bürste lässt Dich erschaudern? Erstmal ist Haarausfall kein Grund zur Panik, denn: Ein gewisses Maß an Haarverlust ist völlig normal.

Jedes Deiner Kopfhaare erneuert sich regelmäßig und durchläuft dabei drei Phasen:

Auf die Wachstumsphase folgt die Übergangsphase. Daraufhin spricht man von der Ruhephase an dessen Anschluss der Ausfall des Haares steht. Die Phasen entscheiden sich in ihrer Länge dabei erheblich.

Die Wachstumsphase, auch Anagenphase genannt, dauert bei gesunden Menschen zwischen zwei bis sechs Jahren. In dieser Zeit wird Dein Haar von der Haarwurzel aus mit Nährstoffen versorgt und wächst. Wichtig zu wissen: Während der Wachstumsphase sind die Zellen Deines Haares besonders anfällig für äußere Einflüsse und Schäden wie zum Beispiel durch Haarefärben oder die Austrocknung durch zuviel Sonneneinstrahlung.

Die Übergangsphase, die auch Katagenphase genannt wird, dauert etwa zwei Wochen. In dieser Phase bekommt Dein Haar keine Nährstoffe mehr und stellt das Wachstum ein. Es folgt die Ruhe- oder Telogenphase, die ungefähr zwei bis vier Monate dauert. Am Ende dieser Phase fällt Dein Haar aus und ein neues Haar beginnt zu wachen. Der Drei-Phasen-Zyklus beginnt von Neuem.

Welcher Arzt hilft bei Haarausfall – Welche Arten von Haarausfall gibt es?

Ist Dein Haarausfall so schlimm, dass Du einen Arzt aufsuchen musst, wird dieser erstmal klären, welche Form von Haarausfall bei Dir vorliegt.

Hierbei werden Formen des nicht-vernarbenden und des vernarbenden Haarausfalls unterschieden. Der vernarbende Haarausfall sorgt für eine Narbenbildung Haarfolikel. Neue Haare können nicht mehr wachsen und der Haarausfall ist irreversibel. Diese Form des Haarausfalls ist jedoch sehr selten.

Viel häufiger kommen nicht-vernarbende Formen des Haarausfalls vor. Dazu gehören unter anderem der erblich bedingte Haarausfall, der mit 95% aller Fälle die häufigste Form darstellt. Weitere nicht-vernarbende Formen sind der kreisrunde Haarausfall und der diffuse Haarausfall.

Welcher Arzt hilft bei Haarausfall- Fragen des Dermatologen

Du hast Deine Haare gewaschen und sorgst Dich, weil Du viele Haare im Abfluss findest. Dies ist jedoch erstmal kein Grund zur Sorge. Menschen, die zum Beispiel nur einmal in der Woche ihre Haare waschen, verlieren deutlich mehr Haare, als jemand, der täglich zum Shampoo greift.

Der Dermatologe wird Dich also zu Deiner Haarpflege befragen. Außerdem ist es für den Arzt wichtig zu wissen, wie lange Du bereits Haarausfall bei Dir beobachtest (Dauer) und ob Du in letzter Zeit krank gewesen bist oder (neue) Medikamente einnimmst oder abgesetzt hast (Beispiel: Antibabypille).

Auch die Frage nach chronischen Erkrankungen, der Ernährung und des Stresslevels sind Teil der Anamnese des Arztes. Nach einem ausführlichen Gespräch folgt die Untersuchung des Arztes. Hierbei wird Dein Haaransatz, die Beschaffenheit und Festigkeit Deines Haares am Kopf untersucht.

Welcher Arzt hilft bei Haarausfall – Wie Haarausfall stoppen

Eine allgemeine Antwort, wie Du Haarausfall stoppen kannst, gibt es leider nicht. Ebenso ist die Frage: „Welcher Arzt hilft bei Haarausfall?“, nicht unerheblich, denn: In den meisten Fällen ist bei Haarausfall keine medizinische Therapie, etwa durch Medikamente, vorgesehen, da dem Haarausfall keine Krankheit zu Grunde liegt.

Gibt es jedoch einen Zusammenhang zwischen Haarausfall und Krankheit, wird der Arzt Dich unterstützen, die Ursache anzugehen und zu behandeln.