Naturheilmittel Honig zur Wundheilung

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Honig und die erwiesenermaßen positive Wirkung in der Wundheilung

Tatsächlich sind einige Lebensmittel in der Lage, bei Beschwerden und körperlichen Problemen zu helfen. Diese Hausmittel werden seit vielen Jahren eingesetzt, um zum Beispiel körperliche Erkrankungen schneller abklingen zu lassen.

Honig wird schon seit vielen Tausend Jahren als Heilmittel eingesetzt. Honig zur Wundheilung ist also kein großes Geheimnis. Es ist nun an der Zeit, seine antibakterielle Wirkung nochmals genau vorzustellen. Im folgenden Beitrag liefern wir eine Übersicht zur Wirkung und Behandlung mit Honig.

Wundheilung
Honig Herstellung zur Medizinischen Wundheilung /Urheber: alfredhofer / 123RF.com

Wie verläuft der Wundheilungsprozess beim Menschen?

Die Wundheilung bei Menschen verläuft in unterschiedlichen Phasen, die wiederum in einzelne Prozesse untergliedert werden. Eine Wunde ist nichts weiter als eine Reaktion unseres Körpers auf eine Entzündung oder Verletzung. Folglich setzen die Reparaturzellen ihre Arbeit in Gang und eröffnen eine Entzündungsphase. Diese Phase geht mit Schmerzen und Beschwerden direkt an der Wunde einher.

In der zweiten Phase geht unser Körper dazu über, jeweils das abgestorbene Gewebe abzubauen und zu entfernen. Parallel dazu wird neues Gewebe gebildet. Mit anderen Worten bildet sich eine neue und robustere Hautschicht. Im Prinzip ist es sinnvoll, eine Wunde im Heilungsprozess nicht zu stören und vor allen Dingen einen aktiven Sauerstoffausgleich zu gewährleisten. Andernfalls halten Sie den Wundheilungsprozess nur unnötig auf. Was auf den ersten Blick recht einfach wirkt, ist in der Praxis schwierig. Die Gefahr, es könne Schmutz in die Wunde gelangen, steigt und erhöht das Infektionsrisiko.

 

Welche Wirkung hat Honig auf unseren Körper?

Honig hat die Eigenschaft, gegen die Bakterien entschieden vorzugehen und eine schonende Ablösung des abgestorbenen Gewebes in Gang zu setzen. Es ist vollkommen normal, dass sich mit Beginn der Behandlung mit Honig die Wunde erst einmal intensiviert bzw. vertieft. Doch wird Honig nachgesagt, dass der Wundheilungsprozess optimiert und auch der Heilungsverlauf schonender und infektionsfreier verläuft. Dies mag nicht zuletzt an der antibakteriellen Wirkung dieses natürlichen Heilmittels liegen. Doch worin liegt das Erfolgsgeheimnis von Honig in der Wundheilung?

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  • Zu risiken und nebenwirkungen lesen sie die packungsbeilage und fragen sie ihren arzt oder apotheker
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Stand: 18. Oktober 2018 23:11 Uhr
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Was bewirkt der Honig in der Wunde?

Zu Beginn werden die Bakterien aus der Wunde entfernt, das liegt an der heilsamen Zusammensetzung des Honigs. Er besitzt eine bestimmte Osmolarität. Aus diesem Grund ist Honig in der Lage, über die Flüssigkeit die Krankheitserreger aus der Wunde herauszuziehen und entschieden in ihrer Vermehrung zu hemmen. Folglich sterben alle Bakterien ab. Diese heilsame Wirkung hat der Honig vor allen Dingen Enzymen und Phenolverbindungen zu verdanken, denn diese wirken antibakteriell.

Über den eigentlichen Nektar gelangen die Inhaltsstoffe in den medizinischen Honig. Darüber hinaus gewährleistet die Wundheilung mit Honig eine feuchte Wunde, was den Heilungsprozess optimiert und die Gefahr unangenehmer Geruchsentwicklungen herabsetzt. Gerade bei chronisch offenen Wunden konnte ein positiver Effekt erzielt werden. Therapeuten verwenden zumeist im Hinblick auf den Verbandswechsel medizinischen Honig, der schmerzarm direkt auf die Wunde aufgetragen wird. Zu diesem Zweck wird Honig zur Wundheilung als Honigkompressionen mit etwas Kochsalzlösung versetzt, so lassen sich die Verbände im Nachhinein leichter ablösen.

 

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Honig kein Wundermittel ist. Er sollte alternativ und ergänzend zur medikamentösen Behandlung eingesetzt werden. Bis zum heutigen Tag existiert keine gültige wissenschaftliche Studie zur Wirkung und Verträglichkeit von medizinischem Honig. Die Erfolge in der Wundheilung konnten letztendlich nur auf Basis von Erfahrungswerten ermittelt werden.

 

Kommt es zu Nebenwirkungen bei Honig zur Wundheilung?

In Verbindung mit Honig sind auch einige Nebenwirkungen bekannt, die bei ca. 2-3 % der Patienten auftreten. So bilden die Betroffenen an der Wunde zusätzliche Ekzeme, die nochmals sehr schmerzhaft sind. Doch handelt es sich hierbei um Patienten, die an einer schmerzhaften Neuropathie leiden. Darüber hinaus sollte Honig nicht bei Patienten angewendet werden, die an Zuckerkrankheit oder an Nierenversagen leiden.

 

Kann der Honig aus dem Supermarkt verwendet werden?

Denken Sie nun, Sie können den Honig einfach aus dem Einzelhandel oder aus dem Supermarkt verwenden, so liegen Sie falsch. Insbesondere bei akuten Wundbehandlungen stößt Honig schnell an seine Grenzen. Es macht vor allen Dingen Sinn bei chronischen Wunden und bei Patienten, die zu schlecht heilenden Wunden neigen, Honig nicht zur medizinischen Wundheilung einzusetzen.

Dabei unterscheidet sich dieses Produkt deutlich vom Imker-Honig, den wir aus dem Geschäft kennen. Bei der Wundheilung ist von medizinischem Honig bzw. vom Medihoney die Rede. Außerderm sollten Sie vorsichtig mit dem Supermarkt Honig sein, da dieser auch industriell pasteurisiert sein könnte. In der Folge werden alle heilsamen Inhaltsstoffe vernichtet und der Honig kann seine eigentliche Heilwirkung nicht entfalten.

 

Aktuelle Forschungsarbeit der Universität in Wales:

Die einzige existierende Forschungsreihe geht auf die Universität von Wales zurück. Hier hat man die eigentliche Wirkung von naturbelassenem Honig in Hinblick auf insgesamt 25 Bakterienstämme untersucht. 18 der Bakterienstämme haben im Zuge der Jahre eine Resistenz gegen die geläufigen Antibiotika ausgebildet. Über den Einsatz von Honig in der Wundheilung konnten die Bakterienstämme in ihrer Vermehrung entscheidend gebremst werden. Einige Bakterien konnten sogar komplett ausgeschaltet werden.

 

Was setzt Honig in Wunden in Gang?

Honig zur Wundheilung wirkt nicht nur antibakteriell. Dieses Naturheilmittel ist in der Lage, die Wunde luftdicht zu verschließen und schützt diese vor weiterführenden Infektionen. Zudem entzieht der Zucker aus den Bakterien wiederum das Wasser und setzt diese schlussendlich außer Gefecht. Obendrein sagt man einzelnen Enzymen im Honig einen positiven Effekt in der Wundheilung nach. So ist Glukoseoxidase in der Lage, das aggressive Wasserstoffperoxid zu bilden und in der Folge Keime zuverlässig abzutöten.

 

Fazit

Honig hat erwiesenermaßen eine positive Wirkung in der Wundheilung. Er kann diese zeitweise beschleunigen und verhindert ernsthafte Infektionen. Des Weiteren sind im Zusammenhang mit der Behandlung mit Honig weniger Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen bekannt als in der Anwendung von Desinfektionsmitteln zur Wundheilung. Dieses natürliche Heilmittel hat die Eigenschaft, gut verträglich zu sein, auf natürliche Weise Bakterien abzutöten und die Wundheilung entscheidend voranzutreiben.

Dennoch ersetzt die Behandlung mit Honig nicht den Gang zum Arzt. Gerade wenn es sich um ernsthafte Verletzungen und tiefe Wunden handelt, stößt Honig schnell an die Grenzen seiner Wirkung. Verwenden Sie dieses natürliche Heilmittel nicht als Wundermittel und suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt auf, wenn Sie erhebliche Probleme mit einer Entzündung oder einer Wunde haben. Überdies sollten Sie nicht bedenkenlos den Honig aus dem Supermarkt verwenden, denn über bestimmte Verarbeitungsschritte hat die Lebensmittelindustrie gerade die gesunden Inhaltsstoffe, die für die Wundheilung förderlich sind, zerstört. Der naturbelassene Honig und der so genannte Medizin-Honig hingegen eignen sich zur bakteriellen Anwendung.