Buchtipp: Infektionen ohne Antibiotika behandeln

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Neu erschienen:

Der Neue Ratgeber

„Pflanzliche Antibiotika richtig anwenden“

Ein Interview mit Sebastian Vigl, einem der Autoren. Er ist Heilpraktiker in der Gemeinschaftspraxis Heilpraktiker Wanitschek & Vigl Berlin.

heilpraktiker

Guten Tag. Vielen Dank für das Interview. Sie haben zusammen mit Ihrer Praxiskollegin, der Heilpraktikerin Anne Wanitschek, einen Ratgeber über pflanzliche Antibiotika geschrieben. Was hat Sie dazu animiert?

Sebastian Vigl: Pflanzliche Antibiotika gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie stellen bei vielen Infektionen eine wirksame Alternative zu herkömmlichen Antibiotika dar. Dies hat auch die Schulmedizin erkannt. Viele Ärzte setzen heute bei unkomplizierten Infekten pflanzliche Antibiotika ein. Wir haben diesen Ratgeber für Laien geschrieben, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen und sich selbst oder deren Angehörige im Krankheitsfall effektiv naturheilkundlich behandeln wollen. Unser Ratgeber ist auf wissenschaftlicher Grundlage erstellt. Das heißt, wir haben aktuelle Studienergebnisse miteinbezogen. Damit sind die Leser mit diesem Buch auf dem aktuellsten Wissensstand, was die Behandlung mit pflanzlichen Antibiotika anbelangt.

 

Pflanzliche Antibiotika sind also wirksam. Was für Vorteile bieten sie noch?

Sebastian Vigl: Ihre Wirksamkeit konnte in Studien und in der Praxis bestätigt werden. Verglichen mit herkömmlichen Antibiotika bieten pflanzliche drei Vorteile: Erstens sind sie frei von Nebenwirkungen. Wer pflanzliche Antibiotika einnimmt, braucht keine Sorge zu haben, dass seine Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät. Dies kann gerade bei der Einnahme von herkömmlichen Antibiotika passieren. Zweitens gelingt es Bakterien nicht, gegen pflanzliche Antibiotika resistent zu werden. Die Resistenzbildung unter Bakterien führte zu der großen Antibiotikakrise, in der die moderne Medizin gerade steckt. Drittens bekämpfen pflanzliche Antibiotika nicht nur Bakterien, sondern meist auch virale Krankheitserreger.

 

Im Buch schreiben Sie, dass pflanzliche Antibiotika einen Ausweg aus der Antibiotikakrise sein können?

Sebastian Vigl: Vollkommen richtig. Die Erfahrung zeigt, dass der Einsatz von herkömmlichen Antibiotika bei vielen Infekten nicht notwendig ist. Werden pflanzliche Antibiotika von den Ärzten richtig angewandt, können jedes Jahr erhebliche Mengen an herkömmlichen Antibiotika eingespart werden. Dies wirkt der Resistenzbildung entgegen.

 

Apropos Resistenzen: Können pflanzliche Antibiotika auch die sogenannten multiresistenten Bakterien (MRE) bekämpfen? Gegen diese sind herkömmliche Antibiotika nicht selten machtlos.

Ja, das können sie. Im Buch zeigen wir, auf wie vielen verschiedenen Wegen Bakterien durch pflanzliche Antibiotika angegriffen werden. Dies nimmt ihnen jede Möglichkeit zur Gegenwehr. Im Anwendungsteil des Buches finden sich auch Anweisungen, wie zum Beispiele hartnäckige Wundinfektionen mit multiresistenten Erregern wirksam pflanzlich behandelt werden können.

 

Welche praktischen Hinweise erhält der Leser noch?

Sebastian Vigl: Der Leser erfährt, wie die häufigsten bakteriellen Erkrankungen pflanzlich behandelt werden. Hier haben wir darauf geachtet, klare Anweisungen zu geben. Bei jeder Erkrankung geben Tabellen darüber Auskunft, welches pflanzliche Präparat oder welche Teemischung anzuwenden ist. Wer an einer Infektion leidet, muss oft nicht bis in die nächste Apotheke laufen. Sie werden erstaunt sein, wie viele antibakteriell wirksame Pflanzen Sie in Ihrer Küche haben! Dazu zählen zum Beispiel der Knoblauch, die Zwiebel und der Ingwer. Zu jeder Erkrankung stellen wir den Lesern ein antibakterielles Hausmittel vor, das sich schnell aus den Zutaten der Küche zubereiten lässt.

Neben Hinweisen, wie Infektionen mit pflanzlichen Heilmitteln behandelt werden können, findet der Leser noch weitere praktische Ratschläge. Darunter fallen zum Beispiel: Wie kann ich mit pflanzlichen Mitteln

  • Infektionen vorbeugen
  • Fieber senken und
  • die Darmflora regenerieren?

Letzterer Punkt ist besonders dann interessant, wenn die Einnahme herkömmlicher Antibiotika zu Störungen der Darmflora geführt hat.

 

Richtet sich Ihr Buch eigentlich gegen ärztliche Empfehlungen?

Sebastian Vigl: Nein, ganz im Gegenteil. Dieses Buch soll die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patienten erleichtern. Wir haben bei jeder Erkrankung klar definiert, ab wann eine Eigenbehandlung mit pflanzlichen Mitteln nicht mehr ausreichend ist und ein Arzt konsultiert werden muss. Im Buch finden sich vor allem solche pflanzliche Antibiotika, die auch Ärzten bekannt sind. Dies erleichtert den Ärzten die Fallbeurteilung. Unserer Erfahrung nach sehen es Ärzte gerne, wenn der Patient pflanzliche Antibiotika selbstständig einnimmt und dabei genau die Grenzen dieser Eigenbehandlung kennt. Dies wollen wir mit unserem Buch erreichen. Der Leser bekommt zudem noch etliche Ratschläge, wie er selbst dazu beitragen kann, das Risiko für eine der gefürchteten Krankenhausinfektionen zu vermeiden.

 

Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview!

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