Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen ohne Fieber

Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen bei Grippe oder grippalem Infekt

Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen sind Symptome, die wir mit einem grippalen Infekt oder der richtigen Grippe in Verbindung bringen. Doch was kann es sein, wenn wir zwar Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen beklagen, aber diese Symptome ohne Fieber auftauchen?

Sind Symptome ohne Fieber überhaupt ein Zeichen für eine Erkrankung oder läufst Du Gefahr, Dich bei einem Arztbesuch lächerlich zu machen? Immerhin kennt jeder Abgeschlagenheit oder aber auch Gliederschmerzen, die in der Regel rasch wieder verschwinden, vor allem dann, wenn sie ohne Fieber auftreten.

Copyright: Vertolet bigstockphoto Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen ohne Fieber

Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen ohne Fieber – Faktenblock

  • die Symptome können Begleitsymptome von einem harmlosen grippalen Infekt sein. Dieser kann ohne Fieber verlaufen und heilt in der Regel innerhalb von sieben Tagen aus
  • Arthrose und rheumatoide Arthritis in den Gelenken können zu Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen ohne Fieber führen – hier kann Dein Hausarzt oder ein Facharzt helfen
  • Vorsicht geboten: Treten Gliederschmerzen isoliert in Beinen oder Armen auf, können sie auf einen Venenentzündung oder einen Herzinfarkt hindeuten
  • Abgeschlagenheit und Erschöpfung können Hinweis auf eine Erkrankung sein, wenn diese Symptome länger anhalten und Du keine Erklärung dafür hast.
  • Bei einer Dauer der Symptome von über einer Woche solltest Du einen Arzt aufsuchen, da neben harmlosen Ursachen auch bösartige Krebserkrankungen hinter Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen ohne Fieber stecken können

 

Was sind Gliederschmerzen?

Wenn Du unter Gliederschmerzen leidest, ist jede Bewegung in den Beinen und Armen schmerzhaft. Sei es der Gang zur Toilette oder der Griff zum Teebecher: Du fühlst einen meist dumpfen Schmerz in den Gelenken.

Jeder, der bereits eine Grippe oder einen grippalen Infekt durchgemacht hat, kennt dieses Symptom, dass in diesem Fall mit dem Abklingen der Infektion auch wieder verschwindet und erheblich zum Krankheitsgefühl beiträgt. Gliederschmerzen gehen häufig mit Kopfschmerzen einher und machen sich im gesamten Bewegungsapparat bemerkbar.

Auch bei rheumatischen Entzündungen oder bei Arthrose sind Gliederschmerzen im Körper oder in bestimmten Gelenken ein Symptom. Dieses tritt dann typischerweise in bestimmten Situationen (zum Beispiel bei Wetterwechsel) auf und ist wiederkehrend.

Auch eine übereifrige Trainingseinheit kann zu diesem unangenehmen Symptom der Gliederschmerzen samt Abgeschlagenheit führen. Hier ist dann ein Muskelkater die Ursache für die Schmerzen im den Gliedmaßen, die sich bei jeder Bewegung bemerkbar machen. Hilfreich ist eine Trainingspause, damit die vielen, kleinen Muskelrisse die Gelegenheit bekommen, auszuheilen.

Vorsicht: Besondere Aufmerksamkeit solltest Du diesem Symptom beimessen, wenn die Schmerzen isoliert nur in den Armen oder Beinen auftreten. Sie können auf eine Venenentzündung oder gar einen Herzinfarkt hinweisen.

Generell gilt bei Gliederschmerzen: Wenn Du keine Erklärung hast, wo die Ursache Deiner Schmerzen liegt (zum Beispiel eine Erkältung oder Grippe), musst Du einen Arzt aufsuchen.

Was ist Abgeschlagenheit?

Abgeschlagenheit kennt wohl jeder: Man fühlt sich erschöpft, müde, lustlos und einfach abgeschlagen. Dieser Zustand ist meist vorübergehend oder ein Begleitsymptom bei einem grippalen Infekt, der ohne Fieber auftreten kann. Aber auch bestimmte Umstände können Abgeschlagenheit hervorrufen, hierzu zählen beispielsweise zu wenig Schlaf, zuviel Alkohol am Vorabend, eine anstrengende Reise, eine persönliche Krise, der Streit mit dem Partner oder eine ausgiebige Sporteinheit.

Gehen die Beschwerden über eine allgemeine Schlappheit hinaus und bist Du nicht in der Lage, Dir die Ursache selbst zu erklären, kann anhaltende Abgeschlagenheit auch auf eine Erkrankung hindeuten. Hörst Du Dich öfter Sätze sagen wie: „Ich bin so kaputt!“, „Dazu habe ich heute keine Kraft!“ oder „Ich habe viel geschlafen und bin trotzdem so müde!“, könnte ein Gang zum Arzt sinnvoll sein.

Neben Erkältungen, grippalen Infekten oder einem Magen-Darm-Infekt können Krankheiten wie Blutarmut (Anämie) oder Herz-Kreislauferkrankungen aber auch Vitamin- und Mineralstoffmangel Abgeschlagenheit hervorrufen. Gerade, wenn das Symptom ohne Fieber auftritt und länger anhält, kann es ein Hinweis auf eine solche Erkrankung sein.

Um die Abgeschlagenheit dann zum bekämpfen ist es wichtig, die Ursache anzugehen. Auch sollten bösartige Krebserkrankungen, die gerade am Anfang mit Abgeschlagenheit aber auch Gliederschmerzen einher gehen, ausgeschlossen werden.

Zu welchen Arzt kannst Du gehen?

Bei Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit ohne Fieber ist der Gang zum Hausarzt bei länger anhaltenden Beschwerden unerlässlich. Als Faustregel kann man sagen, dass Du zum Arzt gehen solltest, wenn Deine Symptome die Dauer einer Woche ohne sinnvolle Erklärung überschreiten.

Um die Ursache der Symptome herauszufinden, wird Dich Dein Hausarzt umgangssprachlich gründlich durchchecken. Neben einer umfangreichen Untersuchung Deines Blutes, welches Hinweise auf eine Blutarmut, Entzündungen oder Mangel an Vitaminen und Nährstoffen geben kann, wird Dir Dein Hausarzt einige Fragen zu Deinen Lebensgewohnheiten stellen.

Auch wenn Dir die Antwort im ersten Impuls unangenehm erscheint, ist es wichtig, hier wahrheitsgemäß zu antworten. Vielleicht hilft Dir der Gedanke, dass Dein Hausarzt der Schweigepflicht unterliegt und Du nicht der einzige Patient mit diesen Beschwerden bist. Mache in diesem Gespräch auch deutlich, wo genau Dich die Symptome beeinträchtigen und behindern.

Gerade bei langanhaltenden, chronischen Stresszuständen können die Symptome ein Hinweis auf ein chronisches Erschöpfungssyndrom sein. Aber auch rheumatische Erkrankungen oder Arthrose können Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit ohne Fieber hervorrufen.

Hier können dann bestimmte Medikamente die Symptome lindern. Liegt der Verdacht einer solchen Diagnose nahe, wird Dein Hausarzt Dich zu einem Facharzt überweisen, der sich auf die Art der Erkrankung spezialisiert hat.

Treten Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen ohne Fieber während eines grippalen Infekts, einer akuten Magen-Darm-Grippe oder nach einer ausführlichen Trainingseinheit auf, sind sie kein Grund zur Sorge. Du wirst beobachten, dass sie nach einer angemessenen Zeit wieder verschwinden und Du zu Deiner gewohnten Form zurückkehrst.

Halten die Symptome jedoch über einen längeren Zeitraum an und Du hast keine logische Erklärung dafür, solltest Du Deinen Hausarzt aufsuchen um bestimmte Erkrankungen auszuschließen und die Ursachen zu bekämpfen.

 

Ist es eine echte Grippe

Zu einer Grippe führt die Infektion mit dem Influenzavirus, weshalb das Krankheitsbild im Volksmund Influenza heißt. In der Regel tritt sie nach einer drei- bis fünftägigen Inkubationszeit schlagartig auf und setzt die Betroffenen außer Gefecht. Der Grund besteht darin, dass sie mit hohem Fieber und Gliederschmerzen einhergeht. Als erkrankte Person suchst Du besser Deinen Hausarzt auf, der Dir rät, was bei Grippe hilft. Neben einer medikamentösen Behandlung besteht die Möglichkeit, die Therapie mit Naturheilmitteln zu unterstützen.

Was hilft bei Grippe effektiv?

  • antivirale Behandlung: gegen Erreger der Influenza
  • Wadenwickel: fiebersenkend, unterstützt Entgiftungsprozess
  • Wärmebehandlung: entkrampft die Muskulatur
  • Zwiebelsaft und Hühnersuppe: entzündungshemmende Inhaltsstoffe
  • Kräutertee: desinfiziert, hilft gegen Grippe-Symptome

Was hilft gegen Grippe und wie funktioniert es?

Spätestens zwei Tage nach dem Ausbruch der Erkrankung suchst Du Deinen Arzt auf, der Dir antivirale Medikamente verschreibt. Des Weiteren erhältst Du Antibiotika, um einem zusätzlichen Bakterienbefall vorzubeugen. Zu den relevanten Vertretern bei der Grippebehandlung zählen:

  • Neuraminidasehemmer,
  • Amantadin,
  • Paracetamol oder Ibuprofen
  • sowie Vitaminpräparate.

 

Gegen Grippe helfen weiterhin Wadenwickel mit Heilerde, da sie gleichzeitig entgiftend und fiebersenkend wirken. Um sie herzustellen, mischst Du die Heilerde mit Wasser, bis ein dickflüssiger Brei entsteht, den Du auf saubere Tücher schmierst. Diese wickelst Du für mehrere Stunden um Deine Waden, wobei zusätzliche Wärme den Prozess unterstützt.

Bei der Grippetherapie spielt die Wärmebehandlung eine Rolle, weil sie die Durchblutung fördert und den Heilungsprozess beschleunigt. Bereits beim Auftauchen erster Symptome nehmen die Patienten ein heißes Bad, wobei sich antiseptisch wirkende Kräutertinkturen als Badezusatz eignen. Ebenso bewährt es sich, mehrere Stunden unter einer Heizdecke zu schlafen, da es zu einer Entspannung der schmerzenden Muskulatur kommt.

Um schnelle Erfolge bei der Grippebehandlung zu erzielen, konsumieren die Betroffenen entzündungshemmende und keimtötende Nahrungsmittel. Speziell der Zwiebelsaft gehört zu den bekannten Hausmitteln, welche die Symptome einer Influenza schnell lindern. Eine weitere Alternative stellt die Hühnersuppe aufgrund ihrer antiseptischen und immununterstützenden Inhaltsstoffe dar.

Eine Grippe geht oftmals mit Halsschmerzen und Magenbeschwerden einher – gegen beide Anzeichen helfen desinfizierende Kräutertees. Gleichzeitig nehmen sie einen positiven Einfluss auf die körpereigene Immunabwehr, sodass sich der Verlauf der Krankheit beschleunigt. Zu den hilfreichen Teesorten zählen diejenigen, die Bitter- und Gerbstoffe enthalten; beispielsweise ist schwarzer Tee mit Zitronensaft eine gute Wahl.

Weiterführende Maßnahmen, die bei Grippe helfen

Bei der Influenza handelt es sich um eine Atemwegserkrankung, welche die Influenzaviren verursachen. Die Krankheit beginnt plötzlich, wobei eine schnelle Verschlechterung des Gesundheitszustands auftritt. In der Regel erfolgt die Ansteckung durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Deshalb erfordert die Infektion eine ausreichende Hygiene. Des Weiteren steigt die Gefahr, an der Grippe zu erkranken, bei Personen, die an einem schwachen Immunsystem leiden. Neben Senioren zählen beispielsweise Krebs- und HIV-Patienten zu der Risikogruppe.

Die Symptome bei der Influenza

Erkrankst Du an Grippe, bemerkst Du die charakteristischen Merkmale der gesundheitlichen Komplikation. Im Normalfall geht sie mit Fieberschüben, bei denen Deine Temperatur auf über 40 Grad Celsius steigen kann, einher. Zusätzlich treten Schüttelfrost und starke Glieder- und Gelenkschmerzen auf. Neben den heftigen Kopfschmerzen leidest Du als Betroffener unter einem trockenen Husten. Aufgrund der Reizung der Schleimhäute im Hals kommt es zu kratzenden Schmerzen in dem Bereich.

Bereits beim Ausbruch der Krankheit spürst Du eine starke Abgeschlagenheit. Das Gefühl der Erschöpfung hält bis zu drei Wochen an. Weitere Anzeichen der Erkrankung bestehen in einer Rachenentzündung sowie Schnupfen und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Dazu gehören Durchfall, Magenkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen.

Schutzmaßnahmen gegen die Influenza

Um die Ansteckung mit dem Grippevirus zu vermeiden oder den Verlauf der Krankheit zu mildern, eignet sich eine Grippeschutzimpfung. Erkrankst Du dennoch, lohnt es sich, fiebersenkende Medikamente sowie leichte Schmerzmittel einzunehmen. Weiterhin fördert Schlaf den Heilungsprozess. Geht die gesundheitliche Komplikation mit einer starken Schleimbildung einher, besteht die Möglichkeit, die Dämpfe von Kräuterbädern zu inhalieren. Dadurch löst sich festsitzender Hustenschleim und Du profitierst von einer Befreiung der Bronchien.