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Symptome für Nierensteine

Nierensteine stellenkristalline Ablagerungen im Nierenbeckenkelchsystem dar. Sie werden auch als Harnstein bezeichnet und können mit Eintritt in den Harnleiter unangenehme Koliken auslösen. Wir stellen Ihnen im folgenden Beitrag die häufigsten Symptome für Nierensteine vor. Überdies geben wir einen Ausblick auf vielversprechende Therapiemöglichkeiten.

Wie viele Patienten leiden unter Nierensteinen?

Nierensteine

Nierenstein Symptome / Urheber: < wavebreakmediamicro / 123RF

Die Häufigkeit von Nierensteinen liegt in Mitteleuropa und Westeuropa bei ca. 5 %. Obendrein, kommen auf sieben betroffene Männer insgesamt fünf betroffene Frauen. Zu einem Aufkommen von Nierensteinen kommt es vor allen Dingen im Alter von 30-50. Die Nierensteine lassen sich im Hinblick auf ihre chemische Zusammensetzung klassifizieren und anhand ihrer Form unterscheiden. Folgende Klassifikationen lassen sich unterscheiden:

  • Calciumoxalat-Steine,
  • Urat Steine,
  • Magnesiumammoniumphosphat-Steine und
  • Calciumphosphat-Steine.

Wie entstehen Nierensteine?

Die Entstehung der Nierensteine lässt sich auf verschiedene Ursachen zurückführen. Die einzelnen Stoffwechselabläufe, die zu Nierensteinen führen, sind bis zum heutigen Tage noch nicht vollends geklärt. Der Entstehungsprozess setzt auf molekularer Ebene ein, indem sich die Konzentration aller schwerlöslichen Ionenverbindungen erhöht. Bis diese schlussendlich die Löslichkeitsgrenze überschreiten. Durch weiterführende Substanzen, wie zum Beispiel Salze, erreichen Nierensteine eine beträchtliche Größe, und können die Harnwege nicht mehr ohne Weiteres passieren. Die ursächliche Diagnose verweist häufig auf Flüssigkeitsmangel und einer Kombination aus mehreren Erkrankungen, wie zum Beispiel Gicht und Infektionen. Auch die übermäßige Zunahme von Purinen in der Nahrung lässt den Harnsäurespiegel steigen.

Symptome bei großen Nierensteinen

Die Symptome für Nierensteine zeigen sich zumeist erst dann, wenn es schon zu spät ist und die Steine sich bereits in den Harnleiter fortbewegt haben. Hier besteht die Möglichkeit, dass Sie an einer Stellen festklemmen. Diese ausweglose Situation führt zu einer Muskelkontraktion, die sich in Krämpfen und wellenförmig verlaufenden Schmerzen bemerkbar macht. Diese Schmerzanfälle werden auch als Koliken und Nierenkoliken bezeichneten und treten vornehmlich im Bereich der Flanke auf. Durch die Verstopfung des Harnleiters kann es zudem zu einem Urinstau kommen, der die Nieren schädigt. In der Folge ist es möglich, dass sich diese Schädigung bis hin zu einer Nierenbeckenentzündung ausweitet und dann schlussendlich zu einer Urämie führt. Handelt es sich jedoch um sehr kleine Steine mit einem Durchmesser von maximal 6 mm werden diese ohne weitere Probleme bzw. Beschwerden ausgeschieden.

Diagnostik und Behandlung beim Facharzt

Die Diagnostik führt der Facharzt über eine Untersuchung und einen Ultraschall durch. Als weiterführende diagnostische Methoden gelten das CT, das MAT und das endoskopische Verfahren. Handelt es sich um Cystinsteine oder Uratsteine geben Fachärzte vorwiegend Medikamente, die Nierensteine auflösen. Handelt es sich um Harnleitersteine, ist eine ureterorenoskopische Steinentfernung – kurz URS – von Nöten. Ebenso häufig setzen Ärzte die Harnleiterschiene ein. Es handelt sich hierbei um einen Katheter, der eingeführt wird, um den Harnleiter offen zu halten und das natürliche Abgehen der Nierensteine zu erleichtern.

Die häufigsten Symptome bei Nierensteinen

Bei kleineren Steinen und Körnern ist es sinnvoll, die Flüssigkeitsmenge am Tag zu erhöhen, um die Harnwege und durchzuspülen. Verbleiben Nierensteine in einer ruhigen Position in der Niere, werden diese keinerlei Symptome hervorrufen und fallen zumeist nur zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung auf. Verspüren Sie zeitweise ein leichtes Drücken und Ziehen in der Gegend der Flanken oder haben bereits kleinere Mengen Blut im Urin festgestellt, verweist dies in den meisten Fällen auf Nierensteine. Erst wenn der Halbleiter blockiert ist, die Steine in Bewegung kommen und in den Harnleiter rutschen, kommt es zu den gefürchteten und schmerzintensiven Koliken. Diese dumpfen, ziehenden Schmerzen treten vorwiegend im Bereich der Nieren auf und können sich bis auf den Rücken ausbreiten. In diesem Zusammenhang treten Symptome, wie Erbrechen oder Übelkeit auf. In der Folge treten Fieber und Blut im Urin auf.

 

Im Prinzip bleiben kleinere Nierensteinen bis zu einem maximalen Durchmesser von 0,6 mm zum großen Teil symptomlos, wenn sie in den Nieren verbleiben. Mit zunehmender Größe kann es zu den ersten Symptome kommen, wie zum Beispiel ein leichtes Ziehen und ein dumpfes Schmerzgefühl im Bereich der Nieren, das sich erst dann zu einer Kolik entwickelt, wenn ein Harnstein oder Nierenstein den Harnleiter blockiert. In der Folge kann es zu Fieber, einem aufgeblähten Bauch und starken wellenartig verlaufenden Schmerzen kommen. Bei ähnlichen Symptomen und Schmerzen sollten Sie zwingend einen Facharzt konsultieren. Dieser kann über eine gezielten Behandlung und Therapie für eine schnelle Erleichterung sorgen.

 

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