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Steißbeinschmerzen beim Sitzen – Was kann man tun?

Wenn Steißbeinschmerzen beim Aufstehen schmerzen?

Treten vermehrt Schmerzen im unteren Bereich der Wirbelsäule auf, ist von Steißbeinschmerzen die Rede. In vielen Fällen reagieren vor allen Dingen die Weichteile und das Steißbein äußerst empfindlich auf Druck mit einem ziehenden und stechenden Gefühl. Diese intensiven Schmerzen können noch bis in die umliegenden Areale und Körperbereiche ausstrahlen und für alle Betroffenen zu einer erheblichen Belastung führen.

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Steissbeinschmerzen wirkungsvoll behandeln? Urheber: wavebreakmediamicro / 123RF

Was steckt hinter Steißbeinschmerzen?

Tatsächlich sind insbesondere Frauen häufiger von den Steißbeinschmerzen betroffen als Männer. In der Fachsprache werden diese Schmerzen als Kokzygodynie bezeichnet und dem Fachbereich der chronischen Mikrotraumata zugeordnet. Einige der häufigsten Ursachen ist das Sitzen auf harten Unterlagen. So kann es zu Schmerzen am Steißbein beim Sitzen und Aufstehen kommen – im schlimmsten Fall treten diese chronisch auf. Noch häufigere Ursachen verweisen auf die Nervenschmerzen oder eine folgenreiche Verletzung des Beckenbereichs nach einer Prellung. Tatsächlich können Steißbeinschmerzen auch auf eine Verrenkung des Steißbeins zurückführen. Diese Form der sonderbaren Schmerzen kommen aus dem Nichts, können nur ein paar Stunden oder Minuten andauern oder sich über Wochen hinziehen.

Insbesondere Schmerzmittel und spezifische Entspannungsübungen sollen Betroffenen helfen und eine folgenreiche und effektive Linderung versprechen, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn sich die Schmerzen einsetzen. In einigen Fällen empfehlen wir Akupunktur und Massagen. Leiden Sie besonders stark unter Steißbeinschmerzen, sollten Sie in dieser Phase vor allen Dingen auf einem weichen Sitzkissen, auf einem Sitzring oder auf einem Sitzkeil Platz nehmen, denn so schonen Sie am effektivsten das Steißbein.

 

Die häufigste Ursache für Steißbeinschmerzen beim Aufstehen und Hinsetzen

In diesem Zusammenhang ist es lohnenswert, einen Blick auf die Lage und den Aufbau des Steißbeins zu werfen. Dieses befindet sich im untersten Bereich der Wirbelsäule und gilt als einer der Überbleibsel unserer Vorfahren. In der Fachsprache wird es lateinisch auch als Coccyx bezeichnet und folgt direkt auf das Kreuzbein. Ganz ohne scheint dieser Körperbereich nicht zu sein, denn verschiedene Bänder und Muskeln im Bereich des Beckens finden über das Steißbein ihren Ansatzpunkt.

Insgesamt setzt sich das Steißbein aus vier festen Wirbeln zusammen. Diese sind bei den meisten Menschen zu einem einheitlichen Knochen verschmolzen. Immer noch bezeichnen wir das Steißbein als Rudimente des einstigen Schwanzwirbels der Wirbeltiere. Tatsächlich kann es zu einem Bruch oder einer Luxation kommen, sobald Sie einen kräftigen Tritt oder Fall sowie einen Stoß in der direkten Region des Steißbeins verspüren. In diesem Zusammenhang können die Betroffenen kaum noch auf normale Art und Weise sitzen. In diesem Fall kommt es vor allen Dingen beim Niesen und beim Husten in Verbindung mit der Beckenmuskulatur immer wieder zu folgenreichen Schmerzen.

Nicht ganz so bekannt, aber dennoch sehr folgenreich ist die Luxation des Steißbeins – diese wird nur selten diagnostiziert. Doch haben Betroffene im Falle einer Steißbeinluxation einen äußerst langen Leidensweg hinter sich. Eine Behandlung erfolgt durch einen erfahrenen Facharzt, der durch den Mastdarm den Zeigefinger eingeführt, um sich das Steißbein von innen zu greifen. An diesem Punkt liegt der Zeigefinger auf dem Steißbein auf und von außen der Daumen. So lässt sich das Steißbein vom Kreuzbein wegbewegen und es erfolgt in eine schnelle Erleichterung von den gegenwärtigen Schmerzen.

So lindern die Steißbeinschmerzen beim Aufstehen und Hinsetzen

Einen Steißbeinbruch bemerken Sie durch starke Schmerzen in diesem Bereich. In einigen Fällen tritt zum Beispiel ein leicht sichtbares Hämatom auf. Eigentlich kann erst der Facharzt bei der externen Untersuchung feststellen, ob ein Steißbein gebrochen ist, indem es etwas Bewegung zeigt. Eine Therapie und eine Linderung der Schmerzen verspricht in diesem Zusammenhang ein Ringkissen. Es handelt sich dabei um ein ringförmiges Skizzen, das in der Mitte eine Aussparung aufzeigt, um das Steißbein nicht weiter zu belasten. Kommt es jedoch weiterhin zu anhaltenden Schmerzen am Steißbein, ist eine Operation nicht mehr zu vermeiden.

Folgende Maßnahmen ergreifen Ärzte und Betroffene bei Steißbeinschmerzen:

  • spezielle Schmerzmittel,
  • Lokalanästhetika werden vor allen Dingen zur Therapie der Schmerzen eingesetzt, indem in die betroffene Stelle Betäubungsmittel gespritzt werden. Dies lindert sofort die Schmerzen und wirkt Entzündungen entgegen.
  • Manualtherapie: Sie erfolgt durch die Hände eines ausgebildeten Chiropraktikers als eine gezielte Manipulation des Steißbeins, dies kann auch durch Akupunktur erfolgen.
  • Entspannung und Wärmetherapie gehören zu den allgemeinen homöopathischen Anwendungen.
  • Weiche Sitzkissen helfen bei starken Schmerzen wie auch anhaltenden Beschwerden und sind in jedem Sanitätsaus erhältlich.

In einigen Fällen sind die Steißbeinschmerzen auf psychosomatische Ursachen zurückzuführen. In diesen Fällen fällt es insbesondere den Betroffenen sehr schwer, diese Diagnose hinzunehmen und mit ihr zu leben. Gemeinsam mit einem Psychotherapeuten sollten Sie ergründen, welche seelischen Vorgänge oder Erlebnisse zu einem erhöhten Schmerzaufkommen geführt haben. Auf diese Weise ist es Ihnen möglich, effektiv gegen die Beschwerden vorzugehen und eine dauerhafte Linderung zu erreichen.

 

Steißbeinschmerzen beim Aufstehen und Hinsetzen: der Abzess

Eine weitere Möglichkeit, die zur folgenreichen Steißbeinschmerzen führt, ist der Abszess im Inneren. Unter einem Abszess verstehen wir eine Entzündung unter der Haut, die eingeschlossene eitrige Masse führt unwiderruflich zu einem starken Druckgefühl im Inneren des Körpers, das bis auf das Steißbein reicht. Die Schmerzen für die Betroffenen sind enorm und bedürfen einer schnellen medikamentösen bzw. ambulanten Behandlung. Insbesondere in einem Alter von 20-30 Jahren steigt die Gefahr von eingewachsenen Haaren im Bereich des Steißbeins. Auch hier entstehen Entzündungsherde im Inneren des Körpers und müssen operativ entfernt werden. In einigen schwerwiegenden Fällen kommt es zu einem Platzeb dieser Abzesse und zu einer folgenreichen Blutvergiftung, die direkt einer notärztlichen Behandlung bedarf, um weiterführende lebensbedrohliche Folgen auszuschließen. In diesem Fall sind jedoch die Schmerzen so intensiv, dass Betroffene sich schnell in fachärztliche Hände begeben und diesen Schritt nicht weiter aufschieben.

 

Fazit

Steißbeinschmerzen können verschiedene Ursachen haben und auf eine Prellung, auf einen Bruch oder auf einen Abszess im Inneren des Körpers zurückführen. In seltenen Fällen liegen Luxationen und psychosomatische Ursachen vor. In jedem Fall sollten Sie sich in die Hände eines Facharztes begeben, denn dieser kann nach einer konkreten Diagnostik und intensiven Behandlung eine Linderung herbeiführen. Über Medikamente und eine spezifische Therapie ist es Ihnen möglich, die Schmerzen auf lange Sicht zu lindern und die eigentliche Ursache aus dem Weg zu räumen. Insbesondere Entzündungen und Prellungen im Bereich des Steißbeins sind mit starken Schmerzen verbunden, die Sie über weiche Sitzkissen und Ringkissen umgehend lindern.

 

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