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Sind 40 Grad Fieber bei Kindern gefährlich?

Bei 40 Grad Fieber bei Kindern müssen Eltern reagieren

Im Vergleich zu Erwachsenen leiden Kinder vergleichsweise häufig an Fieber, Fieberschüben und erhöhter Temperatur. Selbst bei kleineren Störungen der Gesundheit und des Immunsystems steigt die Körpertemperatur. Doch bedenken Sie: Fieber ist keine Krankheit. Es ist vielmehr eine Schutzreaktion des menschlichen Körpers, um Viren und Infektionen zu bekämpfen. Doch was sollen Eltern tun, wenn das Fieber bei 40 Grad ankommt. Wann wird erhöhte Temperatur zur Gefahr? Ist 40 Grad bei Kindern gefährlich? Wir gehen diesen Fragen im folgenden Beitrag nach.

 

Fieber bei Kindern

Sind 40 Grad Fieber bei Kindern Urheber: de.123rf.com/ Nr: 20931205

Was ist Fieber und erhöhte Temperatur – Ursachen und Verlauf

Über die Temperaturerhöhung ist unser Körper in der Lage, seine Abwehrkräfte zu mobilisieren und gegen die bösartigen Krankheitserreger vorzugehen. Es handelt sich dabei um eine körpereigene Reaktion, die wir nicht beeinflussen können. Bakterien und Viren können sich nämlich bei fiebrigen und erhöhten Temperaturen schlechter vermehren. Beginnt Ihr Kind, zu fiebern, bedeutet dies zugleich, dass sich die Bakterien noch viel schlechter durchsetzen können. Doch beeinträchtigt gerade hohe Temperatur von über 39 Grad die elementaren Körperfunktionen eines Menschen und führt zu einer enormen Belastung.

40 Grad Fieber Wann sollte man zum Arzt?

Bei 40 Grad Fieber sollte man grundsätzlich einen Kinderarzt aufsuchen um die Ursachen abzuklären.

Maßnahmen der Eltern wenn das Fieber in der Nacht kommt:

  • Wadenwickel
  • zusätzlich Flüssigkeit geben
  • ab 39 Grad, Fiebesaft

Ein kurzfristiger Anstieg auf 40 Grad Fieber ist sicher keine Bedrohung wenn das Kind ansonsten nicht lethargisch ist.

 

40 Grad Fieber bei Kindern – Was passiert beim Fieber im Körper?

Möchten wir dem Fieber auf den Grund gehen, kommen wir am Hypothalamus im menschlichen Gehirn nicht vorbei. Hierbei handelt es sich um die menschliche Schaltzentrale. Von dieser Schaltzentrale ausgehend wird eine ideale Körpertemperatur gehalten. Die normale Körpertemperatur liegt zwischen 36,6 °C und 38 °C. Erfolgt eine Infektion, kann über Botenstoffe dieser Wert verändert werden. Die erste Reaktion: Schüttelfrost. In der Folge kommt es zu Fieber. Bei fiebrigen Temperaturen kann eine Vielzahl von Abwehrvorgängen und Stoffwechselvorgängen schneller ablaufen.

Wann ist von hohem Fieber die Rede?

Ein gesundes Kind hat eine Körpertemperatur in einem Bereich von 36,5 °C und 37,5 °C. Steigt die Körpertemperatur auf einen Bereich zwischen 36,6 °C und 38,5 °C, sprechen wir von erhöhter Temperatur. In diesem Bereich müssen Sie sich erst einmal keinerlei Sorgen machen und können mit bewährten Hausmitteln und jeder Menge Ruhe und Entspannung entgegenwirken. Eigentlich spricht man erst ab einem Temperaturbereich von 38,5 °C von wirklichem Fieber. Steigen die Temperaturen dann über 39 Grad, hat Ihr Kind hohes Fieber. Überschreiten die Temperaturen den Bereich von 41 Grad Celsius, ist von der Hyperthermie die Rede. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass wir morgens eine ca. um 0,5 Grad niedrigere Temperatur haben als zu einer anderen Tageszeit.

Wie man bei Kindern am besten Fieber messen kann?

Im Prinzip sollten Sie mit Ihrem Kind ab einer Temperatur von 38 Grad einen Arzt aufsuchen, um die eigentliche Ursache untersuchen zu lassen. Halten die fiebrigen Temperaturen bei ein- bis zweijährigen Babys länger als zwei Tage an und treten schubweise auf, sollten Sie ebenfalls einen Kinderarzt aufsuchen. Bedenken Sie, die rektale Temperaturmessung liefert immer noch die genauesten Ergebnisse.

Geben Sie an die Spitze des Fieberthermometers einfach etwas Vaseline, so erleichtern Sie sich den Prozess des Fiebermessens. Sie können bei Kindern ab fünf Jahren Fieber im Mund messen, vorausgesetzt Ihre Kinder machen mit. Hat Ihr Kind Fieber, messen Sie regelmäßig die Temperatur und notieren sich die Werte. Bei einer leichten Erhöhung der Temperatur, sollten Sie noch keine fiebersenkenden Maßnahmen einleiten. Bei Temperaturen über 39 Grad besprechen Sie die Behandlungsmethoden mit Ihrem Kinderarzt und können unter anderem die folgenden Maßnahmen durchführen:

  •       Säfte und Zäpfchen zur Fiebersenkung,
  •       einen feuchten Waschlappen auf die Stirn legen,
  •       viel trinken,
  •       Bettwäsche häufiger wechseln,
  •       Wadenwickel machen,
  •       Ihr Kind nicht zu warm einpacken.

Machen Sie keine Wadenwickel bei Kindern, wenn diese gerade an Schüttelfrost leiden! Besprechen Sie diese Maßnahmen und das mögliche Vorgehen gegen hohes Fieber mit Ihrem Hausarzt.

 

weiterführende Information

http://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/fieber/

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