Senkt Vitamin D den Blutzucker?

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Vitamin D und der Blutzucker

Cholecalciferol, besser bekannt als Vitamin D3, übernimmt im menschlichen Organismus zahlreiche Funktionen. Beispielsweise beeinflusst es den Flüssigkeitsstoffwechsel und sorgt für die Mineralisierung von Knochen und Zähnen.

Gleichzeitig spielt es bei der Vorbeugung von Diabetes, der Zuckerkrankheit, eine wichtige Rolle. Das liegt an dem Umstand, dass Vitamin D den Blutzucker senkt.

Durch eine ausreichende Versorgung mit dem Calciol verbessert sich der Zuckerstoffwechsel. Ebenso wirkt es sich positiv auf die Immunempfindlichkeit der Zellen aus. Aus dem Grund bewährt es sich speziell für diabetesgefährdete Patienten, auf einen normalen Vitamin-D-Spiegel zu achten.

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Wie wirkt sich Cholecalciferol auf den Blutzucker aus?

Das Calciol nimmt Einfluss auf zahlreiche Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper. Daher verwundert es nicht, dass es sich ebenfalls auf die Konzentration des Blutzuckers auswirkt. Die Bildung des relevanten Vitalstoffs erfolgt als Eigensynthese unter Einfluss der ultravioletten B-Strahlung.

In der Winterzeit reicht diese jedoch nicht aus, um die körpereigene Vitamin-D-Produktion in Gang zu setzen. Daher kommt es darauf an, dem Körper Cholecalciferol durch die Nahrung und Supplemente zuzuführen. Liegt Ihre Calciol-Konzentration mindestens bei 30 Nanogramm pro Milliliter Blut, senkt Vitamin D den Blutzucker.

Der Grund besteht darin, dass es die Immunempfindlichkeit der Körperzellen verbessert. Im Umkehrschluss bedeutet das: Ein Mangel an Cholecalciferol erhöht die Wahrscheinlichkeit eines hohen Blutzuckerspiegels.

Folglich leiden die Betroffenen an Diabetes. Bei dem Typ-2-Diabetes liegt eine starke Beeinträchtigung der Insulinempfindlichkeit vor. Diese gibt an, wie stark die körpereigenen Zellen auf das Hormon reagieren.

Bei einer geringen Insulinsensitivität sprechen die Zellen kaum auf das Insulin an. Bei ihnen liegt eine Insulinresistenz vor. In der Folge leiden Sie an einem hohen Glukosespiegel im Blut, der zu Stoffwechselbeeinträchtigungen und auf lange Sicht zu Organschäden führt. Die Tatsache, dass Vitamin D den Blutzucker senkt, weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft, kurz DDG, nach.

Das Cholecalciferol regt die insulinproduzierenden Zellen an, eine größere Menge des Hormons zu bilden. Ein gesunder Vitamin-D-Spiegel trägt demnach auch zu einer Stabilisierung des Diabetesstoffwechsels bei.

Vitamin-Mangel erhöht das Diabetesrisiko

Leiden Sie an einer Unterversorgung mit Calciol, steigt die Wahrscheinlichkeit, an der Zuckerkrankheit zu erkranken. Bei einem hohen Cholecalciferol-Spiegel verringert sich das Risiko dagegen um 40 Prozent gegenüber Personen mit einem Vitamin-D-Mangel.

Das gilt gleichermaßen für Menschen, die Risikofaktoren für denTyp-2-Diabetes aufweisen. Dazu gehört beispielsweise das Übergewicht. Treten in Ihrer Familie vermehrt Diabeteserkrankungen auf, stellt die Einnahme von Cholecalciferol-Präparaten eine prophylaktische Maßnahme dar. Hierbei wählen Sie zwischen:
• Tabletten,
• Weichkapseln
• und Tropfen.

Die Tropfen empfehlen die Mediziner, da sie keine Zusatzstoffe enthalten und eine flexible Dosierung ermöglichen. Speziell bei Kindern, die ein Diabetes-Risiko aufweisen, erhält die Gabe von derartigen Supplementen Relevanz.

Cholecalciferol als Schutz vor hohem Blutzucker

Da Vitamin D den Blutzucker senkt, erweist sich ein normaler Calciol-Spiegel als vorbeugende Maßnahme gegen Diabetes. Sie senken das Risiko der Erkrankung mit der zusätzlichen Aufnahme von Vitamin-D-Präparaten effektiver als mit einer Gewichtsreduzierung.

Der Grund besteht darin, dass ein Mangel an Calciol die Entstehung der Zuckerkrankheit und deren Vorstufen bedingt. Demnach wirkt sich eine Unterversorgung mit dem Vitalstoff gravierender auf die Diabetesgefahr aus als andere Faktoren.

Eine Studie der spanischen Universidad de Málaga zeigt, dass übergewichtige Personen mit einem guten Vitamin-D-Spiegel nicht zwingend Anzeichen für Diabetes aufweisen.

Dr. Mercedes Clemente-Postigo et al. veröffentlichten die Publikation im Juli 2014. Sie trägt den Titel: „Serum 25-Hydroxyvitamin D and Adipose Tissue Vitamin D Receptor Gene Expression: Relationship With Obesity and Type 2 Diabetes“.

Die Auswertung der Untersuchung zeigte, dass Vitamin D trotz übermäßigen Gewichts vor Diabetes schützt. Dagegen erkrankten verhältnismäßig viele schlanke Studienteilnehmer an der gesundheitlichen Komplikation, wenn sie einen geringen Vitamin-D-Spiegel besaßen.

Wie sorgen Sie für einen normalen Calciol-Spiegel?

Vitamin D senkt den Blutzucker, daher achten Sie auf eine gesunde Cholecalciferol-Konzentration im Organismus. Während der Sommermonate besteht die Möglichkeit, den täglichen Bedarf durch den Aufenthalt im Sonnenlicht zu decken. Zu dem Zweck begeben Sie sich 20 bis 40 Minuten am Tag ins Freie.

Sonnencreme tragen Sie erst nach zehn bis 15 Minuten auf, ansonsten blockiert diese die körpereigene Calciol-Synthese. Zusätzlich bewährt es sich, luftige Kleidung anzuziehen, damit das Sonnenlicht auf freie Hautstellen trifft. Obwohl das Vitamin D den Blutzucker senkt, stellt ein gelegentliches Sonnenbad keinen Ersatz für eine gesunde und ausgewogene Ernährung dar.

Ab wann senkt Vitamin D den Blutzucker?

Befürchten Sie, an einem erhöhten Blutzuckerspiegel zu leiden, führt das Cholecalciferol zu einer deutlichen Senkung. Von dem positiven Effekt profitieren Sie nur, wenn Ihr Calciol-Spiegel dem Normwert entspricht oder über diesem liegt.

Daher gilt es zunächst, die individuelle Vitamin-D-Konzentration im Körper in Erfahrung zu bringen. Ihren Calciol-Spiegel brauchen Sie nicht zwingend bei Ihrem Hausarzt zu bestimmen. Eine gute Alternative bilden Test-Kits, die Sie beispielsweise in der Online-Apotheke erwerben.

Durch den Einstich in die Fingerkuppe und das Übersenden der Blutprobe an ein Labor, erhalten Sie Kenntnis über den bestehenden Cholecalciferol-Spiegel. Anhand dessen finden Sie heraus, ob die Einnahme von zusätzlichen Präparaten notwendig ist.

 

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