Gesundheit

Schnelle Hilfe bei Hörsturz – Anzeichen, Ursachen & Risiken

Der Hörsturz kommt unerwartet und aus völlig heiterem Himmel. Dennoch hat der Ohrinfakt zumeist ganz deutliche Ursachen, die Sie erkennen, wenn wir genau den Anzeichen nachgehen. In dem folgenden Artikel stellen wir heraus, was die deutlichsten Symptome von einem Hörsturz sind und welche Ursachen diesen zu Grunde liegen. Zudem haben wir einige Tipps und Hinweise parat, die eine schnelle Hilfe beim Hörsturz garantieren.

Hörsturz © DoraZett

Was ist ein Hörsturz?

Im Prinzip tritt ein Hörsturz aus völlig heiterem Himmel auf und geht mit einem einseitigen Hörverlust einher. Betroffene sprechen von einem Gefühl, als würde sich Watte in ihre Ohren legen. Alternativ dazu tritt ein Tinnitus sehr stark und deutlich auf. Sie sollten den Hörsturz auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, sondern schnellstmöglich einen Termin beim HNO Arzt vereinbaren. Obwohl sich die Probleme beim Hören in den nächsten Tagen einstellen sollten.

Wer bekommt einen Hörsturz?

Im Prinzip gibt es keine spezifische Risikogruppe, sodass ein Hörersturz tatsächlich jeden treffen kann. Einzig und allein bei Kleinkindern ist es relativ unwahrscheinlich, dass die Kleinen unter der besonderen Innenohrschwerhörigkeit leiden.

Die deutsche Tinnitus Liga geht heute davon aus, dass über 150.000 Menschen jährlich in Deutschland an einem Hörsturz leiden.

Darüber hinaus ist von weitaus schwerwiegenderen Anteilen und Erkrankungen auszugehen.

Was sind die Ursachen für einen Hörsturz?

Die häufigste Ursache, die zu einem Hörsturz führt, ist eine Störung der Durchblutung des Innenohr. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, denn die genauen Ursachen können wir unabhängig von Ihrer körperlichen Konstitution und individuellen Situation nicht aufklären. Zu den häufigsten Ursachen vom Hörsturz gehören immer noch enormer Stress, Druck und Belastungen im Alltag. So können psychische Faktoren dieses Phänomen begünstigen.

Durchblutungsstörungen im Ohr

Tatsächlich führen Stress und Belastungen zu körperlichen Problemen, wenn diese auf Dauer den gesamten Organismus  beeinflussen. Gerät der Körper unter Stress, schüttet er Adrenalin aus, was den Verschleiß der Halswirbelsäule mit sich bringt und auch zu einer Verminderung der Durchblutung im Ohr führt.

Zu den geläufigen und schwerwiegenden Krankheiten gehören

  • Schlaganfall,
  • Blutdruckprobleme und
  • Stoffwechselprobleme
  • sowie Herzerkrankungen.

Ein Grund mehr, den eigenen Alltag zu hinterleuchten und für ein ausgeglichenes Maß an Erholung, Belastung, Herausforderung und Motivation zu sorgen.

 Weitere Ursachen für den Hörsturz:

  • Virusinfektionen, Mumps, Masern, HIV, Herpes
  • bakterielle Entzündungen: Mittelohrentzündung oder Borreliose,
  • zu hoher Cholesterinspiegel,
  • übertriebener Nikotingenuss.

Hätten Sie vielleicht vermutet, dass Sie in der Folge von schweren Lasten das runde Fenster direkt dem Innenohr verletzen können? Immer wenn der Druck im Innenohr so hoch wird, gehen Perilymphe in das Mittelohr über und es ist von der Perilymphfistel die Rede.

Was sind die Symptome für einen Hörsturz?

Zumeist fällt es Betroffenen sofort auf, wenn sich ein Hörproblem auf einer Seite plötzlich bemerkbar macht. Obwohl ein Absturz auch nur auf bestimmte Frequenzen zutreffen kann. Eines steht an dieser Stelle fest, die Variabilität ist enorm, sodass

  1. einige unter einer leichten Beeinträchtigung des Hörens leiden und
  2. andere wiederum vollkommen taub sind.

In den meisten Fällen tritt der Hörsturz in Form eines Gefühls von Watte im Ohr auf. Parallel dazu kommt es im Ohr zu Geräuschen, die an einen Tinnitus erinnern. Aber auch verzerrtes Hören, verzerrte Störgeräusche, ein Gefühl von Schwindel und Benommenheit gehen mit einem Hörsturz einher.

Was tun bei einem Hörsturz?

Viele Betroffene berichten, dass direkt vor dem Hörsturz ein unmittelbarer Druck im Innenohr zu verspüren ist. Zumeist treten keinerlei Schmerzen auf, sodass Sie Ruhe bewahren sollten. Es wäre jetzt nicht ratsam, dem Körper weiterem Stress auszusetzen.

Bei jeglichem Verdacht auf einen Hörsturz, sollten Sie schnellstens zum HNO Arzt gehen. Gerade wenn die Beschwerden mehr als ein bis zwei Tage bestehen, ist ein Arztbesuch unerlässlich. Gemeinsam werden Sie nun der Krankengeschichte und möglichen Vorerkrankungen nachgehen. Durch ein Ohrmikroskop wirft der Arzt einen Blick in das Innere Ihres Ohres und wird einen Hörtest durchführen. So kann er herausfinden, wie akut Sie von dem Hörsturz betroffen sind.

Weber Versuch: Bei diesem Test hält ein Arzt seinem Patienten eine schwingende Stimmgabel auf den Scheitel. Der Patient muss nun feststellen, an welcher Seite er den Ton deutlicher hört. Tatsächlich werden die Töne durch die Knochen weitergeleitet. Ein gesunder Patient ist in der Lage, auf beiden Seiten einen gleich lauten Ton wahrzunehmen. Wohingegen Patienten mit einem Hörsturz, den Ton auf dem gesunden Ohr lauter wahrnehmen.

Behandlung von einem Hörsturz

Das Ziel der Behandlung sollte sein, die Einschränkung im Hörvermögen bestmöglich abzustellen. Leider übernehmen viele gesetzliche Krankenkassen die eigentlich notwendige Behandlung nicht. Hier sollten Sie unbedingt mit Ihrem HNO Arzt sprechen. In den meisten Fällen veranlassen die Ärzte eine Akutbehandlung und setzen Kortisonpräparate ein.

Ist jedoch das runde Fenster im Innenohr betroffen, kommen Sie um eine Operation nicht herum.

Beim symptomatischen Hörsturz müssen Sie die eigentlichen Ursachen ergründen und diese Basiserkrankung bekämpfen. Das ist zumeist über Antibiotika bei bakteriellen und viralen Infektionen möglich. Hier ist es natürlich sinnvoll, mit anderen Fachbereichen zusammenzuarbeiten, um zum Beispiel zu hohen Blutdruck oder Diabetes folgerichtig zu behandeln.

Erleiden Sie einen Hörsturz, benötigen Sie Erholung und Ruhe, denn so können Sie die Heilung positiv vorantreiben. Das gilt auch für eine sinnvolle Vorsorge, den zumeist können der Druck und die Belastung des Alltags einen Hörsturz begünstigen.

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