Gesundheit

Brustwarzen Schmerzen bei Berührung – Mamille Schmerzen

Ursachen und Symptome Schmerzender Brustwarzen

Fachärzte sehen in der Brustwarze, der Mamille, das Ende der Milchdrüsen, die ein Mensch mit auf die Welt bringt, vollkommen unabhängig von den sekundären Geschlechtsmerkmalen. Bei den Männern übernehmen die Brustwarzen keinerlei Funktionen, anders als bei der Frau. Leiden Sie unter schmerzenden Brustwarzen, sobald Sie diese berühren? Kommt es zu Brustwarzen-Schmerzen, ist das nicht nur unangenehm, sondern auch mit Sorgen verbunden.  Wir wollen aufklären, was dahinter steckt.

Schmerzende Brustwarzen

Schmerzende Brustwarzen bei Berührung – Weibliche Brust Anatomie Urheber: nerthuz / 123RF

Im Prinzip ist jede weibliche Brust anders aufgebaut. Das macht sich nicht nur in einer unterschiedlichen Größe und Form bemerkbar, sondern auch in einer verschieden ausgeprägten Sensibilität und Aktivität der Milchdrüsen. So können Brustschmerzen auf diese Ursache zurückführen.

Ursachen für schmerzende Brustwarzen

Tatsächlich gehört der Schmerz in der Brust zu einer der häufigsten Beschwerden, über die Frauen klagen. Einige Damen leiden unter einem ziehenden und stechenden Schmerz, andere klagen über Spannungsgefühle und Schweregefühle, die bis in die Brustwarze hinein reichen. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die unterschiedlichen Ursachen für schmerzende Brustwarzen werfen.

 

MASTALGIE:

Kommt es zu schmerzenden Brustwarzen außerhalb des weiblichen Zyklus haben wir es mit der Mastalgie zu tun. Hier können Erkrankungen des Herzens und der Wirbelsäule die Ursache sein. Andere Damen leiden aufgrund eines zu großen Busens unter Schmerzen in den Brustwarzen. Dafür gibt es spezifische Büstenhalter, die selbst eine sehr große Brust entsprechend stützen, um unangenehmen Schmerzen entgegenzuwirken. Zu den ernsthaften und besorgniserregenden Ursachen gehört das Mammakarzinom – zu Deutsch: Brustkrebs.

Sollten die Schmerzen nicht nachlassen und über eine längere Zeit hinweg andauern, sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt und lassen Sie Ihre Brust untersuchen. Ohnehin sollten Damen ab 35 Jahren sich regelmäßig einer Mammographie unterziehen. Hier wird die Brust auf mögliche Unregelmäßigkeiten untersucht.

 

MASTODYNIE:

Jede Frau, die zum ersten Mal ihre Periode bekommt, macht auch Bekanntschaft mit dem prämenstruellen Syndrom – kurz PMS. In diesem Zusammenhang verstärkt sich das Hungergefühl, es kommt zu Gemütsschwankungen, einer erhöhten Reizbarkeit und eben schmerzenden Brustwarzen. Die Mediziner sind sich bis heute nicht darüber im Klaren, was die eigentlichen Ursachen für diese Schmerzen sind. Dennoch gehen die Vermutungen auf Sexualhormone, wie Progesteron und Östrogen zurück, sie signalisieren dem weiblichen Körper, Schwangerschaft und aktivieren die Milchdrüsen. Tatsächlich können dieses Schmerzempfinden sowie zusätzliche Wasser-Einlagerungen parallel dazu auftreten.

Tatsächlich gehören schmerzende Brustwarzen zu einem typischen prämenstruellen Syndrom. Bevor junge Damen zum ersten Mal ihre Tage bekommen, leiden sie oft unter starken Schmerzen direkt in der Brust, die bis in die Brustwarzen hineinziehen. Hinzu kommen eine erhöhte Reizbarkeit, starker Hunger und Gemütsbewegungen. Tatsächlich kann sich sogar etwas Wasser in den Brüsten ablagern, dass diese Beschwerden nach sich zieht.

 

GYNÄKOMASTIE:

Auch Männer können unter schmerzenden Brustwarzen leiden, vor allen Dingen wenn der Körper zu viel Östrogen ausschüttet. Gerade bei adipösen Jungen tritt dieses Syndrom in der Pubertät auf, da die Hormone zu einer Stimulation des Brustdrüsengewebes führen. Der Körper produziert zudem überschüssiges Fettgewebe, was wiederum das Wachstum der männlichen Brust anregt. Gleiches passiert, wenn nach 50 zum Beispiel der Testosteronspiegel absinkt, demnach kann sich die Figur des Mannes gerade bei einem kräftigeren Aufbau verändern.

 

SCHWANGERSCHAFT:

Überhaupt nicht ungewöhnlich sind schmerzende Brustwarzen in der Schwangerschaft. Schließlich bereitet sich die Brust auf die Milchproduktion vor. Damit einher geht eine Steigerung des Brustvolumens. Sollten die Beschwerden Überhand nehmen, ist es nicht notwendig, sich allein damit herumzuplagen. Der Arzt wird eine Behandlung einleiten.

 

STILLEN:

Gerade das Stillen direkt nach der Geburt ist für die Brustwarzen äußerst strapaziös, da sie diese Belastung gar nicht gewohnt sind. Andere Mütter leiden unter Milchstau, in diesem Fall kann die Milch nicht vollständig abgeleitet werden und staut sich in der Brust. Andere Möglichkeiten und Ursachen sind die Entzündung der Milchkanäle oder Infektionen über Bakterien, die sich im Mund des Kindes befinden. Häufig sind die falsche Saugtechnik, eine ungünstige Haltung beim Stillen oder ein nicht ausreichendes Umfassen der mütterlichen Brust für die wunden Stellen und Schmerzen verantwortlich.

Schmerzen in Schwangerschaft: Eine Frau, die eine Schwangerschaft mitmacht, durchläuft einen komplexen Prozess der Umorientierung, der mit Hormonschüben und körperlichen Entwicklungen einhergeht. So bilden sich die Milchdrüsen erst in der Schwangerschaft aus. Sie bereiten sich auf das spätere Stillen vor. Schwangere klagen regelmäßig über schmerzenden Brustwarzen und eine Zunahme des Brustvolumens.

 

MASTOPATHIE:

Frauen durchlaufen im Alter von 30-50 zunehmende Umbauprozesse, die sich in dem Brustdrüsen abspielen. So leiden mittlerweile 80 % aller Damen genau in diesem Altersabschnitt unter der Mastopathie. Dabei führen die häufigsten Untersuchungen hier auf die Menopause zurück und auf eine Umstellungsphase des gesamten weiblichen Körpers. Aber auch Störungen im Hormonhaushalt und eine Schilddrüsenunterfunktion kann für schmerzende Brustwarzen verantwortlich sein.

 

MASTITIS:

Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der Brustdrüsen, die bei Schwangeren, frisch gebackenen Müttern und stillenden Frauen auftritt. Damit einher gehen Symptome, wie Fieber, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, eine Anschwellung der Lymphknoten und Schwindelgefühle. Auch außerhalb vom Wochenbett ist es möglich, dass eine Frau unter schmerzenden Brustwarzen leidet.

 

MASTALGIE:

Kommt es zu schmerzenden Brustwarzen außerhalb der Regelblutung, wird dieses Syndrom als Mastalgie bezeichnet. Die häufigsten Ursachen für diese Schmerzen sind Herzerkrankungen, sowie Krankheiten der Rücken und Wirbelsäule. Andere Damen leiden unter schmerzenden Brustwarzen, wenn sie schlichtweg eine sehr große Oberweite oder aber am Ende des Tages den BH abgelegt haben. Eine ernsthafte und schwerwiegende Ursache von schmerzenden Brustwarzen ist das Mammakarzinom: Brustkrebs.

Aus diesem Grund ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen die eigene Brust abzutasten, um Knötchen oder eine Veränderung frühestmöglich zu erkennen. In diesem Fall sollten Sie auf keinen Fall länger warten und sofort einen  Termin beim behandelnden Frauenarzt vereinbaren.


Medikamente und Alkohol:

Tatsächlich gibt es einige Medikamente, die zu diesen Schmerzen führen, ebenso wie Übergewicht und Alkoholkonsum. Sensible Frauen und Männer reagieren auf bestimmte Pflegeprodukte mit Schmerzen und Entzündungen, die aber mit einem Hautausschlag einhergehen.

 

schmerzende Brustwarzen © SENTELLO

 

Behandlung bei schmerzenden Brustwarzen

Oftmals helfen einige Hausmittel, wie zum Beispiel Ringelblume, Nachtkerze und Aloe Vera ebenso wie Kräutersalben, gegen schmerzenden Brustwarzen. Darüber hinaus sollten Sie versuchen, möglichst schonende Kleidung zu tragen, die ihre Brustwarzen nicht weiter reizen.

Insbesondere im Zyklus, vor der Regelblutung und in der Schwangerschaft, sollten weder Textilien noch Pflegemittel oder zu starke Beanspruchungen die Haut und die Brustwarzen reizen. Zudem können enorme Kälteeinwirkungen ebenfalls zu schmerzenden Brustwarzen führen. Sind diese Schmerzen zyklusbedingt, lassen Sie diese von einem Frauenarzt abklären.

Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Hausmittel, die einen leichten Schmerz in den Griff bekommen. Frei verkäuflich in Reformhäusern und Apotheken sind die Kräutersalben und Öle, die schmerzlindernd die Brustwarzen und den Warzenvorhof beruhigen.

  • Ringelblume,
  • Aloe Vera,
  • Nachtkerze und
  • Arnika

 

sind in diesem Bereich zu empfehlen. Diese Hausmittel zeigen vor allen Dingen ihre Wirkung, wenn es sich um die oben beschriebenen prämenstrualen Syndrome handelt.

Leiden Frauen mit einem großen Busen unter schmerzenden Brustwarzen, sollten Sie sich unbedingt nach neuer Unterwäsche umsehen. Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten. Oftmals tragen Frauen einen viel zu kleinen oder schlechtsitzenden BH, die Brust leidet darunter und schmerzen nach einem langen Tag.

Bestenfalls sollten Sie Schmerzen und Abnutzungen der Brustwarzen beim Stillen vorbeugen mit Salben, homöopathischen Mitteln, Heilwolle und Cremes. Wobei diese in ihrer Wirkung nur bedingt erfolgreich sind. So sollte man vielmehr an der Stilltechnik arbeiten, als über die gesamte Stillzeit mit den Schmerzen oder den Heilmitteln zu leben.

Vermeiden Sie jede Form der Kälteeinwirkung, denn diese kann den spannenden Brustschmerz hervorrufen. Darüber hinaus sollten Sie auf andere Symptome achten, denn es kann auch eine Infektion oder eine ernsthafte Erkrankung hinter den schmerzenden Brustwarzen stecken. Auf jeden Fall ist es ratsam, den Frauenarzt aufzusuchen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Liegt zum Beispiel ein hormonelles Ungleichgewicht vor, veranschlagen viele Ärzte eine Hormontherapie über Präparate, so dass auch Männern mit einer übermäßigen Einlagerung von Fettgewebe in den Brüsten und damit einhergehenden Schmerzen geholfen werden kann.

 

Bei allen Schwangeren oder stillenden Frauen helfen die Frauenärzte und die Hebammen. Eine gesunde und sinnvolle Technik beim Stillen kann über Anstrengungen und eine übermäßige Abnutzung der Brustwarzen entgegenwirken. Gönnen Sie sich jede Menge Ruhe und Erholung, das kann sich auf den gesamten Organismus förderlich auswirken.

 

Fazit

Schmerzenden Brustwarzen sind oftmals auf Hormone, eine Überanstrengung und eine Überlastung zurückzuführen. Auch wenn überwiegend Frauen an diesem Syndrom leiden, sind auch einige Männer davon betroffen. Zunächst einmal gilt es, den Schmerz zu lokalisieren und wenn möglich zu einem der Hausmittel, Krämpfe und Öle zu greifen, um sich Erleichterung zu verschaffen. Treten die Schmerzen und Beschwerden über mehrere Tage und Wochen immer wieder auf, kann nur ein Arzt mit einer entsprechenden Behandlung weiterhelfen.

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