Schmerzen in der Ferse – Symptome und Behandlung

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Was sind Fersenschmerzen?

Ob unter Belastung oder in Ruhestellung: Schmerzen in der Ferse können auf Entzündungen der Sehnenplatte oder direkt auf den Fersensporn zurückführen. Vorab gilt es, den Schmerz genauestens zu beschreiben und die eigentliche Stelle zu lokalisieren.

In der Fachsprache werden Fersenschmerzen als Tarsalgie bezeichnet. Die Ursachen können unterschiedlicher Natur sein und treten bei Sportlern und Leistungssportlern vor allen Dingen nach Überlastung auf. Handelt es sich um einen Auswuchs der Knochen, treffen wir auf den Fersensporn, den wir eigentlich recht unkompliziert mit bloßem Auge erkennen.

Fersen Erkrankungen Schmerzen
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Schwerwiegende Ursachen können auf

  • Knochenbrüche,
  • Rheuma oder
  • Durchblutungsstörungen zurückführen,

die intensive Schmerzen in der Ferse hervorrufen.

 

Die Schmerzen in der Ferse genauer beschreiben

Betroffene sollten ihre Schmerzen genauestens beschreiben, um der eigentlichen Ursache schnellstmöglich nachzugehen. So spielt es eine Rolle, ob es zu den Beschwerden bei der Belastung oder im Ruhezustand kommt. Man spricht bei den Schmerzen im unteren Bereich der Ferse vom plantaren Fersenschmerz, der oftmals seine eigentliche Ursache in der Entzündung der Sehnenplatte hat. Bei einem dorsalen, oberen Schmerz geht der Blick auf den Ansatz im Bereich der Achillessehne und eine damit zusammenhängende Überlastung oder folgende Entzündung.

 

Nun wollen wir der eigentlichen Krankheit nachgehen, um auf Dauer die Schmerzen loszuwerden. Handelt es sich zum Beispiel um eine Entzündung im Bereich der Fußsohle oder der Sehnenplatte treten in diesem Fall oftmals Druckschmerzen oder Belastungsschmerzen auf. Es ist möglich, dass die ersten Belastungen sich schon am Morgen ankündigen und soweit führen, dass das Gehen unmöglich wird.

Bei solch einer Form der Entzündung kann es zu Anfang zu Belastungsschmerzen kommen, die dann über den Verlauf des Tages immer stärker werden.

 

Schmerzen & Ursachen: Fersensporn

Im Prinzip erkennen wir den Fersensporn an einem Knochenauswuchs, der sich direkt am Fersenbein zeigt und wie eine Dorne aussieht. Die Ärzte können feststellen, ob es sich um einen unteren oder um einen oberen Fersensporn handelt. An der Stelle, wo die kürzeren Fußmuskeln und die Sehnenplatte der Sohle zusammentreffen, bildet sich der untere Fersensporn. In diesem Zusammenhang kann es zu heftigen Druckschmerzen kommen, die in starken Fällen bis auf den Vorderfuß reichen. Seltener ist der obere Fersensporn, der vor allen Dingen Beschwerden im Gehen und im Laufen bei äußerst festem Schuhwerk nach sich zieht.

 

Schmerzen in der Ferse und Achillessehne

Treten die Fersenschmerzen vor allen Dingen im oberen Bereich der Ferse auf, ist die Achillessehne oftmals der Schuldige. Sie verbindet das Fersenbein mit dem Wadenmuskel und kann bei Veränderungen schnell zu unangenehmen Druckschmerzen führen.

Eine weitere Ursache ist eine Schleimbeutelentzündung, die zwischen dem Fersenbein der Achillessehne gelegen ist. Aber auch altersbedingte Ursachen wie Gicht oder das falsche Schuhwerk über eine längere Zeit können zu diesen Problemen führen.

Wenn die Knochen brechen, handelt es sich um einen Fersenbeinbruch, der heftige Schmerzen nach sich zieht. Eine weitere Ursache ist der Ermüdungsbruch, der infolge von zu heftiger Belastung und dauerhaftem Stress vor allen Dingen im Leistungssport zu Tage tritt. Diese Knochenbrüche können nicht nur in der Ferse, sondern auch im Schienbein und im Mittelfuß auftreten.

 

Was ist das S1 Syndrom?

Hat sich ein Nerv im Bereich der Wirbelsäule eingeklemmt, ist von einem S1 Syndrom die Rede, das tatsächlich Fersenschmerzen als eines seiner Symptome hat. Die eigentliche Ursache ist die Einblendung der Nervenwurzel wodurch direkt am Kreuzbeinwirbel das Rückenmark austreten kann. Dies ist meist eine leidvolle Begleiterscheinung von einem vorhergehenden Bandscheibenvorfall und vor allen Dingen im Bereich der Oberschenkel und Unterschenkel lokalisiert, die bis zur Ferse ausstrahlt.

 

Was ist das Tarsaltunnel Syndrom?

Tarsaltunnel Syndrom: Bei diesem Syndrom liegt ebenfalls ein eingeklemmter Nerv vor. Der Schienbeinnerv läuft durch den Tarsalkanal, der einem Tunnel ähnelt und die Innenfläche am Sprungbein und Fersenbein wie ein Dach schützt. Ein ungewöhnliches Empfinden und das Gefühl von Ameisenlaufen gehören zu den weitläufigen Symptomen für dieses Syndrom. Die heftigen Fersenschmerzen können bis zur Wade hin reichen. Weitere Begleiterscheinungen sind ungewöhnliche Druckschmerzen am Innenknöchel.

 

Fersen Schmerzen umgehen und vorbeugen

In den meisten Fällen sind Veränderungen in den Gelenken für die Schmerzen in der Ferse verantwortlich, dem kann man von Anfang an mit einem kontrollierten Stoffwechsel und Körpergewicht entgegenwirken. Zudem ist es ratsam, den eigenen Füßen regelmäßig eine wohltuende Behandlung zukommen zu lassen.

Gerade in der Jahreszeit, in der Füße in dicken Socken und Winterschuhen stecken, sollten Sie regelmäßig atmen und ein wechselwarmes Bad genießen. Beim Sport und bei hohen Belastungen ist es sinnvoll, regelmäßig die Socken zu wechseln, da andernfalls ein mieses Klima entstehen kann.

Treten zur Hornhaut zusätzliche Schwielen auf, sollten diese schnellstmöglich mit einem Bimsstein oder einer Feile entfernt werden. Im Nachhinein tragen Sie noch etwas wohltuende Salbe auf und wiederholen diese Fußpflege in regelmäßigen Abständen. Ein lauwarmes Wasserbad/Fußbad mit Salzen kann ebenso wohltuend für die geschundene Haut sein.

 

ACHTUNG: Finger weg von Warzen und Hautveränderungen, diese könnten sich nur zu schnell infizieren.

Laufen Sie, wenn möglich, in Schwimmbädern und den Sporthallen niemals barfuß, sondern nutzen Sie Badelatschen oder Flipflops. Auf diese Weise können Sie Fußprobleme vermeiden. Gerade Diabetes Patienten gehören zur Risikogruppe der Gefäßerkrankungen, die hier ganz besonders vorsichtig sein sollte.

Zudem gibt es mittlerweile für alle Betroffenen mit einem Fersensporn eine wirklich heilende Gymnastik bestehend aus speziellen Übungen für Sehnen und Muskeln, die zum Ziel haben das Fußgewölbe zu kräftigen. Praktische Tipps gibt es direkt beim Orthopäden oder beim Hausarzt. Es lohnt sich, frühzeitig aktiv zu werden, um schwerwiegenden Folgen und chronischen Schmerzen von Anfang an aus dem Weg zu gehen.

 

FAZIT:  Wann muss ich zum Arzt gehen?

Prinzipiell ist es ratsam, bei andauernden Schmerzen in der Ferse zum Arzt zu gehen, wenn diese nicht mit einer Entlastung oder Kühlung in den Griff zu bekommen sind. Gerade wenn es sich um einen Fersensporn handelt, können Sie allein gar nichts ändern. Auch wenn die Schmerzen unter der Belastung zunehmen, sollten Sie sich schnellstmöglich in ärztliche Behandlung begeben. Knochenbrüche, Infektionen und Überlastungen gehören zu den häufigen Ursachen neben dem Tarsaltunnelsyndrom und dem S1 Syndrom, die wiederum ihre Ursache in einem eingeklemmten Nerv haben.

 

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