Schlafapnoe – Symptome und Therapie

710

Ursachen von Schlafapnoe und Risiken für die eigene Gesundheit

Schlafapnoe – kurz SAS – nimmt Bezug auf einen unterbewussten Zustand. Im Zuge des Nachtschlafs kommt es zu vereinzelten Atemstillständen. Erste Symptome zeigen sich in auftretender Tagesmüdigkeit und im ständigen Zwang, immer wieder einschlafen zu wollen. Hier ist vom so genannten Sekundenschlaf die Rede. Schlafapnoe beeinflusst den ganzen Alltag und zieht weitere Folgeerkrankungen nach sich. In diesem Beitrag werden wir das Krankheitsbild, die Symptome und die Behandlungschancen unter die Lupe nehmen.

Schlafapnoe
Schlafapnoe Symptome und Risisken – Urheber: bialasiewicz / 123RF.com

 

Was ist unter Schlafapnoe zu verstehen?

Zuerst einmal wäre es sinnvoll, die Aussprache deutlich zu erläutern, sodass selbst Ärzte fälschlicherweise Schlafapnoe als „Apnö“ bezeichnen, wobei die beiden Zustände nichts miteinander zu tun haben. Der temporäre Atemstillstand während des Schlafens geht mit einem Anstieg des Kohlendioxidgehalts einher, was den Körper aufweckt. Mit diesen Symptomen kommt es zu erhöhtem Puls und einer Intensivierung der Körperfunktionen. Von einem erholsamen Schlaf ist nicht mehr auszugehen: Die meisten Betroffenen klagen über den ganzen Tag hinweg über eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit. Tatsächlich unterscheidet Schlafmedizin ausgeprägte Formen und Intensitäten der Schlafstörungen.

Bei der Atmung handelt es sich um einen unwillkürlichen Vorgang, den kein Mensch bewusst steuert. Der sinkende Kohlendioxidgehalt geht mit dem Eingang des Atemimpulses einher. Erst wenn der Partialdruck unter eine bestimmte Grenze fällt, kommt es zur Ohnmacht. Im direkten Vergleich dazu tritt bei der Schlafapnoe ein vorübergehender Atemstillstand auf, was durch einen erhöhten Partialdruck im Blut deutlich wird. Bevor der Körper in eine Ohnmacht übergeht, setzt diese Weckreaktion ein.

 

Die häufigsten Syndrome der Schlafapnoe

Eine der häufigsten Formen ist das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, kurz OSAS, das seine Ursache in einer willkürlich einsetzenden Entspannung der ringförmigen Muskulatur in den oberen Atemwegen während des Schlafens hat. Der Mund- und Nasenrachen kann dem restlichen Organismus nicht mehr genug Druck entgegenbringen, sodass die oberen Atemwege zusammenfallen und sich eine Behinderung in Gang setzt. In krankhaften Zuständen kann der Atemstillstand eine Dauer von 10 Sekunden annehmen und geht mit einer gefährlichen Reduktion der Sauerstoffsättigung einher.

 

Ursachen und Symptome von Schlafapnoe erkennen und handeln

Klare Ursachen zu benennen ist im Falle der Schlafapnoe tatsächlich äußerst schwierig. Es sind vielmehr Risikofaktoren, die dieses Syndrom begünstigen, wie

  • Übergewicht,
  • eine Nasenscheidewandkrümmung,
  • Rachenmandeln,
  • Alkoholkonsum,
  • Fehlbildungen und Fehlstellung des Unterkiefers,
  • abnormale Vergrößerungen in den Weichteilen,
  • Erkrankungen im Bindegewebe,
  • Hirntumore,
  • Aufenthalt in größeren Höhen und
  • spezifische Medikamente für die Atemwege.

 

Den folgenden Symptomen treten häufig im Zusammenhang mit Schlafapnoe auf:

  • Tagesmüdigkeit,
  • Mundtrockenheit,
  • Schlafattacken,
  • Impotenz,
  • unruhiger Schlaf,
  • Schlafstörungen und Kopfschmerzen sowie
  • stark ausgeprägtes nächtliches

 

Therapieformen und Behandlung von Schlafapnoe

 

Eine stark ausgeprägte Form von Schlafapnoe zieht chronische Gesundheitsstörungen im Herzkreislauf-System nach sich und begünstigt das Auftreten von Schlaganfällen. Neben dem Verzicht auf Nikotin oder der Gewichtsreduktion kann eine operative Behandlung die Atemwegsbehinderungen aus dem Weg räumen. Zudem berichtet man über positive Nebeneffekte, wenn die Betroffenen sich intensiv mit der Atmung auseinandergesetzt haben und diese zum Beispiel über das Spielen von Blasinstrumenten gestärkt haben.

Weitere Verbesserungen erreichen Therapiegeräte, die wie ein Gebläse aussehen und dem Patienten als Maske über Kopf und Nase gezogen werden. Über einen leichten Überdruck von 5-20 mbar kann das Zusammenfallen der oberen Atemwege verhindert werden. In diesem Zusammenhang lassen sich partielle und volle Gesichtsmasken voneinander unterscheiden. Zudem benötigen die meisten Patienten eine gewisse Eingewöhnungsphase.

 

Fazit: Was Sie bei Schlafapnoe tun können

Bei massiven Schlafproblemen muss es sich nicht zwangsläufig um Schlafapnoe handeln. Dennoch sollten Sie sich in professionelle Hände begeben und bei ausgeprägter Tagesmüdigkeit und Sekunden-Schlafattacken einen Facharzt aufsuchen. Der unterbewusste Atemstillstand während der Nacht kann weitere risikobehaftete Krankheiten nach sich ziehen und sich zudem negativ auf das ganze Leben auswirken. Über gezielte Therapiemaßnahmen und Schlafmasken gehen Sie dieser Gefahr konsequent aus dem Wege.

 

mehr erfahren:

www.schlafmedizin.de/wissen/schlafapnoe/kategory/symptome.html

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne ( Sie dürfen als erster diesen Artikel bewerten.