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Sitzbäder im Test

Eine Blasenentzündung oder eine Pilzinfektion im Genitalbereich quälen jede Frau mindestens einmal im Leben. Kommt es öfter vor, macht bereits der nächste Besuch im Schwimmbad Angst, sich erneut mit einer dieser unangenehmen Infektionen anzustecken. Linderung kann dann meist ein Sitzbad verschaffen.

Sitzbäder helfen auch bei anderen Erkrankungen des Anal- oder Genitalbereichs oder nach Geburtsverletzungen. Ein Sitzbad ist eine Form der Bäderkunde, auch Balneologie oder Hydrotherapie genannt.

Die 10 besten Empfehlungen zu Sitzbäder

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Die Wirkung des Wassers sowie darin enthaltene Zusätze entfalten ihre Wirkung im Anal- und Genitalbereich und können so Linderung verschaffen. Betroffene sitzen dabei so im Wasser, das lediglich der untere Bereich des Oberkörpers, maximal bis zum Bauchnabel, sowie die der obere Bereich der Oberschenkel mit dem Badewasser und den darin enthaltenen Badezusätzen in Berührung kommt.

Doch wie soll man ein Sitzbad einrichten, wenn man zuhause kein Bidet hat?

Das Waschbecken ist meist zu klein und zu hoch, sodass ein bequemes Sitzen nicht möglich ist. Die Badewanne, wenn vorhanden ist ebenso wie die Duschwanne zu groß. Was macht man also, wenn man die heilende Wirkung des Sitzbades genießen möchte?

Ganz einfach: Alles was man braucht ist eine Toilette und eine Abfalltüte sowie etwas Klebeband. Neugierig geworden? Dann lies weiter!

Sitzbad in der Toilette mit Hilfe einer Abfalltüte – kurz erklärt

  • Mit Hilfe einer stabilen Mülltüte und einer Toilette ist ein Sitzbad jederzeit verfügbar
  • Montage: Toilettendeckel hoch, Mülltüte drüber, Zipfel der Tüte verknoten, Toilettendeckel runter
  • Lauwarmes Wasser und Badezusatz einfüllen, Sitzbad entspannt auf der Toilette genießen
  • Eine lauwarme Decke und ein bereit gelegtes, sauberes Handtuch sind nützliche Helfer
  • Ein Sitzbad kann zehn bis 15 Minuten genossen werden

Ein Sitzbad in der Toilette – die Abfalltüte macht es möglich

Ein Sitzbad ist für viele unangenehme Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich eine sinnvolle Behandlungsmethode, die schnell Linderung verschafft und mit ein paar kleinen Hilfsmitteln jederzeit verfügbar. Alles was Du brauchst ist eine Toilette und eine stabile Mülltüte. Klappe den Ring Deines Toilettendeckels hoch und stülpe eine stabile und passende Mülltüte darüber.

Um zu verhindern, dass die Mülltüte im Anschluss zu weit nach vorne rutscht, musst Du die Zipfel der Mülltüte zusammenknoten. Anschließend musst Du den Ring Deines Toilettendeckels wieder zurück klappen. Die von Dir verwendete Abfalltüte bietet nun eine Art „Schüssel“ für Dein Sitzbad, welches Du bequem auf der Toilette genießen kannst. Dazu musst Du jetzt lediglich lauwarmes Wasser und den verordneten Badezusatz in die Mulde der Abfalltüte geben. Um eine schnelle Linderung im Notfall zu erzielen, zum Beispiel bei einer Pilzinfektion, kann auch ausschließlich lauwarmes Wasser eine Hilfe sein. Setzt Du Dich nun auf die Toilette, kommen nur die befallenen, infizierten Bereiche mit dem Sitzbad in Berührung. Am besten nimmst Du noch eine Wolldecke mit, damit Deine Beine nicht kalt werden, während Du das Sitzbad genießt.

Praktisch ist es auch, wenn Du Dir im Vorfeld ein sauberes Handtuch bereit legst, um Deinen Genitalbereich anschließend trocken zu tupfen. Dieses Handtuch solltest Du jedoch nur einmal benutzten und im Anschluss bei 60 Grad waschen. Genieße das Sitzbad ungefähr zehn bis 15 Minuten. Bei Kindern kann es hilfreich sein, während der Zeit eine Geschichte vorzulesen oder ein Hörspiel abzuspielen. Kleine Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt ein Sitzbad einnehmen. Achte darauf, dass Dein Kind nicht mit dem Badewasser in der Mülltüte spielt. Keime oder Bakterien gelangen so über das warme Badewasser an den Händen an andere Stellen des Körpers.

Nach der Zeit im Sitzbad kannst Du die Abfalltüte mit einer Schere oder einem Messer in der Mitte anstechen oder anschneiden. Die Lösung, die Dir als Sitzbad gedient hat, läuft nun in die Toilette und kann im Anschluss herunter gespült werden. Du kannst auch ausprobieren, ob ein langsames Abziehen der Abfalltüte von der Toilettenbrille den gleichen Effekt hat. Die Abfalltüte kannst Du im Anschluss entsorgen.

Diese Möglichkeit, ein Sitzbad zu genießen ist nicht nur praktisch, sondern auch kostengünstig. Zwar kann man mittlerweile auch passende Einsätze für die Toilette kaufen, doch eine Rolle Abfalltüte ist um ein vielfaches günstiger und kann im Anschluss einfach entsorgt werden und muss nicht, wie der Einsatz, aufwendig gereinigt werden, um eine Verbreitung und Vermehrung der Keime, die Du bekämpfen möchtest, zu vermeiden.

Wann hilft Dir ein Sitzbad?

Ein Sitzbad hat viele Vorteile: Das Badewasser wirkt wohltuend und lindert Deine Beschwerden. Zusätzlich wird Dein Genital- und Analbereich gründlich gereinigt. Sitzbäder sind grundsätzlich eine unterstützende Maßnahme, die Deinen Heilungs- und Genesungsprozess positiv begünstigen können. Am besten fragst Du Deinen Arzt, ob Dir Sitzbäder helfen, ein wenig Linderung zu verschaffen.
Sitzbäder können neben unterschiedlichen Badezusätzen auch in der Wahl der Badetemperatur unterschiedlich wirken. So wirken warme Sitzbäder entspannend auf die Muskulatur und je nach Badezusatz entzündungshemmend.

Wähle warmes Badewasser bei:

  • Analfissuren (Einrisse der Haut- und Schleimhaut des Afters)
  • Geburtsverletzungen
  • Hämorrhoiden
  • bei Juckreiz im Genital- und/oder Analbereich
  • bei Scheidenentzündungen (Frauen) oder Entzündungen der Vorhaut (Männer)
  • Blasenentzüdungen
  • Schuppenflechte im Genital- oder Analbereich
  • Bei Kindern mit Windeldermatitis und Pilzinfektionen
  • Muskelverspannungen und Schmerzen am Steißbein
  • Verstopfung
  • Menstruationsbeschwerden

Achtung: Für Betroffene, die unter einer Herzschwäche leiden, eignen sich warme Sitzbäder nicht.

Kalte Sitzbäder werden oft als unangenehm empfunden und daher heute kaum noch angewendet.

Sitzbad
Sitzbad auf Toilette Copyright: mraoraor , bigstockphoto.com

Welche Badezusätze sind für Sitzbäder geeignet?

Badezusätze mit natürlichen Inhaltsstoffen verschaffen meist zusätzlich Linderung und können bei ungefähr 37 Grad Wassertemperatur ihre volle Wirkung entfalten. Besonders geeignet sind:

  • Kamillenblüten – Sie wirken entzündungshemmend, antibakteriell und fördern die Wundheilung nach Verletzungen.
  • Eichenrindenextrakt enthält Gerbstoffe, die die Haut austrocknen. Es eignet sich daher bei Entzündungen der Haut im Anal- und Genitalbereich oder bei Brennen, Juckreiz und Nässen von Hämorrhoiden.
  • Hamamelis wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und hat eine zusammenziehende Wirkung auf Schleimhäute
  • Kaliumpermanganat ist hilfreich bei Windeldermatitis und wirkt desinfizierend sowie gegen unangenehmen Juckreiz

Auch kann Dir Dein Arzt oder Ein Apotheker einen geeigneten Badezusatz für Sitzbäder empfehlen, der für Deine Beschwerden passend ist. Scheu Dich nicht, nachzufragen. Beschwerden, die mit Sitzbädern gelindert werden können, befallen eine Vielzahl anderer Menschen auch, sodass es Dir nicht unangenehm sein muss, darüber zu sprechen. Sitzbäder sollten jedoch nicht ausschließlich als Therapie- und Behandlungsmethode genutzt werden, es sei denn, es ist mit dem Arzt so abgesprochen. Bei länger anhaltenden Beschwerden oder einer Verschlechterung Deiner Symptome solltest Du auf jeden Fall (erneut) Deinen behandelnden Arzt kontaktieren.

Und nach dem Sitzbad?

Nach Sitzbädern solltest Du Dich bei Bedarf mit kälterem Wasser abspülen. Erkrankte oder verwundete Stellen solltest Du nur durch leichtes Abtupfen trocknen. Ruhe im Anschluss in Form eines Mittagsschlafs unterstützt die heilende Wirkung.

Quellen

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