Phytotherapie gegen Depressionen

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Die Weltgesundheitsorganisation hat Depressionen auf den zweiten Platz der wichtigsten Volkskrankheiten gesetzt. Mittlerweile leiden circa 80 % unter leichten bis mittelschweren Depressionen. Diese Form der Erkrankung wird durch Phytopharmaka behandelt.

Was in der Anwendung dieser Medikamente und bei deren Wirksamkeit zu beachten haben, lesen Sie in unserem Beitrag über die Phytotherapie gegen Depressionen.

Phytotherapie gegen Depressionen
Depression Urheber: racorn / 123RF

Woran sind Depressionen zu erkennen?

Professor H. Schilcher schreibt in seinem Werk „Leitfaden Phytotherapie“, dass allein ein Fünftel seiner allgemeinärztlichen Patienten unter dieser Krankheit leiden. Die häufigste Form ist die reaktive, die neurotische und die Charakter Depression.

Darüber hinaus sind Frauen 3 Mal so häufig von einer Depression betroffen, wie das männliche Geschlecht. Deutschlandweit geht man von einer Hochschätzung von 5 % der Bevölkerung aus, die unter Depressionen leiden. Mit dem Alter steigt auch die prozentuale Krankheitsrate auf bis zu 25 %. Zu den häufigsten Symptomen zählen unter anderem:

  • das Gefühl der traurigen Bestimmtheit,
  • Antriebsverlust,
  • Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit,
  • Thorax Druck und Atemnot,
  • abgeflachte Emotionen,
  • Interessenverlust an der eigenen Person unter an anderen.

Die Phytotherapie und die damit verbundenen Psychopharmaka zeigen vor allen Dingen bei leichten bis mittelschweren Ausprägungsformen der Depression ihre Wirkung. Der Einsatz von Psychopharmaka ist besonders geeignet bei:

  • Trauer,
  • Winter Depressionen,
  • Larvierte Depressionen,
  • Dysthymie,
  • leichte bis mittelschwere Episoden,
  • rezidivierende Störungen.

Der Vorteil der Phytotherapie im Vergleich zu Medikamenten

Zum einen sind Heilpflanzen nicht nur leichter verträglich, sondern um ein Vielfaches kostengünstiger. Gerade Johanniskraut hat sich bei Mundtrockenheit und innerer Unruhe bewährt. Darüber hinaus reduzieren Sie die Gefahr einer stetigen Abhängigkeit und der Gewöhnung an die Medikamente.

An dieser Stelle sei anzumerken, dass im Falle der synthetischen Präparate die Dosierung noch auf einem geringen Level bleibt. In den letzten Jahren sind über 30 klinische Studien zu Johanniskraut veröffentlicht worden.

Die Wirksamkeit konnte über 5000 Patienten belegt werden. Die wesentliche Wirkung von Johanniskraut geht auf eine Wiederaufnahmehemmung von Neurotransmittern zurück. So spricht man dieser Heilpflanze erste Auswirkungen nach 10-20 Tagen der Einnahme zu. Ein merklicher Erfolg und eine antidepressive Wirksamkeit von Johanniskraut erreichen Sie erst nach 3-5 Wochen.

Als Kombipräparat verwenden?

In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, Johanniskraut mit einem hochdosierten Baldrianpräparat zu kombinieren, um die eigentliche Wirksamkeit und die damit verbundene Phase zu verkürzen.

Spricht der Patient nach etwa vier Wochen nicht auf die Heilpflanze und das Präparat an, ist es empfehlenswert, die Dosis zu erhöhen. Alternativ setzen Sie ein Kombinationspräparat ein. Führt auch die Erhöhung der Dosierung nicht zum Erfolg, und verschlechtert sich der Zustand des Patienten sogar, bleibt Ihnen nichts weiter übrig, als auf synthetische Antidepressiva zurückzugreifen.

Spricht der Patient im Gegenzug auf das Johanniskraut an, sollte diese Heilpflanze mindestens sechs Monate weiter eingenommen werden, wobei Sie auf die regelmäßigen Therapiekontrollen nicht verzichten sollten.

Exakte Dosierung und Tagesdosis

Sie erhalten die standardisierten Kapseln und Dragées als Trockenextrakte. Bei 2-4 g bewegen Sie sich im Bereich der mittleren Tagesdosis. Seit 2009 ist Johanniskraut sogar erstattungs- und verschreibungsfähig.

Eine Mindestdosierung liegt zumeist bei 100 mg, bei leichten Depressionen sind 300-600 mg ausreichend. Darüber hinaus hat man bei einer experimentellen Dosierung von Johanniskraut eine Sensibilität im Hinblick auf Sonnenstrahlen feststellen können. Daher sollten alle Patienten eine zu intensive Sonneneinstrahlung im Zuge der Therapie vermeiden.

weiterführenden Information

http://www.phytodoc.de/erkrankung/depressive-verstimmung/

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