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Druck auf den Ohren – Wie kann man Ohrendruck wegbekommen?

Ursachen von Druck auf den Ohren – Kreislaufprobleme, Schwindelgefühl, Ohrensausen und

Ein Druck auf den Ohren ist an sich keine eigenständige Erkrankung, statt dessen handelt es sich dabei um ein – insbesondere bei Kindern – sehr häufig auftretendes Symptom, das ganz unterschiedliche Ursachen haben kann. Üblicherweise ist das, was man Druck auf den Ohren nennt durch eine Schwellung der sogenannten Ohrtuben bedingt, was häufig im Rahmen von Erkältungen passiert.

Druck auf dem Ohr wegbekommen

Ohrendruck wegbekommen, Copyright: engphoto, Bigstockphoto

Druck auf den Ohren

Bei Kindern sind diese Ohrtuben noch überaus kurz und Erreger können daher auf diesem Weg leicht in das Mittelohr gelangen, weshalb eine Otitis Media, also eine Entzündung des Mittelohres, bei ihnen noch eine überaus häufige Erkrankung ist, die mit Medikamenten behandelt werden muss oder – in schwereren Fällen – auch mit einer Eröffnung des Trommelfells. Der Einschnitt ins Trommelfell muss bei einer Mittelohrentzündung vor allem dann erfolgen, wenn sich hinter dem Trommelfell eine Flüssigkeitsansammlung gebildet hat.

 

Erkältung und Tubenkatarrh als häufigste Ursache

Auch bei Erwachsenen kommt ein Druck auf den Ohren bei Mittelohrentzündungen oder im Rahmen weiterer Erkrankungen vor. Die häufigste Ursache von Druck auf den Ohren ist – ebenso wie bei Kindern – der erkältungsbedingte Tubenkatarrh, also eine Schwellung der Eustachischen Röhre. Diese Schwellung legt sich üblicherweise mit Abklingen der Erkältung, hilfreich ist aber in jedem Falle und insbesondere bei andauernden Symptomen der Einsatz von abschwellenden Nasentropfen, auch verhindern zu können, dass möglicherweise doch noch eine Mittelohrentzündung entsteht. Vorsicht ist geboten, wenn der Druck auf den Ohren unabhängig von einem vorangegangenen grippalen Infekt, einem Schnupfen oder ähnlichen Schwierigkeiten auftritt. Dies legt nämlich nahe, dass die Problematik möglicherweise schwerwiegender ist.

 

Druck auf den Ohren bei Problemen des Innenohres

Da ein Druck auf den Ohren noch ganz verschiedene erkältungsunabhängige Ursachen haben kann, wird ein Arzt bei der entsprechenden Begutachtung immer auch nach zusätzlichen Beschwerden fragen. Dieser kann nämlich nicht nur vom Gehörgang oder Mittelohr ausgehen, sondern hat seinen Auslöser teilweise auch in komplexen Störungen des Innenohres. Falls das Innenohr der Verursacher ist, liegen möglicherweise ein sogenannter Morbus Menière oder ein Hörsturz vor.

Auch im Rahmen eines meist virenbedingten Ausfalls des Gleichgewichtsnervs im Innenohr, die sich allerdings häufiger durch akute Schwindelanfälle äußert kann es unter anderem zu einer Druckempfindung auf dem Ohr kommen.Die Entstehung des Morbus Menière ist noch nicht vollständig geklärt, es wird aber vermutet, dass eine Störung des Druckausgleiches im Ohr die Ursache dieser Erkrankung ist. Neben der typischen Symptomtrias von Schwindelanfällen, Ohrgeräuschen und Schwerhörigkeit, kann diese sich auch durch ein intensives Druckgefühl im Ohr äußern. Schwindelanfälle, ein Druck auf den Ohren und eine akute Hörminderung können auch auf das sehr komplexe Syndrom eines Hörsturzes hinweisen. Typisch hierfür sind außerdem Ohrgeräusche – die auch beim Morbus Menière vorkommen können.

Im Gegensatz zu Letzterem der eher eine chronische (wenn auch attackenartig ablaufende) Erkrankung ist, tritt der Hörsturz als akuter Ausfall des Hörnervs sehr plötzlich auf und bessert sich nicht von alleine. Die Menière-Attacke klingt im Gegensatz dazu zwar ab, es kommt aber mit größter Wahrscheinlichkeit zu weiteren Anfällen. Bei Druck auf den Ohren, der definitiv nicht durch Schnupfen oder eine Erkältung bedingt ist, ist ein Arztbesuch zur genaueren Abklärung dringend anzuraten. Der HNO-Arzt hat die Möglichkeit, das Ohr zu inspizieren und kann Hörtests durchführen, relativ deutlich zeigen, ob die Hörminderung vom Mittel- oder Innenohr herrührt. Nur auf diese Weise lässt sich sicherstellen, dass die Erkrankung korrekt erkannt und behandelt wird und nur so können mögliche Spätfolgen vermieden werden, die auf Grund des empfindlichen Aufbaus der Ohren sonst überaus häufig sind.

 

Hörsturz und Schwimmerohr

Wird ein Hörsturz als ursächlich für einen Druck auf den Ohren erkannt, so wird eine intravenöse Behandlung mit Glukokortikoiden eingeleitet, die durch eine Anregung der Durchblutung im Bereich des Hörnerven im besten Fall zu einer schnellen Milderung der Symptome, wie der Ohrgeräusche, der Hörminderung und des Schwindels führen sollte. Auch der Druck auf den Ohren sollte im Rahmen einer solchen Therapie verschwinden. Neben den genannten möglichen Ursachen kann eine scheinbar einfache Entzündung des Gehörganges kann durch dessen Schwellung zu einem ausgeprägten Druck auf den Ohren führen, jedenfalls wird der Patient die Störung möglicherweise in dieser Form wahrnehmen.

Diese sogenannte Otitis Externa kann durch eine Vielzahl von Erregern ausgelöst werden und wird auch gerne als „Schwimmerohr“ bezeichnet, da sie auf Grund des feuchten Hautmilieus häufiger bei Personen auftritt, die sich regelmäßig in Schwimmbädern aufhalten. Ursächlich für die Störung können Viren, Bakterien oder Pilze sein. Die Otitis Externa, die einen Druck auf den Ohren auslösen kann tritt darüber hinaus häufiger bei immungeschwächten Personen auf, deren Körper eine Abwehr der Erreger nicht so gut leisten kann.

 

Neurologische oder orthopädische Auslöser

Bisher haben wir den Druck auf den Ohren insbesondere als ein HNO-ärztliches Problem betrachtet, dabei doch bereits einen Blick auf eine mögliche Störung der Hirnnerven und damit in das angrenzende Fachgebiet der Neurologie. Wenn man den Hörnerven näher betrachtet, so existieren hier sogenannte cochleäre und retrocochleäre Störungen. Die retrocochleären Störungen sind Störungen des Hörnervs auf dem Weg in Richtung Kleinhirn.

Überaus selten kann ein Druck auf den Ohren auch ein Zeichen für einen Tumor im Bereich des sogenannten Kleinhirnbrückenwinkels sein. Dieser Tumor, den man als Akustikusneurinom bezeichnet, hat seinen Ursprung in den entarteten Zellen des Hörnervs. Es soll aber nochmals betont werden, dass ein solcher Gehirntumor nur in den alleeseltensten Fällen die Ursache für Druck auf den Ohren ist. Sehr viel häufiger hat das Symptom einen vergleichsweise harmlosen Grund. Falls ein Akustikusneurinom vorliegt, ist jedoch – trotz der Gutartigkeit dieses Tumors – ein operativer Eingriff unumgänglich.

Neben den bereits genannten Ursachen kann ein Druck auf den Ohren auch von orthopädischen Problemen herrühren und unter anderem von Problemen im Bereich der Halswirbelsäule hervorgerufen werden. Überaus häufig leiden Menschen heutzutage auch an Kieferfehlstellungen oder an nächtlichem Zähneknirschen, was unter anderem auf den zunehmenden Alltagsstress zurückzuführen ist. Diese zunächst rein orthopädischen Probleme können Auswirkungen auf die Ohren haben und neben Ohrgeräuschen durchaus auch zu einem Druck auf den Ohren führen. Falls der Druck auf den Ohren seine Ursache in solchen orthopädischen Schwierigkeiten oder in Muskelverspannungen hat, kann eine gezielte physiotherapeutische Behandlung hilfreich sein.

 

Druck auf den Ohren wegbekommen?

Unterschiedlichen Situationen führen zu Druck auf den Ohren. Insbesondere beim Fliegen entsteht das unangenehme Gefühl des Ohrendrucks, sobald das Flugzeug in die Lüfte aufsteigt. Doch auch bei Erkältungen und Ohrenschmerzen haben viele mit unangenehmem Ohrendruck zu kämpfen. Wir gehen nun dieser Begleiterscheinung nach, ergründen ihre Ursache und haben zahlreiche Tipps parat: „Wie kann man Ohrendruck wegbekommen?“

 

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Gesundheit /// Urheber: lublubachka / 123RF.com

▷ Ohrendruck kann auf beiden Seiten oder nur einseitig auftreten. Zu den häufigsten Ursachen von Ohrendruck gehören Erkältungen und insbesondere Schnupfen. Doch einige haben auch mit dem Ohrendruck aufgrund psychosomatischer Beschwerden über Stress und Verspannungen in der Nackenregion wie auch als Folge von Bluthochdruck zu kämpfen. In den folgenden Situationen kann es zu Ohrendruck kommen:

 

  • Stress,
  • Sport,
  • Belastung,
  • Bluthochdruck,
  • Schwangerschaft,
  • Verspannungen im Nacken und
  • Weisheitszähne.

 

Wo kommt der Druck in den Ohren her?

Bei einigen Patienten ist der Ohrendruck so heftig, sodass sich parallel ein Schwindelgefühl einstellt. Insbesondere druckbezogene Ohrenschmerzen finden ihre Basis in der (Ohrtrompete). Diese Komponente verbindet Rachen, Nase und Mittelohr miteinander. Die Ursachen für einen Druckaufbau im Mittelohr kann weiterführende Ursachen haben, wie zum Beispiel starke Höhenveränderungen, Infektionen im Mittelohr sowie Allergien und eine genetische Veranlagung. Tatsächlich haben einige Menschen über ihr Leben lang Probleme mit dem Ohrendruck zu kämpfen.

Folglich neigt die Ohrentrompete immer wieder dazu, zu blockieren. Woran erkennen Sie eigentlich, dass Sie unter Ohrendruck leiden? Wenn Sie nicht bereits ein starkes Druckgefühl im Ohr verspüren, treten noch die folgenden Symptome bei Ohrendruck auf:

 

  • Hörbeschwerden,
  • Druckaufbau im Ohr,
  • Kopfdruck,
  • Ohrverstopfung und

Wie den lästigen Ohrendruck wegbekommen?

  1. Im Prinzip können Sie mit ganz einfachen Mitteln versuchen, den Ohrendruck abzubauen. Versuchen Sie kräftig zu gähnen und bewegen den den Unterkiefer deutlich nach links und rechts.
  2. Eine zweite Möglichkeit, um den Ohrendruck wirklich abzubauen: Halten Sie sich die Nase zu und versuchen kräftig auszuatmen.
  3. Oder halten Sie sich die Nase nur zu 80 % zu und atmen folglich ganz langsam ein und aus.
  4. Nehmen Sie ein Glas Wasser und einen kräftigen Schluck, halten Sie sich die Nase zu und schlucken das Wasser langsam herunter.
  5. Diese Möglichkeiten geben Ihnen die Gelegenheit, gegen Ohrdruck vorzugehen. Gerade wenn Sie aus dem Wasser kommen oder nach dem Tauchen einen einseitigen Vordruck bemerken, kann es wirklich hilfreich sein, den Kopf auf die betreffende Seite zu neigen und auf dem Bein zu hüpfen.

 

Führt der Ohrendruck jedoch auf eine Erkältung zurück, werden Sie mit den vorangehenden Maßnahmen nur mäßigen Erfolg haben und Ohrendruck wohl nie richtig wegbekommen. In diesem Fall helfen Nasenduschen mit Salzwasser. Auf diese Weise haben Sie die Gelegenheit, über das Salzwasser bzw. über die Nasendusche Allergene und Bakterien aus dem Körper zu spülen.

 

 

Teebaumöl gegen Druck in den Ohren:

Teebaumöl gilt als ein bewährtes und natürliches Hausmittel, das bei Nebenhöhlenentzündungen im Mittelohr und bei Ohrenentzündungen eine merkliche Linderung erreichen kann.

Setzen Sie einen Topf mit Wasser auf den Herd geben etwas Teebaumöl hinein. In der Folge wird Dampf aufsteigen. Sie sollten nun jeweils das schmerzende Ohr seitlich über diesen Dampf halten. Über diesen warmen Dampf der ätherischen Öle können Sie Kopfschmerzen und Ohrenschmerzen bekämpfen und zugleich ein unangenehmes Druckgefühl beseitigen. Tatsächlich hilft Teebaumöl auch bei Infektionen. Stellen Sie doch aus dem Teebaumöl eine Emulsion für das Ohr her.

 

Sie benötigen die folgenden Zutaten:

  • einen Esslöffel warmes Olivenöl
  • ein paar Tropfen Teebaumöl

 

Diese Lösung sollten Sie miteinander verdünnen, sich auf die Seite legen und dann in ihr Ohr hineingeben. Gehen Sie dabei vorsichtig vor und lassen Sie dann nach 5 Minuten das Öl abfließen. Es darf auch keinen Fall im Ohr verbleiben.

 

Was tun bei Ohr-Verstopfung und Ohrendruck?

Eine weitere Möglichkeit, um eine Verstopfung oder einen hohen Druck wegzubekommen, bietet Apfelessig und Schnaps. Diese Komponenten helfen vor allen Dingen bei Infektionen im Ohr. Insbesondere wenn Sie unter einer Ansammlung von Flüssigkeit leiden, können Sie diese abfließen lassen. Stellen Sie folglich ein Gemisch aus Alkohol und Apfelessig in einer Konzentration von 1 : 1 her und tropfen Sie diese Mischung in das Ohr hinein.

Achtung: Auch diese Lösung sollte nach 5 Minuten abfließen. Wiederholen Sie diese Behandlung zweimal am Tag, um eine merkliche Linderung vom Ohrendruck und den Infektionen zu erreichen.

 

Salz und Knoblauch, um Ohrendruck wegzubekommen?

Gerade Knoblauch und Salz haben sich als bewährtes Hausmittel bei verschiedenen Krankheiten bisher durchsetzen können. So wirken sie vor allen Dingen Halsbeschwerden mit einer Salzwasserlösung und einen täglichen Gurgeln entgegen. Versuchen Sie dreimal täglich aus gehackten Knoblauchzehen den Saft herauszusaugen, um diesen dann zu schlucken. Insbesondere bei Infektionen im Bereich des Mittelohrs können diese beiden natürlichen Heilmittel eine merkliche Linderung des Ohrendrucks erzielen.

 

 

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