Nervenentzündung Schulter

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Schulterschmerzen durch eine Nervenentzündung

Nervenschmerzen und Nervenentzündungen im Arm und in der Schulter können zu einer enormen Belastung im Alltag werden. Sie schränken den gesamten Bewegungsapparat ein. So können Betroffene kaum die einfachsten Bewegungen ausführen. Bei Nervenentzündungen in der Schulter ist von enorm starken Schmerzen auszugehen, die Muskel- und Bindegewebeschmerzen übersteigen. Viele Patienten berichten von einem Kribbeln und ein Taubheitsgefühl im Arm. Wir liefern im folgenden Artikel einen Überblick über die häufigsten Symptome der Nervenentzündungen in der Schulter.

Nervenentzündung an Arm und Schulter
Nervenentzündung Schulter – Urheber: nebari / 123RF

Nervenentzündung in der Schulter, was tun?

Nervenschmerzen machen sich als besonders intensive Beschwerden bemerkbar, die sich auf den gesamten Bereich des Unterarms, Oberarms, auf die Hand und das Schulterblatt ausbreiten. Wollen wir den Schmerz der Nerven genauer definieren, so fassen wir darunter eine umfassende Einschränkung aller Bewegungen vom Ellenbogen bis zum Schultergelenk zusammen.

Der Großteil der Patienten beschreibt die Nervenschmerzen als äußerst ziehenden Schmerz, der entlang der Nervenbahnen verläuft. Gerade Überkopfbewegungen werden als äußerst unangenehm empfunden. In einigen Fällen ist es möglich, dass auf eine Nacht in Seitenlage ein Nervenschmerz am nächsten Morgen folgt. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass bei Nervenschmerzen ganze Muskelgruppen angesprochen sind, die sich allesamt im Bewegungs- und Versorgungsbereich des Nervs befinden. Schlafen Ihnen immer wieder die Hände ein und verspüren Sie ein Kribbeln in einigen Gliedmaßen, können Sie von einer Nervenentzündung ausgehen.

Die Ursachen der Nervenentzündung

Es sind letztendlich die Schädigungen der Nerven, die zu den daraus resultierenden Schmerzen führen. Wiederkehrende Fehlbelastungen und ungünstige Körperhaltung, zum Beispiel im Hinblick auf die Fließbandarbeit und ein Übermaß an sitzenden Tätigkeiten, können zu Nervenentzündungen im Schulterbereich führen. Es ist vielmehr eine schmerzhafte Verhärtung der Muskelgruppen, die infolgedessen zu diesem starken Schmerz führt, sobald Sie die betroffene Region berühren. So ist die Nervenentzündung in der Schulter eine der häufigsten Ursachen von Schmerzen im Arm und im Schulterbereich.

Diese Entzündung lässt sich oftmals auf die Arbeit am PC zurückführen. Gerade am Computer und Schreibtisch liegt der Unterarm unverhältnismäßig häufig auf und wird kaum belastet. Kommt es dann nach langen Ruhephasen wieder zu einer Bewegung, ist ein intensiver Schmerz festzustellen. Eine Nervenentzündung bzw. eine Nervenreizung kann auch im Hinblick auf den Speichernerv, den Nerv Radialis, auftreten. So kann es tatsächlich passieren, dass über das Aufstützen des Ellenbogens auf den Ellennerv die Nerven im Bereich des Unterarms und im Schulterbereich blockieren.

Symptome von Nervenentzündungen

Der stetige Schmerz in der Schulterregion kann sich erheblich auf Ihre Psyche auswirken und Einfluss auf das gesamte Leben und den Alltag nehmen. Schlimmstenfalls führen diese Schmerzen im Schulterbereich zu Depressionen, da sich der Patient von seinem Umfeld nicht verstanden fühlt. Es ist zwingend notwendig, eine geeignete Behandlung anzusetzen. Im Zuge dieser Behandlung soll ein effektives Schmerzmittel gefunden werden sowie eine entsprechende Dosierung, die den Schmerz in Schach hält.

Eine zwingende Voraussetzung bildet die exakte Diagnose der Nervenentzündung. Diese kann nur durch einen erfahrenen Facharzt erfolgen. Der Arzt führt im Zuge der Anamnese eine Befragung durch, um die jeweilige Symptomatik des Schmerzes abzuklären. Im Anschluss erfolgen die eigentliche Untersuchung sowie eine Computertomographie oder ein MRT.

Behandlung und Diagnose von Nervenschmerzen

Bei Nervenschmerzen, die vor allen Dingen im linken Arm auftreten, verschreiben Ärzte zumeist ein EKG. Auf diese Weise möchte man einen drohenden Herzinfarkt ausschließen. Im Hinblick auf den linken Schulterbereich können die Nervenentzündungen nämlich auch mit den Symptomen eines Herzinfarkts deutlich ähneln. Nehmen Sie die Schmerzen im Schulterbereich ernst und suchen schnellstmöglich einen Arzt auf.

Bei den Nervenentzündungen im Schulterbereich kommen größtenteils Antibiotika sowie entzündungshemmende Medikamente und Schmerzmittel zur Verwendung. Der Arzt möchte die persönliche Schmerzschwelle anheben und ihre Empfindlichkeit im Gegensatz dazu senken. Die Schulmedizin bezeichnet die erste Behandlung als primäre Therapie. Im Prinzip soll die Nervenentzündung in Abhängigkeit zur Ursache gestellt werden.

Erfolgt in absehbarer Zeit keine merkliche Verbesserung des Zustands, werden zusätzlich entzündungshemmende Arzneimittel und medikamentöse, schmerztherapeutische Behandlungen empfohlen. Dies ist immer dann der Fall, wenn sich eine Nervenentzündung bis hin zu chronischen Nervenentzündungen ausgeweitet hat. Auch über Psychopharmaka ist es möglich, die Schmerzen zu betäuben, um im Endeffekt krankengymnastische Übungen vorzunehmen. Darüber hinaus setzen einige Mediziner auf die Behandlung mit Reizstrom.

Alternative Behandlung von Nervenentzündung

Die Alternativmedizin empfiehlt weiterführende Behandlungsmöglichkeiten bei Nervenentzündungen in der Schulter, wie zum Beispiel durch Akupunktur. Bedenken Sie, eine Nervenentzündung kann nicht nur physische, sondern auch psychische Ursachen haben. In diesem Zusammenhang werden die Nervenentzündung und die Nervenschmerzen als Gesamtkonzept behandelt. Geht die eigentliche Erkrankung auf eine Stoffwechselerkrankung zurück, folgt in den meisten Fällen eine Umstellung der Lebensgewohnheiten und der Ernährung. An diesem Punkt ist von einer kausalen Therapie die Rede. Die letzte Möglichkeit, die den Ärzten noch bleibt, ist die Nervenentzündung über die Blockade des Nervs zu heilen.

Wie kann man Nervenentzündungen vorbeugen?

Sie haben die Möglichkeit, einer Nervenentzündung aus dem Wege zu gehen und das nur über die eigene Lebensweise. Bedenken Sie, dass Nervenentzündungen und Nervenschmerzen zumeist als Folge von Überbelastungen und Fehlhaltungen entstehen. Vermeiden Sie monotone Tätigkeiten und halten das Stressrisiko so gering wie möglich. Arbeiten Sie im Büro am Schreibtisch, sollten Sie sich immer wieder bewegen und nicht über Stunden in einer Haltung verharren. Gehen Sie nach draußen, steigen Sie Treppen oder versuchen, die Muskulatur und Nerven auch während eines langen Arbeitstags anzusprechen.

Fazit

Nervenentzündungen sind zumeist eine Folge langjähriger Fehlhaltungen und extremer Belastungen. Diesen äußerst unangenehmen Schmerzen können Sie regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung aus dem Wege gehen. Kommt es dennoch zu Nervenschmerzen, gilt es, sofort einen Facharzt aufzusuchen und zu handeln. Im Zuge einer ausgiebigen Anamnese, verschreibt der Arzt Schmerzmittel und Antibiotika, um die Nervenschmerzen in den Griff zu bekommen. Parallel dazu können auch Therapien, Krankengymnastik sowie Behandlungen mit Reizstrom verschrieben werden. In der Alternativmedizin sind Nervenentzündungen als Gesamtkonzept anzusehen, die nicht nur physische, sondern auch psychische Ursachen habenkönnen. Entsprechend vielseitig stellen sich auch die Behandlungsmöglichkeiten dar.

 

weiterführenden Information:

http://gesundpedia.de/Schulter-Arm-Syndrom

 

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