Muttermal blutet und juckt – Ursachen, Behandlung

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Gefährliche Muttermale erkennen und entfernen

Jeder, der zum ersten Mal ein blutiges Muttermal auf seinem Körper entdeckt, wird sich erst einmal erschrecken. Tatsächlich besitzen viele von uns unterschiedliche Muttermale. Dies sind Leberflecke, die wir von Geburt an auf der Haut haben.

Das Beängstigende: Zahlreiche Muttermale sind für schwerwiegende Erkrankungen eines der häufigsten Anzeichen. So ist es sinnvoll, die jeweilige Veränderung eines Muttermals im Blick zu haben. Wir haben für Sie in diesem folgenden Beitrag die Ursachen und die möglichen Krankheiten eines blutenden Muttermals zusammengestellt.

Muttermal Bedeutung
Schmerzendes Muttermal – Urheber: phanuwatnandee / 123RF

Was steckt hinter einem Muttermal?

Zuerst einmal wäre es sinnvoll, einen Blick hinter die Fassade eines Muttermals zu werfen. So handelt es sich hierbei um eine Ansammlung von Zellen. Noch detaillierter sind es pigmentierte Zellen, die auf unserer Haut vorkommen und zuerst einmal keinerlei Gefahr darstellen. Diese Zellen geben Antikörper – Melanin – ab, und färben unsere Haut mit Zunahme der Sonneneinstrahlung.

Wir besitzen im gesamten Körper diese Zellen. Im Hinblick auf die Farbe und die Form unterscheiden wir eine Vielzahl von Muttermalen.

Kommt es zu einer äußeren Einwirkung, kann dies mitunter zu einem blutenden Muttermal führen. Darüber hinaus weisen blutende Muttermale in einigen Fällen auf eine ernst zu nehmende Erkrankung hin. Sie sollten auf jeden Fall alle Leberflecke und Muttermale auf Ihrem Körper im Blick behalten. Eines der ersten Alarmzeichen ist eine leichte Veränderung im Hinblick auf die Größe. Im Zweifelsfall ist es sinnvoll, einen Dermatologen aufzusuchen, um Ihr Muttermal untersuchen zu lassen. Warten Sie nicht zu lang mit dieser vorsorglichen Untersuchung.

Warum blutet das Muttermal?

Die häufigste Ursache für ein blutendes Muttermal ist das Rasieren: Sie fahren mit der Rasierklinge über den Leberfleck und schon beginnt dieser, zu bluten. Im Prinzip lässt sich die Wundheilung eines Muttermals mit der einer normalen Wunde am Körper vergleichen. Erst wenn sich die einzelnen Zellen wieder erneuert haben, kann sich die Wunde verschließen und das Muttermal hört auf, zu bluten.

Treten zum Beispiel juckende Muttermale auf, kann dies ein erster Hinweis auf den schwarzen Hautkrebs sein. So ist ein blutendes Muttermal infolge von Aufkratzen ernst zu nehmen. Eine ebenso schwerwiegende Ursache können diese Muttermale haben, die ohne Ihr Zutun anfangen, zu bluten. In diesem Zusammenhang fragen wir Sie, ob sich die Farbe und die Form des Muttermals in irgendeiner Weise verändert haben, ob Sie ein Brennen oder Jucken direkt am Muttermal feststellen mussten.

Folgende Krankheitsbilder lassen sich im Hinblick auf ein blutendes Muttermal unterscheiden:

  • schwarzer Hautkrebs,
  • Melanome,
  • Tumore,
  • Hautkrebs oder

Doch sollten Sie nicht sofort in Panik verfallen, sondern zu einem einfachen Schema greifen, dass sich auch Zuhause anwenden lässt und in Bezug auf die entarteten Muttermale weiter hilft. Es ist von der ABCDE Regel die Rede, die insbesondere jede Form der Ursache Ihrer Blutung einschätzt. Sie untersuchen Zuhause Ihr Muttermal im Hinblick auf Komponenten, wie Durchmesser, Größe und Farbe, Begrenzung sowie Ränder.

So untersuchen Sie blutende Muttermale

In Bezug auf die Entwicklung spielen Komponenten, wie die Blutung und der Juckreiz, eine maßgebliche Rolle. Mit dem Anstieg der zutreffenden Punkte der ABCDE Regel steigt die Gefahr einer bösartigen Erkrankung. Wir bezeichnen diese Form der Regel auch noch als Daumen-Regel, die herangezogen wird, um die Beurteilung von Pigment- und Hautveränderungen in den Griff zu bekommen.

Hinter den Anfangsbuchstaben unseres Alphabets stecken die folgenden Bedeutungen:

  • die Asymmetrie der Veränderungen,
  • unregelmäßige Begrenzungen,
  • Farbe/ Colorit,
  • Durchmesser und
  • Erhabenheit über dem eigentlichen Hautniveau.

Auch wenn neben dem Bluten keinerlei Krankheitsanzeichen auftreten, raten wir Ihnen dazu, einen Dermatologen aufzusuchen. Sie sollten die Ursache auf jeden Fall abklären lassen. Fachärzte haben die Möglichkeit, ein Auflichtmikroskop zu Hilfe zu nehmen und das Muttermal genauer zu untersuchen. Oder wussten Sie, dass 25 % aller Melanome aus einem Muttermal heraus entstehen?

Untersuchung und Behandlung von blutenden Muttermalen

Kommt es infolge einer Verletzung zu einem blutenden Muttermal, müssen Sie nichts weiter beachten. Die Wundheilung wird in den meisten Fällen normal verlaufen. Erst wenn es zu Blutungen kommt, weil Sie das Muttermal aufgekratzt haben oder wenn kein mechanischer Einfluss vorliegt, erfolgt eine Behandlung. Ihr Hautarzt wird in aller Regel das Muttermal vollständig entfernen.

Er wird es auch entfernen, selbst wenn er sich über eine Diagnose nicht völlig im Klaren ist. In den meisten Fällen erfolgt eine stationäre Therapie unter lokaler Betäubung, bei der das Muttermal dann entfernt bzw. herausgeschnitten wird. Es soll vollständig herausgelöst werden.

Nach dem vollständigen Entfernen des Muttermals erfolgt eine gründliche Untersuchung in einem Labor. So kann herausgefunden werden, ob es sich bei dem Muttermal um einen Tumor handelt. Im Prinzip muss es sich bei einem blutenden Muttermal nicht zwangsläufig um einen Tumor handeln. Doch gilt auch hier folgendes Prinzip: Je eher Sie eine Hautkrebserkrankung feststellen, desto besser steht es um die Heilungschancen. Handelt es sich um einen bösartigen Tumor, wird der Arzt sofort prüfen, ob dieser bereits im Körper gestreut hat.

Können Sie blutenden Muttermalen vorbeugen?

Sie können einem blutenden Muttermal nicht vollständig entgegenwirken oder gar vorbeugen. Zum einen handelt es sich um eine genetische Vererbung, da machen Präventivmaßnahmen überhaupt keinen Sinn.

Schützen Sie sich vor direkter Sonneneinstrahlung insbesondere zur Mittagszeit und verwenden regelmäßig eine Sonnenschutzcreme. Wir raten Ihnen generell davon ab, sich über längere Zeit in die pralle Sonne zu begeben. Sie sollten in diesem Zusammenhang bedenken, dass vor allen Dingen die UV-Strahlen für bösartige Hautkrebserkrankungen verantwortlich sind.

Der Großteil der Muttermale ist gutartigen Wucherungen zuzuordnen, die keinerlei Gefahr für uns darstellen. Sie besitzen diese Muttermale seit Ihrer Geburt und sollten diese regelmäßig beobachten. Insbesondere wenn es zu Veränderungen des Muttermals kommt und wenn es aus unerklärlichen Gründen beginnt, zu bluten, kann eine bösartige Ursache vorliegen. Zu den ernsthaften Erkrankungen gehören der schwarze Hautkrebs sowie Tumore.

Ob es sich letztendlich um eine bösartige Erkrankung im Hinblick auf die Muttermale handelt, können Sie nur gemeinsam mit einem Facharzt herausfinden. Dieser wird auf Verdacht den Leberfleck in stationärer Narkose entfernen und diesen im Nachgang ins Labor senden, um den Fleck und seine Beschaffenheit detailliert zu untersuchen.

Die häufigste Regel, die vor allen Dingen Zuhause angewandt wird, um Muttermale nach dem Bluten zu untersuchen, ist die ABCDE-Regel. Je mehr der Komponenten auf Ihr blutendes Muttermal zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine ernsthafte Erkrankung zu Grunde liegt. Holen Sie sich auf jeden Fall Rat bei Ihrem behandelnden Hautarzt.

Quellen:

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