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Muskelschmerzen durch Östrogenmangel in den Wechseljahren

Östrogenmangel – Gesundheit in den Wechseljahren

Kommt es zum ersten Mal zu Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen, tippen die Wenigsten auf Symptome und Probleme in den Wechseljahren. Tatsächlich gehören Schmerzen in den Muskeln und in den Gelenken zu den häufigsten Problemen, die auch im Volksmund als Abnutzungserscheinungen beschrieben werden. Muskelschmerzen durch Östrogenmangel gehören zu den häufigsten Ursachen. Wir werden im folgenden Beitrag auf die Muskelschmerzen und die möglichen Behandlungswege näher eingehen, um Ihnen neue schmerzfreie Perspektiven aufzeigen zu können.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson – Urheber: racorn / 123RF.com

Muskelschmerzen durch Östrogenmangel erkennen?

Befragen wir Frauen in den Wechseljahren, würden die meisten doch wohl auf Schweißausbrüche und Hitzewallungen tippen. Jedoch nicht andere körperliche Symptome und kann ganz anzeigen sowie Beschwerden dafür verantwortlich machen. Doch Achtung: bei den Vorwand den genannten Symptomen handelt es sich vielmehr um die Klassiker, doch nebenher existieren viele andere Anzeichen, die mit den Wechseljahren einhergehen. Doch tatsächlich über die Hälfte aller Frauen Probleme mit den Muskeln mit den Gelenken und diese Probleme lassen sich bis zu 70 % auf die Wechseljahre zurückführen. Fachärzte sprechen diesem Zusammenhang von einer Myopathie, die einer dringenden Behandlung bedarf. Muskelschmerzen können den gesamten Tagesablauf für sich einnehmen und ihr Leben merklich belasten.

 

Wann erkranken Frauen besonders häufig an Muskelschmerzen?

Bei direktem Vergleich zwischen jüngeren Frauen und Damen in den Wechseljahren fällt auf, dass doppelt so viele ältere Frauen unter chronischen Muskelbeschwerden leiden. Eine der Hauptursachen führt auf den Östrogenmangel zurück. So bildet der Rückgang des menschlichen Geschlechtshormons einen entscheidenden Teil für die körperliche Veränderungen, die auch schmerzhafte Probleme nach sich ziehen. Östrogene nehmen Einfluss auf das menschliche Immunsystem und beeinflussen in der Folge die Steuerung der Schmerzverarbeitung sowie der ablaufenden Stoffwechselprozesse in den Knochen und in den Gelenken.

Kommt es jedoch zu einem Mangel der Östrogene, schwingen andere Beschwerden im Körper mit. So kann es in einigen Fällen passieren, dass Entzündungen in Gang gesetzt werden, die vorwiegend in den Muskeln und in den Gelenken auftreten. Parallel dazu kann es zu denselben Prozessen im Nervensystem und in der Schmerzverarbeitung kommen. Wir schlussfolgern, dass wir Östrogene vor allen Dingen eine schmerzlindernde Wirkung zusprechen. Wie sollte es sonst möglich sein, dass mit dem Abstieg der Östrogene im Zuge der Wechseljahre gerade die Muskelbeschwerden und Gelenkbeschwerden zunehmen?

Hilfe: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

 

Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen in den Wechseljahren

Bei auftretenden Muskelbeschwerden und Gelenkbeschwerden durch Östrogenmangel direkt auf die Wechseljahre zu tippen, ist jedoch irreführend. Wir raten dazu, auch andersartige Ursachen abzuklären. Insbesondere die schmerzhaften Verschleißerscheinungen des Körpers, die in der Fachsprache als Arthrose bezeichnet werden, gehören zu einem häufigen Leiden.

Bei der Arthrose sprechen wir wiederum von einer entzündlichen Erkrankung in den Gelenken – diese führt zu chronische Gelenkbeschwerden und starke Schmerzen sowie Steifigkeit mit sich. Es ist von oberster Wichtigkeit, die Schmerzen zu lokalisieren und von einem Facharzt diagnostizieren zu lassen, nur so sind Sie in der Lage, die richtige Therapie einzuleiten.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson – Urheber: racorn / 123RF.com

 

Muskelbeschwerden durch Östrogenmangel, was tun?

Bei Muskelbeschwerden durch Östrogenmangel kann eine Hormontherapie eine merkliche Linderung versprechen. Besprechen Sie folglich die einzelnen Faktoren, die zu den Schmerzen führen, der Zeitpunkt und die Intensität der Schmerzen sowie die Lokalisation im Körper mit Ihrem Facharzt, so kann die folgerichtige Therapie empfohlen werden. Insbesondere das explizite und individuelle Beschwerdemuster spielt eine entscheidende Rolle bei der erfolgsversprechenden Therapie.

Im Zuge der aktuellen Hormontherapien haben sich moderne Formen entwickelt, wie zum Beispiel östrogenhaltige Dosiergele. In einer niedrigen Dosierung können diese direkt an die Beschwerden angepasst werden.

Darüber hinaus werden in der Homöopathie verschiedene natürliche Heilmittel empfohlen, wie zum Beispiel Arnica D4 oder D6. In diesem Zusammenhang ist es möglich, mehrmals am Tag jeweils fünf Globulis einzunehmen. Obendrein empfehlen Betroffene Magnesiumstabletten, diese wiederum stärken die Muskeln. Achtung: Hierbei handelt es sich ausschließlich um Erfahrungswerte anderer Patienten. Im Prinzip ist es denkbar, Muskelschmerzen durch Östrogenmangel über Östrogen-Rezeptoren anzuregen, um wiederum die Schmerzen in den Griff zu bekommen. Die Wirkung von Genistein bei Muskelschmerzen durch Östrogenmangel lässt sich auf den selektiven Östrogen Rezeptormodulator zurückführen. In der Folge ist es diesem Heilmittel möglich, gezielte Geneeffekte auszuüben.

 

Fazit

Bei den Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen durch Östrogenmangel ist eine Hormontherapie immer dann empfehlenswert, wenn der Facharzt die eigentlichen Ursachen diagnostiziert und klar herausgestellt hat. Darüber hinaus kennt die Homöopathie verschiedene natürliche Heilmittel, die wiederum die Östrogene binden und regulieren. Mit zunehmendem Alter kommt es nämlich zu einem Abstieg der Östrogene, die folglich für die Schmerzverarbeitung verantwortlich sind.

 

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