Mönchspfeffer Wirkung
Vitex berries, Agni casti fructus, Mönchspfeffer, Copyright: HeikeRau bigstockphoto

Gesundheitliche Aspekte des Mönchspfeffer

Mönchspfeffer gilt als Heilpflanze und verspricht Linderung bei Menstruationsbeschwerden. Mönchspfeffer – Wirkung beruht vermutlich auf der Reduktion des Hormons Prolaktin bei Einnahme der Heilpflanze.

Ihren Namen verdankt die zart lila blühender Strauch dem Gerücht, die Libido zu mindern, so dass sie im Mittelalter von Nonnen und Mönchen gleichermaßen eingenommen wurde.

Mönchspfeffer – Wirkung Faktenblock:

  1. Der botanische Name des Mönchspfeffers ist „Vitex agnus-castus“
  2. Die Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers bewirken, dass im weiblichen Körper weniger von dem Hormon Prolaktin freigesetzt wird
  3. Prolaktin ist verantwortlich für viele Prozesse und Beschwerden während des weiblichen Zyklus, wie Menstruationsbeschwerden oder schmerzende Brüste.
  4. Die Einnahme von Mönchspfeffer entfaltet ihre Wirkung über einen längeren Zeitraum, sodass einmalige Einnahmen keine Wirkung zeigen.
  5. Als Heilmittel wird das ätherische Öl der Pflanze aus den Früchten und Blättern gewonnen. Hieraus werden unterschiedliche Präparate als Tabletten oder Tropfen hergestellt.

Mönchspfeffers Inhaltsstoffe

Aus den Früchten des Strauchs, die nach der Blüte entstehen und in ihrer Form an Pfefferkörner erinnern, werden ätherische Öle gewonnen. Die unterschiedlichen Inhaltsstoffe des Öls werden als medizinische Arznei verwendet. Auch aus den Blättern der Pflanze kann ätherisches Öl gewonnen werden. Präparate die aus dem Öl der Blätter hergestellt sind, haben zudem eine Wirkung auf psychische Beschwerden, zum Beispiel in den Wechseljahren.

Mönchspfeffers Wirkung

Die Einnahme von Mönchspfeffer hat in Laborversuchen gezeigt, dass eine regulierende Wirkung des weibliche Hormonhaushalt erreicht werden kann. Es wird weniger von dem Hormon Prolaktin freigesetzt.

Wissenschaftler vermuten, das Prolaktin aber auch für diverse Beschwerden der Frau während des weiblichen Zyklus verantwortlich ist. Zum Beispiel soll Prolaktin die Ursache sein, wenn Frauen innerhalb eines Zyklus wiederkehrend über empfindliche und schmerzende Brüste klagen (medizinisch: Mastodynie).

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Auch bei unregelmäßiger Regelblutung oder bei Beschwerden wie Unterleibsschmerzen während der Monatsblutung soll das Hormon Prolaktin eine Rolle spielen. Eine Einnahme von Mönchspfeffer kann diese Beschwerden lindern.

Auch bei Beschwerden in den Wechseljahren kann „Agnus Castus“ helfen. Die Wirksamkeit wurde in wissenschaftlichen Studien jedoch noch nicht bestätigt.

Kommt die Regelblutung unregelmäßig und selten, kann die Einnahme von Mönchspfeffer eine Regelmäßigkeit im Zyklus begünstigen. Vor einer selbst verordneten Therapie mit der Heilpflanze ist jedoch abzuraten. Beschwerden sollten in jedem Fall von einem Facharzt für Gynäkologie abgeklärt werden, denn: Die aufgezählten Beschwerden können auch andere, ernstere Ursachen haben. Mit dem behandelnden Gynäkologen können betroffene Frauen auch besprechen, ob die Einnahme von Mönchspfeffer für die vorhandenen Symptome sinnvoll ist.

Mönchspfeffers Einnahme und Dosierung

Bei Menstruationsbeschwerden haben Studien gezeigt, dass eine Einnahme von 30 Tropfen täglich über einen Zeitraum von drei Monaten eine Besserung und Stabilisierung des Zyklus zur Folge haben kann. Die Einnahme sollte kontinuierlich erfolgen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Eine einmalige Einnahme hingegen verspricht keine Wirkung.
Bei (ausbleibendem) Kinderwunsch haben Studien gezeigt, dass die Einnahme einer Filmtablette mit 20 Milligramm Mönchspfeffer täglich dazu führt, dass die Chancen auf eine Schwangerschaft steigen. Auch hier sollte die Einnahme über einen längeren Zeitraum erfolgen.

In der Stillzeit kann „Agnus Castus“ in der richtigen Dosierung die Milchbildung anregen. Stillende Mütter sollten hierzu ihre Hebamme oder Gynäkologin nach einem geeigneten Präparat und der richtigen Dosierung um Rat fragen.

Bei Beschwerden in den Wechseljahren ist eine Dosierung von 20 bis 40 Milligramm pro Tag sinnvoll. Präparate, die das ätherische Öl der Blätter enthalten, sind bei Wechseljahresbeschwerden besonders wirkungsvoll, da sie neben eine Stabilisierung des Hormonhaushaltes auch eine positive Wirkung auf psychische Beschwerden haben können.

Leiden Frauen am Ausbleiben der Periode (medizinisch: Amenorrhoe) kann die Einnahme von 30 Tropfen eines Mönchspfefferpräparats helfen, eine regelmäßige Regelblutung herbeizuführen.

Mönchspeffer wirkt nicht nur bei Menschen. Auch bei Pferden findet die Heilpflanze Anwendung. Sie gilt als pflanzliches Kastrat und soll die Libido speziell bei Hengsten und spät kastrierten Wallachen hemmen.

Mönchspfeffers Nebenwirkungen

Auch Nebenwirkungen sind bei der Einnahme von Mönchspfeffer möglich. Unter anderem können Kopfschmerzen, Beschwerden des Verdauungstraktes wie Magen- und Bauchschmerzen sowie allergische Reaktionen wie Hautausschlag (Nesselsucht) vorkommen.

Treten Nebenwirkungen auf, sollten Betroffene in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und die Einnahme des Präparates unterbrechen.

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