Magnesiumchlorid oder Magnesium in Lebensmittel

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Möglichkeiten der Magnesiumaufnahme

Die tägliche Zufuhr von Magnesium erfolgt über die Nahrung und kann zusätzlich bei Bedarf durch Nahrungsergänzungen in Form von Kalzium-Magnesium-Tabletten unterstützt werde. Ein äußerliches Zuführen ist auch mit in Wasser gelöstem Magnesiumchlorid möglich. Der Körper nimmt das Mineral über den Magen-Darm-Trakt und über die Haut auf. Bei der Aufnahme über die Nahrung verwertet der Organismus lediglich 30 Prozent des in den Lebensmitteln enthaltenen Magnesiums. Den Rest scheidet er mit dem Urin über die Nieren wieder aus.

© Sergiogen - Fotolia.com
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Gehalt an Magnesium in Lebensmittel

Ein ausgewachsener Mensch enthält rund 25 Gramm Magnesium, das sich zu mehr als fünfzig Prozent in den Knochen befindet. Jeder Mensch muss Magnesium mit seiner Nahrung aufnehmen, da der Körper es nicht selbst produzieren kann. Der empfohlene Bedarf an Magnesium richtet sich nach Alter, Geschlecht sowie physischer und psychischer Aktivität und liegt bei:

  1. Kindern bis zum vierten Lebensjahr zwischen 24 und 80 Milligramm,
  2. Schulkindern und Jugendlichen zwischen 120 und 310 Milligramm sowie
  3. Erwachsenen zwischen 300 und 400 Milligramm Magnesium am Tag.

Werdende und stillende Mütter sowie Schwerarbeiter und Leistungssportler weisen einen erhöhten Bedarf auf.

Ernährung

Ausgewogene und vollwertige Kost statt einseitiger Ernährung

Magnesium ist in Lebensmittel in unterschiedlichen Mengen enthalten. Der zunehmende Anbau pflanzlicher Produkte auf nährstoff- und magnesiumarmen Böden führt zu einem Sinken des Gehalts an Magnesium. Ein weiterer Faktor ist das Zubereiten der Speisen durch Kochen, Garen und Braten, bei dem weitere Vitalstoffe verloren gehen. In der Regel ist ein Magnesiummangel auf eine einseitige und vitalstoffarme Ernährung zurückzuführen.

Nächtliche Wadenkrämpfe und schnelle Erschöpfung sind typische Anzeichen für einen Mangel an Magnesium im Körper. Sie geben Anlass, den Speiseplan zu überdenken und bei Bedarf mit magnesiumreichen Lebensmitteln aufzufüllen. Besonders reich an Magnesium sind Vollkornprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte sowie frisches Obst und grünes Gemüse. Mineral- und Heilwässer enthalten abhängig von ihrer Herkunft ebenfalls Magnesium in unterschiedlichen Konzentrationen. Bei den tierischen Produkten sind vor allem Leber, Geflügel und Fisch magnesiumreich. Selbst Schokolade kann zum Decken des täglichen Bedarfs an Magnesium beitragen.

Menschen, die sich abwechslungsreich und ausgewogen ernähren, benötigen keine Ergänzungsmittel in Form von Tabletten oder Kapseln. Durch Schwerarbeit, Sport oder während der Schwangerschaft ist der Bedarf erhöht. Der Körper ist in der Lage, ein kurzzeitiges Defizit durch die Resorption von Magnesium aus dem Harn zu kompensieren. Eine länger andauernde Unterversorgung führt zum Magnesiummangel mit den typischen Symptomen.

Magnesium in Lebensmittel

Magnesium in Lebensmittel – die zehn besten Magnesiumlieferanten

Der Gehalt an Magnesium in Lebensmittel ist je nach Art und Herkunft unterschiedlich. Für den Verbraucher ist es schwierig, beim Einkauf auf Nahrungsmittel, die viel Magnesium enthalten, auszuweichen. Die folgende Tabelle zeigt die zehn wichtigsten Magnesiumlieferanten und soll daher als kleiner Leitfaden beim täglichen Einkauf dienen.

Magnesium in Lebensmittel
Lebensmittel (100 Gramm)Magnesiumgehalt in Milligramm
Sonnenblumenkerne420
Kakao415
Weizenkeime253
Sojabohnen220
Hirse170
Mandeln170
Naturreis157
Kichererbsen155
Erd- und Haselnüsse150
Haferflocken140

Aus dieser Aufstellung ergibt sich, dass bereits weniger als 100 Gramm Sonnenblumenkerne oder Kakao den Bedarf eines erwachsenen Menschen pro Tag mit Magnesium decken.

Bei der Lebensmittelwahl sind Produkte aus biologischem Anbau zu bevorzugen, da der Einsatz von Kunstdüngern zum Auslaugen der Böden und einer Verringerung des Magnesiumgehalts führt.

Der Gehalt an Magnesium in Lebensmittel bezieht sich auf frische Produkte. Durch das Bearbeiten und Zubereiten wie Schälen, Schneiden oder Kochen geht ein Teil des Magnesiums mit dem Wasser und den Abfällen verloren. Neben Magnesium sind in Lebensmittel wie Obst und Gemüse Kalzium sowie wichtige Vitamine wie A, C und E enthalten. Diese braucht der Körper zum Bekämpfen von freien Radikalen, die den Alterungsprozess fördern und Krebs erregen können.

Verwertung des Magnesiums im Körper

Die Aufnahme und Verwertung des Magnesiums im Körper ist von der Funktion der Nieren und dem Vorhandensein bestimmter Vitamine abhängig. Dialysepatienten und Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion neigen zu einem Überschuss, der sich in Symptomen wie Durchfall oder schneller Erschöpfung äußert. Betroffene sollten den Verzehr magnesiumreicher Nahrung reduzieren. Kalzium regt die Funktion der Nieren an und baut somit ein Zuviel an Magnesium im Körper ab.

Bei Symptomen, die auf einen Mangel oder Überschuss an Magnesium hindeuten, empfiehlt sich ein klärendes Gespräch mit dem Hausarzt. Dieser kann nach einer eingehenden Anamnese eine Blut- und Urinuntersuchung vornehmen, welche die Grundlage für eine weitere Therapie bildet.

Magnesiumchlorid – ein wirksames Mittel für den ganzen Körper

Magnesiumchlorid entsteht durch die Reaktion von elementarem Magnesium mit Salzsäure. Aufgrund der Reaktionsfreudigkeit kommt Magnesium in der Natur ausschließlich in Form von Salzen und Mineralien vor. Kein menschlicher Körper kann Magnesium produzieren, sondern muss es über die Nahrung aufnehmen. In einem erwachsenen Menschen sind rund 25 Gramm Magnesium enthalten, davon mehr als die Hälfte in den Knochen. Der tägliche Bedarf richtet sich nach Alter und Geschlecht und liegt zwischen 300 und 400 Milligramm bei Erwachsenen. Ein Decken des Tagesbedarfs ist durch den Verzehr magnesiumhaltiger Lebensmittel und das Verwenden von Magnesiumchlorid als Salz möglich.

Magnesiumchlorid enthält als chemische Elemente Chlor und Magnesium. Die farblosen und hygroskopischen Kristalle haben einen bitteren Geschmack und sind gut in Wasser löslich.

Magnesiumchlorid kommt in der Natur im Meer und verschiedenen Salzseen sowie in Mineralien wie Bischofit und dem Doppelsalz Carnallit vor. In der Industrie spielt Magnesiumchlorid bei der Produktion von metallischem Magnesium eine wichtige Rolle. Als Zusatz in Lebensmitteln ist Magnesiumchloridsalz unter der Nummer E 511 der Lebensmittelzusatzstoffe bekannt.

Magnesiumchlorid ist ein Produkt aus der Natur, das neben anderen Lebensmitteln zum Decken des täglichen Bedarfs an Magnesium beiträgt. Es eignet sich als Salz beim Zubereiten der Nahrung, darüber hinaus ist es in einigen Mineralwässern enthalten. Magnesiumchlorid kann bei richtiger Dosis:

  •         das Immunsystem stärken,
  •         einer Arterienverkalkung vorbeugen und
  •         somit vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen,
  •         die Funktion der Muskeln unterstützen,
  •         einer Arthritis und Knochenschwund vorbeugen sowie
  •         das nervliche Gleichgewicht herstellen.

Magnesiumchlorid spürt „blindes Kalzium“ in den Knorpeln und Gelenken auf und lagert es in den Knochen ein, was deren Abbau entgegenwirkt. Ferner regelt Magnesium die Verdauung und den Blutdruck und beugt Erkältungen und Schnupfen vor.

Innerliche und äußerliche Anwendung von Magnesium als Chlorid

Magnesiumchlorid ist ein freiverkäuflicher Zusatzstoff, der sich zum Zubereiten der Nahrung und für die äußerliche Anwendung eignet. Oral aufgenommenes Magnesium verwertet der Körper nur zu 30 Prozent, den Rest scheidet er mit dem Urin wieder aus.

Außerdem treten am Anfang zuweilen leichte Nebenwirkungen wie Durchfall auf. Eine bis zu hundertprozentige Aufnahme und Verwertung ist durch äußerliches Anwenden möglich. Magnesiumchlorid lässt sich als wässrige Lösung auf die Haut sprühen oder zum Einreiben und in Bädern verwenden. Das Magnesium dringt durch die Haut in den Körper ein und gelangt in kurzer Zeit an die Stellen, wo er es benötigt. Alternativ sind Salben und Cremes, die Magnesiumchlorid enthalten, empfehlenswert.

Behandlung mit Magnesiumchlorid

Wann ist eine Anwendung mit Magnesiumchlorid sinnvoll?

Gerade bei körperlich und geistig angespannten Menschen reicht die mit der Nahrung aufgenommene Menge an Magnesium zum Decken des Tagesbedarfs nicht aus. In erster Linie sind Schwerarbeiter und Leistungssportler betroffen, die mit dem Schweiß einen Großteil des Magnesiums wieder ausscheiden. Neben Präparaten mit Kalzium und Magnesium als Nahrungsergänzung stellt das äußerliche Anwenden von Magnesiumchlorid eine sinnvolle und effektive Ergänzung dar.

Wenn Sie Magnesiumchlorid anwenden, empfiehlt es sich, in einem Liter Wasser 30 Gramm Magnesiumchloridsalz aufzulösen. Diese Salzlösung lässt sich zum Einreiben der Haut oder als Badezusatz verwenden. Ein Fußbad am Abend mit einer Magnesiumchloridlösung hilft, den Bedarf an diesem wichtigen Mineral zu decken. Ein zusätzliches äußerliches Anwenden ist bei Menschen, die:

  1.         unter hohem physischen und psychischen Leistungsdruck stehen,
  2.         mit schwachem Immunsystem sowie
  3.         unter Nervosität und innerer Unruhe leiden,

zu empfehlen. Schon nach kurzer Zeit verringern sich die Symptome wie nächtliche Wadenkrämpfe oder nervöse Herzbeschwerden.

Vor dem Anwenden von Magnesiumchlorid empfiehlt sich ein beratendes Gespräch mit dem Hausarzt. Nicht nur ein Magnesiummangel, sondern auch ein Überschuss an diesem Mineral wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Ob ein Magnesiummangel oder andere Krankheiten an den Symptomen schuld sind, kann nur der Arzt im Rahmen einer umfangreichen Untersuchung feststellen. Erhöhte Vorsicht gilt bei Menschen mit eingeschränkten Nierenfunktionen und Dialysepatienten.

Da deren Organismus überschüssiges Magnesium nicht über den Urin ausscheiden kann, besteht die Gefahr eines Überschusses und einer Vergiftung mit Magnesiumchlorid. Deren Symptome sind vielfältig und unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie reichen von schneller Ermüdung und Erschöpfung über Probleme mit den Muskeln bis zum Versagen des Herz-Kreislauf-Systems und der Atmung.