Magnesiummangel in der Schwangerschaft – Dosierung und Überdosierung

In der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit Magnesium besonders wichtig. Bei werdenden Müttern besteht ein erhöhter Bedarf an diesem Element. Während ein durchschnittlicher Erwachsener normalerweise einen täglichen Bedarf von etwa 300 Milligramm Magnesium hat, benötigen schwangere Frauen zwischen 310 bis 350 Milligramm pro Tag. Ein Magnesiummangel in der Schwangerschaft führt möglicherweise zu Mangelerscheinungen und Komplikationen.

Ursachen und Folgen für Magnesium-Mangel bei Schwangeren

Magnesiummangel Symptome
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Schwangeren Frauen obliegt es, den erhöhten Bedarf an Magnesium zu decken. Bei ihnen tritt häufig ein Mangel des Elements auf. Durch das Wachstum des ungeborenen Kindes und der Plazenta der Frau benötigt der Körper eine größere Menge. Außerdem scheiden werdende Mütter über die Nieren mehr von dem Mineral aus als Frauen, die nicht schwanger sind. Auf derartige Weise geht bis zu 25 Prozent mehr Magnesium verloren.

Symptome und Anzeichen für Magnesium-Mangel bei Schwangeren

Ein Magnesiummangel in der Schwangerschaft äußert sich häufig durch schmerzhafte Muskel- und Wadenkrämpfe. Verspannungen von Nacken, Schultern und Rücken sowie Muskelzuckungen und Muskelzittern sind möglich. Teilweise treten auch Herzrasen und Herzrhythmus-Störungen auf. Nicht nur durch die Muskeln macht ein Mangel an Magnesium auf sich aufmerksam. Auch möglich ist, dass die Nerven betroffen sind und es zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen kommt. Bei vielen Schwangeren führt ein Magnesiummangel zu Bluthochdruck, Schwindelgefühlen, gesteigerter Nervosität oder depressiven Verstimmungen.

Das Element Magnesium hat zahlreiche verschiedene Funktionen für den menschlichen Organismus. Es spielt eine wichtige Rolle für die Knochenbildung und stärkt die Muskeln. Außerdem reguliert es das Insulin und den Blutzucker für den Energiestoffwechsel und wichtige Teile der Verdauung. Gleichen Frauen einen Magnesiummangel in der Schwangerschaft nicht aus, sind Mangel-Erscheinungen und möglicherweise Komplikationen für das Baby die Folgen. Neben Muskelkrämpfen treten Müdigkeit und Übelkeit auf. Kontraktionen der Gebärmutter erhöhen das Risiko von vorzeitigen Wehen, Blutungen oder einer Frühgeburt. Der Bluthochdruck zeigt sich ebenfalls nicht als ungefährlich. Es empfiehlt sich daher, einen ausreichend hohen Magnesiumspiegel möglicherweise mithilfe von Nahrungsergänzungs-Mitteln zu gewährleisten.

Magnesium-Mangel vorbeugen und bekämpfen

Um einem Magnesiummangel in der Schwangerschaft vorzubeugen, ist eine magnesiumreiche Ernährung wichtig. Folgende Lebensmittel sind besonders reich an Magnesium:

  • grünes Blattgemüse wie Mangold und Spinat,
  • Nüsse, Mandeln, Cashews, Kürbis- und Sonnenblumenkerne,
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen,
  • Fisch,
  • Vollkornprodukte,
  • Haferflocken,
  • Milch und Milchprodukte,
  • Bananen und
  • Mais.

Eine bewusste Ernährung mit magnesiumhaltigen Lebensmitteln während der Schwangerschaft hilft, den täglichen Bedarf an Magnesium zu decken.

 

Nahrungsergänzungs-Mittel in der Schwangerschaft

Aufgrund des erhöhten täglichen Bedarfs an Magnesium fällt es schwangeren Frauen oft schwer, genügend des Minerals über die Nahrung aufzunehmen. Für sie empfiehlt es sich, auf ein Magnesium-Präparat zurückzugreifen, mit dem sie ihren Magnesiummangel in der Schwangerschaft ausgleichen.

Eine mögliche Einnahme von Magnesium-Präparaten besprechen schwangere Frauen vorab mit ihrem Gynäkologen. Er entscheidet, welches Mittel in welcher Dosierung für die individuelle Situation der werdenden Mutter das richtige ist. Bei die Nahrung ergänzenden Mitteln gegen den Magnesiummangel in der Schwangerschaft ist es wichtig, dass diese viele organische Magnesium-Verbindungen wie Magnesiumoxid, Magnesium-Aspartat oder Magnesium-Glutamat enthalten. Der Körper verwertet das Mineral so leichter. Magnesium-Präparate sind als Brausetabletten, Trinkgranulat oder Kapseln erhältlich. Da sie möglicherweise zu Übelkeit und Bauchschmerzen führen, empfiehlt es sich, die tägliche Dosis über den Tag verteilt einzunehmen. Das erhöht die Bekömmlichkeit. Zwischen statt zu den Mahlzeiten eingenommen, verwertet der Körper das Mineral besser.

Über die genaue Dosierung entscheidet der Frauenarzt. Schwangere Frauen nehmen Magnesium nicht ohne Absprache mit ihrem Arzt ein. Falsch und vor allem zu hoch dosiert wirkt es wehenhemmend. Bei einer Einnahme von Magnesium-Präparaten achtet die werdende Mutter dennoch auf eine magnesiumreiche Ernährung. Der Körper nimmt das Mineral aus der Nahrung besser auf. So schützen Frauen sich am besten vor einem Magnesiummangel in der Schwangerschaft.

Magnesium-Mangel in der Schwangerschaft vermeiden

Magnesiummangel in der Schwangerschaft ist ein Problem, das zu Komplikationen führt. Schwangere Frauen haben aufgrund des Wachstums ihres ungeborenen Kindes einen höheren Bedarf an Magnesium. Dieser liegt bei 310 bis 350 Milligramm.

Ein Magnesium-Mangel äußert sich beispielsweise durch Muskelkrämpfe, Herzrhythmus-Störungen, Übelkeit, Bluthochdruck und Schwindelgefühle. Um ihm entgegenzuwirken, ist eine magnesiumreiche Ernährung wichtig. Häufig empfiehlt der Frauenarzt zusätzlich die Einnahme eines Magnesium-Präparats. Gleichen schwangere Frauen ihren Mangel an dem Mineral nicht aus, erhöhen sie das Risiko für Blutungen, vorzeitige Wehen und Frühgeburten. Es erweist sich als bedeutend, während der Schwangerschaft auf den Magnesiumspiegel zu achten und einen Mangel auszugleichen.

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