Rezeptfreie Medikamente im Vergleich

Gerade bei Schmerzen greifen viele erst zum Medikament anstelle einen Arzt aufzusuchen. Schließlich gibt es mittlerweile eine enorm breit gefächerte Auswahl rezeptfreier Arzneimittel und Schmerzmittel, die in jeder Apotheke frei verkäuflich sind. Doch ist es sinnvoll, rezeptfreie Medikamente ohne einen Blick auf die Nebenwirkungen einzunehmen? Wir wollen im Folgenden Ratgeber die verfügbaren Medikamente miteinander vergleichen, um Ihnen eine folgerichtige und praktische Übersicht zu liefern.

rezeptfreie Medikamente © BillionPhotos.com

Was bewirken rezeptfreie Medikamente?

Öffnen wir die Hausapotheke in vielen Familien und Badezimmern springen uns gleich die geläufigen rezeptfreien Medikamente an. Einige können ohne ihren Vorrat Schmerzmitteln gar nicht leben. Wobei zu den geläufigen Wirkmitteln Iboprofen, Diclofenac und Acetylsalicylsäure – kurz ASS –  gehört. Ein Ziel haben rezeptfreie Medikamente:

Sie schalten in wenigen Augenblicken unangenehme Schmerzen und Beschwerden aus.

Die eigentlichen Ursachen werden jedoch nicht bekämpft. Darüber hinaus kann es in diesem Zusammenhang zu nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen kommen.

Wie viele rezeptfreie Medikamente auf dem Markt?

Statistische Erhebungen des Marktforschungsunternehmens IMS Health haben herausgefunden, dass die Einnahme und der Konsum der rezeptfreien Lebensmitteln leicht gestiegen sind, sodass 2015 ca. 162 Millionen Analgetika über die Ladentheke gingen. Das ist nämlich der Fachbegriff, den Apotheker für Schmerztabletten und Schmerzmittel im Allgemeinen einsetzen. Vergleicht man diese Werte mit dem Vorjahr, kommt man auf einen Anstieg um 2,4 %.

Wer sich schon einmal rezeptfreie Medikamente bestellt hat, wird schnell herausfinden, dass die Mediziner zumeist auf eine Gefahr hinweisen, wenn Sie diese länger als drei Tage einnehmen. Zudem sollten Sie die Empfehlungen für die Dosierung auf keinen Fall ignorieren. Darüber hinaus werden Apotheker nach der Art der Schmerzen und Beschwerden fragen und im Zweifelsfall lieber einen Arztbesuch, als Tabletten zuhause empfehlen.

Rezeptfreie Medikamente bei akuten Schmerzen

Häufig greifen Betroffene bei akuten Schmerzen, wie zum Beispiel einer Migräneattacke oder Zahnschmerzen, schnell zur Tablette. Eine vorübergehende Behandlung mit diesen rezeptfreien Medikamenten stellt kein Problem dar. Gefährlich wird es erst, wenn diese über längere Zeit eingesetzt werden. Tatsächlich kann man sich so eine Entzündung der Magenschleimhaut holen. Bei unkontrollierter und lang anhaltender Einnahme dieser Medikamente steigt auch die Gefahr von Magenblutungen.

Alarmzeichen: Wann Sie sofort zum Arzt gehen müssen?

Stellen Sie unter der Einnahme von Schmerzmitteln zum Beispiel Blut im Stuhlgang fest oder haben Sie Blut erbrochen, sollten Sie sofort notärztliche Behandlung aufsuchen.

In diesem Fall steigt das Risiko einer Magenblutung.

Über längere Zeit können diese Blutungen sogar unerkannt bleiben und gehen zumeist nicht einfach nur auf die Medikamente, sondern auf einen chronischen Eisenmangel oder eine mögliche Blutarmut zurück.

Außerdem können Sie über die Einnahme rezeptfreier Schmerzmittel auch das Risiko von Neben-Nierenschäden erhöhen. Gerade ältere Menschen gehören zu den Risiko Patienten, sodass wir die Medikamente nur unter Berücksichtigung von Vorerkrankungen und Begleiterscheinungen einnehmen sollten. Es ist zum Beispiel nicht empfehlenswert, rezeptfreie Schmerzmittel in Kombination mit blutdrucksenkenden Mitteln zu nehmen. Auf jeden Fall sollten Sie vorab mit einem Arzt sprechen, ob mit der Einnahme wirklich keine Gefahr verbunden ist.

Die Basics rezeptfreier Medikamente in der Übersicht

Ob Sie es glauben oder nicht, selbst die Stiftung Warentest hat sich mit rezeptfreien Medikamenten, sprich nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln, auseinandergesetzt. Dabei ist es doch hilfreich zu wissen, dass vorab das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Einstufung vornimmt, an die sich schlussendlich jede Apotheke zu halten hat.

Eine genaue Bestimmung vom Status erfolgt anhand bekannter Risiken. Dabei definieren Experten frei verkäufliche Arzneimittel als leichte Medikamente mit sehr schwachen, aber wirksamen Bestandteilen. Auf diese Weise können Sie Beschwerden unbedenklich lindern, was eine ärztliche Diagnose außen vor lässt. Zumeist basieren die Wirkstoffe auf Kräutern, Vitaminen und Mineralstoffen ebenso wie Pflanzenextrakten.

Voltaren Schmerzgel

Muskelbeschwerden und Rückenschmerzen können den gesamten Alltag beeinflussen und sie an den normalen Bewegungen hindern. Es handelt sich bei diesem rezeptfreien Medikament um ein Schmerzgel, das in vielen Apotheken zum absoluten Topseller gehört, da es gerade

  • bei akuten Muskelschmerzen im Bereich des Rückens,
  • bei Unfallverletzungen, Zerrungen und Prellungen ebenso zum Einsatz kommt wie
  • beim berüchtigten Tennisarm oder
  • Schmerzen in den Bändern und Sehnen.

Einschränkungen ergeben sich im Hinblick auf das Alter der Patienten, sodass dieses Schmerzgel nicht für Kinder geeignet ist. Obendrein garantiert der Hersteller einer sehr gute Verträglichkeit, sodass dieses Gel bis zu drei Wochen angewendet werden kann. Erst wenn sich der Zustand nicht verbessert, steckt hinter der eigentlichen Zerrung wohl eine ernsthaftere Ursache.

Tragen Sie das Gel alle 12 Stunden zweimal am Tag auf. Die genaue Dosierung sollte am besten mit einem Arzt besprochen werden.

UMCKALOABO bei akuter Bronchitis

Zugegeben dieses rezeptfreie Medikament lässt sich nur schwerlich aussprechen, hilft jedoch bei akuter Bronchitis und ist besonders stark bei Atemwegsinfekten. Immer wenn es im Hals kratzt, Sie husten und mit Schleim sowie Bronchitis zu kämpfen haben, bekämpft UMCKALOABO anders als vergleichbare rezeptfreie Medikamente

  • direkt den Infekterreger,
  • löst den zähen Schleim und
  • beschleunigt die Heilung.

Sehr praktisch, dass pflanzliche Anti-Infectum ist auch als Saft für Kinder erhältlich und punktet mit einem angenehmen Geschmack und einem Verzicht auf Farbstoffen, Gluten und Laktose. Darüber hinaus ist es als Spezialextrakt direkt aus den Wurzeln des südafrikanischen Kap Land Pelargonie erhältlich.

Eine Tablette soll einer Wirkung von 30 Tropfen entsprechen.

GINGIUM intens

Aus den Ginkgoblättern bzw. dem Trockenextrakt werden die aktiven Wirkstoffe dieser rezeptfreien Medikamente gewonnen. Gerade bei Gedächtnisstörungen und Konzentrationsstörungen ebenso wie bei Kopfschmerzen, Schwindel und Niedergeschlagenheit kommt dieses Arzneimittel zum Einsatz. Es sollte nicht genommen werden, wenn man allergisch bedingte Reaktionen gegenüber Ginkgo aufweist oder bei Patienten in der Schwangerschaft. Bislang gibt es noch keine ausreichenden Untersuchungen in der Altersgruppe unter 18 Jahren, sodass hier auch Vorsicht vorherrscht.

Es handelt sich hierbei um ein rein pflanzliches Wirkmittel, das auf lange Sicht eine Verbesserung erzielen kann.

Grippostad C

Die kleinen Hartkapseln wirken gegen grippale Infekte und Erkältungskrankheiten und liefern dem Körper eine Extraportion Vitamin C. Ein Mix aus den Wirkstoffen

  • Koffein,
  • Paracetamol,
  • Chlorphenaminhydrogenmaleat und
  • Ascorbinsäure

soll Infekten den Garaus machen. 24 Kapseln gibt es bereits ab 11,97 €. Dabei soll jeder Patient dreimal zwei Kapseln täglich vollständig aufbrauchen. Eine besonders hohe Wirksamkeit ist diesem Medikament und mittlerweile einem der meist verwendeten Arzneimittel gegen Erkältungskrankheiten zuzusprechen, wenn es in den ersten ein bis zwei Tagen der Ansteckung eingenommen wird.

Das Koffein wirkt schmerzlindernd ebenso wie Paracetamol und das Chlorphenamin, als ein Bestandteil der Gruppe der Antihistaminika, wirkt abschwellend auf die Nasenschleimhaut. Wir haben es hier mit einem komplexen Wirkmittel zu tun, das bereits viele Erkältungen in Keim ersticken konnte. Mittlerweile gibt es ein Granulat als Stickpack für all die Patienten, die nicht in der Lage sind, die Kapseln herunter zu schlucken.

Aspirin

Bei Schmerzen jeglicher Art gilt Aspirin als der Klassiker und ist als rezeptfreies Medikament sehr beliebt. Mittlerweile gibt es verschiedene Produkte, wie Aspirin, Aspirin Effect, Aspirin Plus C und Aspirin Komplex.

Erkältungsbedingte Schmerzen und Fieber sind ebenso unerträglich für Patienten wie Migräneanfälle, die Sie vollkommen aus der Bahn werfen und einen normalen Alltag nicht möglich machen. Aus diesem Grund hat man spezifische Arzneimittel, wie zum Beispiel Aspirin Migräne und Aspirin Koffein entwickelt, um Ihnen eine schnelle Hilfe zukommen zu lassen.

Vitasprint

Mittlerweile ist Vitasprint B 12 das meistverkaufte Stärkungsmittel in ganz Deutschland, denn es liefert dem Körper hochdosierte Vitamin B 12 sowie wichtige Eiweißbausteine. In wenigen Augenblicken decken sie die Tagesdosis, und geben dem Körper die Möglichkeit, um fit und aktiv durch den Tag zu gehen.

Bekannterweise gehört Vitamin B 12 zu den Nervenvitaminen, die wichtige Funktionen der Nervenzellen und des Gehirns unterstützen. Besonders praktisch, dieses rezeptfreie Medikamente setzt weder Farbstoffe noch Alkohol oder tierische Bestandteile ein und ist in einem praktischen Glasflächen erhältlich.

Letzte Aktualisierung am

Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
  • Deutsches Ärzteblatt, Studien und aktuelle Nachrichten
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne ( Sie dürfen als erster diesen Artikel bewerten.