Mumps – Ziegenpeter bei Kindern und Erwachsenen

Mumps oder der sogenannte Ziegenpeter ist eine akute Viruserkrankung die meist im Kindesalter vorkommt. Ausgelöst wird Mumps durch einen Virus der die Speicheldrüsen und andere Organe infiziert. Mumps kann schwere Komplikationen im zentralen Nervensystem auslösen. Mumps kann durch eine Impfung verhindert werden. Mumps oder Rubula ist im Volksmund unter dem Namen Ziegenpeter bekannt und eine hoch- ansteckende Virus.

Obwohl Mumps vorrangig bei Kindern vorkommt, können auch Erwachsene an Mumps erkranken. Wenn man die Infektion einmal durchgemacht hat ist man lebenslang immun dagegen. Mumps gehört zu den klassischen Kinderkrankheiten. Mumps verursacht häufig Komplikationen wie Hirnhautentzündung und Hodenentzündung. Durch eine Impfung kann Mumps gut vorgebeugt werden.

Mumps Übertragung

Das Virus Paramyxovirus parotidis, das Mumps Virus überträgt sich durch Tröpfcheninfektion, das heist durch Niesen und Sprechen. Der Virus muss zur Infektion in den Körper eindringen, das geschieht meist durch den Mundbereich. Das Mumps Virus verbreitet sich dann über die Schleimhäuten der Atemwege und gelangt dann in die Speicheldrüsen. Im Körper wandert Mumps Viren über die Blutbahn und infizieren verschiedene Organe. Bis zu 40% aller Mumps-Infektionen verlaufen ohne Symptome und werden von den Betroffenen nicht als Virus-Erkrankung wahrgenommen.

Mumps Inkubationszeit

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Symptome beträgt bei Mumps 14 bis 20 Tage. Die Schwellungen an den Ohrspeicheldrüsen treten meist noch 1 bis 2 tage später auf.

Symptome Mumps

  • Schwellung der Ohrspeicheldrüse
  • leichtes Fieber
  • Taubheit

Krankheitsverlauf bei Mumps

Die typischen Symptome beginnen mit einer Schwellung unter dem Ohr am Kiefer, die entzündeten Ohrspeicheldrüse vergrößern sich. Anfangs bemerkt man die Infektion auch durch erschwertes Essen da das Öffnen des Mundes zu Schmerzen führt.

Bei Erwachsenen kommt es häufiger zu Fieber und Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und der Geschlechtsdrüsen. Bei 10% der Betroffenen kommt es zu Hirnhautentzündungen und anderen Komplikationen.

Mumps Komplikationen

Mumps verursacht bei Ausbruch oft schwere Komplikationen und dies besonders im Kindesalter, dazu gehören:

  • Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Hodenentzündung (Unfruchtbarkeit)
  • seltener Eierstockentzündung,
  • Entzündungen der Schilddrüse und Gelenke
  • .Ertaubung

Besonders hoch ist das Risiko bei einer Schwangerschaft, Mumps kann zu Fehlgeburten und Fehlbildungen führen.

Verbreitung

Mumps Viren kommen auf der ganzen Welt vor. In Deutschland gibt es jährlich ca. 5000 Fälle von Mumps Infektionen..

Vorbeugung

Zur Vorbeugung steht eine Impfung zur Verfügung, die zusammen mit derjenigen gegen Röteln und Masern zweimal, im Alter von 12 Monaten und von 15-24 Monaten, empfohlen wird. Der Schutz währt bei den meisten vollständig geimpften Personen lebenslänglich.

 

Letzte Aktualisierung am

Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
  • Deutsches Ärzteblatt, Studien und aktuelle Nachrichten
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