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Verhalten der Leukozyten bei Blinddarmentzündung

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Die Leukozyten-Werte bei einem entzündeten Blinddarm

Eine Entzündung des Wurmfortsatzes nennt sich in der Fachsprache Appendizitis. Bei dieser Infektion handelt es sich um eine Inflammation mit speziellen Entzündungs-Parametern. Die Leukozyten bei der „Blinddarmentzündung“ sind erhöht. Das bedeutet, dass die Konzentration der weißen Blutkörperchen oberhalb des Normbereichs liegt. Neben anderen Symptomen deutet der erhöhte Leukozytenwert auf die Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis) als Anhängsel des Zäkums (Blinddarms) hin. Jedoch gibt es Fälle, bei denen während der Appendizitis keine Veränderung des Leukozyten-Werts eintritt.

© Dr_Kateryna - Fotolia.com
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Die Leukozyten bei der Blinddarm-Entzündung

Die Menge der Leukozyten bei der Blinddarmentzündung nimmt innerhalb kurzer Zeit zu. Somit steigt die Zahl der weißen Blutzellen auf über 10.000 Stück pro Mikroliter Blut. Bei einer Entzündung des Blinddarms befinden sich Fremdstoffe im Organismus. Diese Fremdkörper sorgen für die Aktivierung der weißen Blutkörperchen. Die Leukozyten kümmern sich um das Erkennen und Entfernen von:

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  • Fremdkörpern,
  • Pilzen,
  • Viren
  • und Bakterien.

Vorwiegend die Granulozyten treten als Fresszellen auf. Sie vernichten die Fremdkörper, die zu einer Entzündung des Wurmfortsatzes führen. In der Regel handelt es sich bei der Appendizitis um eine schnell eintretende Erkrankung. Krankheits-Symptome wie Fieber und Krämpfe gehören zu den Anzeichen für die „Blinddarm-Entzündung“. Breitet sich die Infektion auf den gesamten Wurmfortsatz aus, kommt es zu einer Typhlitis. Der komplette Blinddarm nennt sich in der Fachsprache Zäkum.

In der Regel leiden die Patienten einer Appendizitis unter einem individuellen Verlauf der Krankheit. Jedoch kommt es im Normalfall zu einer Erhöhung der Leukozyten bei der Blinddarmentzündung. Dieser Anstieg deutet vor dem Eintritt der Schmerzen auf die Krankheit hin. In seltenen Fällen bleibt die Erhöhung der weißen Blutzellen komplett aus. Dabei handelt es sich um eine symptomlose Blinddarm-Entzündung.

Die gesenkte Leukozytenzahl bei der Appendizitis

Kommt es bei der Appendizitis zu einem schweren Verlauf, senkt sich die Zahl der weißen Blutkörperchen nach einer bestimmten Zeit. Ebenso verringert sich die Konzentration der Leukozyten bei der Blinddarmentzündung, wenn die Erkrankung länger andauert. In diesem Fall produziert der Organismus des Patienten eine hohe Anzahl der weißen Blutzellen. Nach einem bestimmten Zeitraum sinkt das Pensum der Nachproduktion.

Das bedeutet, der Körper der Betroffenen bildet weniger weiße Blutkörperchen. Dieser Umstand führt zum Absinken der Leukozyten-Konzentration. In der Zwischenzeit besteht ein erhöhtes Risiko, an Folge-Infektionen zu erkranken. Das geschwächte Immunsystem wehrt Krankheitserreger nicht länger effektiv ab. Weitere Bakterien oder Viren befallen den Organismus des Patienten.

Die von Bakterien verursachte Blinddarm-Entzündung

In der Regel entsteht eine Entzündung, wenn es zu einer Verstopfung des Wurmfortsatzes kommt. Die Bakterien innerhalb des Darms sorgen für die Verdauung. Bei der Appendizitis verstopft das Intestinum und sie greifen die Darmwände an. Dadurch identifizieren die weißen Blutzellen diese Bakterien als Erreger. Zusätzliche Fremdstoffe in Form von Speiseresten sorgen für das Fortschreiten der Infektion.

Um die Erreger zu bekämpfen, erhöht sich die Zahl der Leukozyten bei der Blinddarmentzündung drastisch. Auf diese Weise steigt sie, bevor der Patient die charakteristischen Schmerzen spürt. Auch bei dem CRP-Wert, dem C-reaktiven Protein gibt es eine deutliche Veränderung. Bei einer von Bakterien verursachten Blinddarm-Entzündung vermehrt sich dieses.

Im Regelfall orientiert sich die Anzahl der Leukozyten bei der Blinddarmentzündung am Ausmaß der Inflammation. Je ausgeprägter die Appendizitis ist, desto schneller steigt sie an. Nimmt die Wurmfortsatz-Entzündung einen normalen Verlauf, vergrößert sich die Zahl der weißen Blutkörperchen auf bis zu 12.000 Stück je Mikroliter Blut.

Das bedeutet in diesem Fall, dass die Zahl der Leukozyten bei der Blinddarmentzündung um 2.000 Stück ansteigt. Bei der Ausbreitung der Infektion entsteht schlechtestens der Durchbruch des Wurmfortsatzes. Es kommt zu einer starken Vermehrung der Darmbakterien. Daraus resultiert ein Anstieg der weißen Blutzellen. Ihr Wert liegt bei 13.000 Leukozyten in einem Mikroliter Blut. Jedoch zeigt sich die Entzündung des Blinddarms nicht sicher erkennbar. In manchen Fällen fehlen die typischen Symptome der Appendizitis. Beispielsweise bleiben die Schmerzen bei der Entzündung aus. Der Wert der weißen Blutkörperchen verändert sich bei einer symptomlosen Blinddarmentzündung nicht. Anzeichen wie Fieber oder Schmerzen treten erst bei einem Durchbruch des Wurmfortsatzes auf.

Der Leukozytenwert bei der Appendizitis zusammengefasst

Als Entzündungsmarker deuten die vermehrten Leukozyten auf eine Blinddarmentzündung an. Bei der Infektion kommt es zu einer Verstopfung des Wurmfortsatzes. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Darmbakterien. Eine Entzündung entsteht. Die weißen Blutkörperchen vernichten die Erreger, sodass ihre Konzentration innerhalb kurzer Zeit rapide ansteigt. In der Regel geschieht das, bevor der Betroffene die ersten charakteristischen Schmerzen verspürt. Die Zahl der weißen Blutzellen hängt von dem Grad der Erkrankung ab.

Quelle:

http://www.leukozyten-info.de/leukozyten-bei-blinddarmentzuendung.html

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