Wie Sie Leberflecken entfernen lassen?

Kaum etwas anderes auf der Haut sorgt für soviel Besorgnis und Rätsel wie Leberflecken.  Zunächst sollten Sie feststellen, ob es sich um gefährliche Flecken handelten. Hautärzte raten dazu, im Zweifelsfall die Leberflecken entfernen zu lassen. Behalten Sie Ihren Körper im Blick und begeben sich in die Hände erfahrener Dermatologen, um gesundheitlichen Risiken aus dem Weg zu gehen. Wir zeigen im folgenden Ratgeber alle Möglichkeiten, wie sich Leberflecken entfernen lassen.

Leberflecken © animaflora

Leberflecken entfernen: gefährliche Flecken erkennen

Zunächst einmal sollten Sie feststellen, ob es sich um gefährliche Leberflecken handelt. Eine der gefährlichsten Folgen von Leberflecken ist der bösartige, schwarze Hautkrebs, den einzig und allein ein Dermatologen diagnostiziert.

Für eine erste Einordnung der Leberflecken gilt es, die Form und die Farbe anhand der vorgegebenen Merkmale zu untersuchen. Die Ärzte verwenden zur Diagnostik spezifische Vorgaben. So können ungefährliche Leberflecken schnell abgeglichen werden.

Wann ist ein Muttermal gefährlich?

Grundsätzlich ist ein Muttermal eine gutartige Wucherung.  An der betreffenden Stelle auf der Haut finden besonders viele pigmentbildende Zellen zusammen. Gemeinsam bilden sie den Hautfarbstoff und das Muttermal.

Tatsächlich können diese Flecken unterschiedliche Farben haben, ohne gefährlich zu sein. Gerade in der Schwangerschaft bilden viele Frauen vermehrt Leberflecken und Muttermale aus. Dennoch steigt in dieser Zeit auch das Risiko, dass aus einem gutartigen Muttermal ein bösartiger Leberfleck wird.

Von daher sollten Schwangere ihre Leberflecken besonders aufmerksam kontrollieren.

Biopsie bei verdächtigen Leberflecken

Hat der Arzt berechtigte Zweifel, wird er eine Biopsie veranlassen. Für diesen Zweck entnimmt er aus dem betroffenen Leberfleck eine Probe und schickt sie in ein Labor.

Fachleute untersuchen die Hautprobe unter einem Mikroskop.

Leberflecken entfernen lassen

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel der operative Eingriff oder das Entfernen der Leberflecken mit dem Laser. Eine weitere moderne Option eröffnet sich über IPL – die Behandlung mit intensiv gepulstem Licht.

Operation: wie Leberflecken entfernen?

  1. Der behandelnde Arzt wird die betroffenen Gebiete abtasten und desinfizieren. Dann spritzt er ein Betäubungsmittel.
  2. Eine örtliche Betäubung ist ausreichend. Der betroffene Abschnitt der Haut ist unempfindlich und der Patient spürt rein gar nichts.
  3. Mit einem kleinen Skalpell ist es einfach, den Leberfleck herauszuschneiden.
  4. Bei großflächigen Leberflecken folgt nach dem Eingriff eine Naht, um die Wunde mit mehreren Stichen zu verschließen.

Es gehört zu den normalen Prozess, entfernte Leberflecken in ein Labor zu schicken, um diese detailliert zu untersuchen. Patienten müssen normalerweise nicht im Krankenhaus bleiben und können sofort wieder nachhause. Ihr Arzt spricht mit Ihnen über eine mögliche Nachbehandlung.

Lassen Sie die betroffene Wunde auf keinen Fall in Kontakt mit Schmutz oder Fremdkörpern kommen.

Mit dem Laser Leberflecken entfernen

Handelt es sich hingegen nicht um gefährliche Leberflecken, sondern um Flecken, die als kosmetisch störend empfunden werden, kommt der Laser häufig zum Einsatz. Dies ist eine äußerst präzise und schonende Form der Entfernung. Auch hier ist die Desinfektion der erste Schritt. Danach erfolgt wie gewohnt die oberflächliche Betäubung, bevor der Laser seine Arbeit in den oberen Hautschichten beginnt. Durch die Freisetzung der Wärme kann das Melanin zerstört werden. Keine Sorge, wenn der Leberfleck nach der Behandlung zunächst etwas dunkler ist. Denn das wird sich in den nächsten Tagen geben.

Mit Licht Leberflecken entfernen

Mittlerweile ist IPL ist eine anerkannte Methode, über hochenergetische Lichtblitze Leberflecken zu entfernen. Auch diese Methode ist der kosmetischen Behandlung zuzuordnen. Das gepulste Licht zerstört die Pigmente und hellt den Hautbereich auf. Diese Methode ist besonders sanft, denn die Hautzellen als solches bleiben erhalten.

Der korrekte Umgang mit Leberflecken

Nun bei jedem Leberfleck sofort in Panik zu verfallen, ist vollkommen übertrieben. Gehen Sie besonders vorsichtig mit den Flecken um, Sie sollten niemals daran kratzen oder selbst daran herumdoktern.

Hätten Sie vielleicht gedacht, dass Flecken über das Katzen im Hinblick auf das bösartige Wachstum angeregt werden? Umso wichtiger, dass Sie unsere Hinweise zum korrekten Umgang mit Leberflecken befolgen:

  • Gehen Sie niemals ohne Sonnenschutzmittel in die Sonne. Auch wenn die B Vitamine der UV-Strahlen gesundheitsfördernd auf den Körper wirken, kann die Haut ohne einen Sonnenschutz einen beträchtlichen Schaden davon tragen.
  • Muttermal oder Leberflecken sollten sich niemals verändern, ist das der Fall, geht es sofort zum Dermatologen.
  •  Decken Sie Pigmentflecken unproblematisch mit sensitiven Kosmetika ab, die auf dem gleichen Niveau wie der Haut liegen.
  • Unregelmäßige Hautveränderungen gelten als gefährlich und sollten untersucht werden.
  • Ebenso bilden Krebserkrankungen in der Vorgeschichte der Patienten und in der Familie einen Risikofaktor aus.
  • Sie sollten in diesem Fall regelmäßig einen Hautarzt besuchen und alle Pigmentflecken und Leberflecken im Blick behalten.

Fazit

Behalten Sie alle Leberflecken auf dem Körper im Blick. Kommt Ihnen etwas komisch vor? Dann vereinbaren Sie einen Termin beim Dermatologen. Es bringt rein gar nichts, eine Untersuchung vor sich herzuschieben. Denn wenn es sich auch um einen bösartigen Leberfleck handelt, muss dieser so früh wie möglich entfernt werden.

Doktern Sie niemals an einem Leberfleck allein herum, denn das kann vor allen Dingen das bösartige Wachstum und Hautkrebs sogar in Gang setzen. Auch bei entzündeten, blutenden und aufgekratzten Leberflecken sollten Sie sich Hilfe bei einem Facharzt suchen.

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weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

Unsere Informationen dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder zur Eigenbehandlung genutzt werden. Bei Beschwerden und Fragen konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt.
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