Cortison Wirkung & Nebenwirkungen – Wundermittel mit zweifelhaftem Ruf

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Rheumapatienten und Allergiker wären ohne dieses Schmerzmittel vollkommen aufgeschmissen. Es lindert Schmerzen und kann Leben retten. Dennoch hat Cortison nicht den besten Ruf. Viele gehen sogar davon aus, dass es gefährlich ist. Aus diesem Grund wollen wir die Cortison Wirkung und Nebenwirkungen für Sie übersichtlich zusammenstellen.

Cortison Wirkung © Zerbor

 Cortison Wirkung und Nebenwirkungen

Hätten Sie geahnt, dass Cortison von unserer Nebennierenrinde gebildet wird? Sicherlich gibt es noch andere Geheimnisse,  von denen sie bisher noch nichts geahnt haben. 1936 hatte ein Team von Forschern einen durchschlagenden Erfolg, indem es zum ersten Mal Cortison isolieren konnte. Zum damaligen Zeitpunkt ahnte man noch nichts von der großen Entdeckung eines Heilmittels, dass die gesamte Medizin verändern wird. Es dauerte weitere zehn Jahre, bis man herausgefunden hatte, wie man Cortison auch chemisch herstellen kann.

Zwei Jahre später wurde das Heilmittel zum ersten Mal in den USA eingesetzt. Man injizierte damals rheumakranken Patienten mit stark entzündeten Gelenken dieses Schmerzmittel. Die betroffenen Personen konnten fortan nahezu schmerzfrei weiter leben. Grund genug, um 1950 den Biochemikern Hench, Reichstein und Kendall den Nobelpreis zu übergeben.

Was bewirkt Cortison im Körper?

Insbesondere schwer entzündliche Stellen behandeln Ärzte mit Cortison. Dabei ist das Anwendungsfeld breit gefächert und reicht von Allergien über Morbus Crohn und Rheuma bis hin zu chronischen Hauterkrankungen und Asthma.

Auch in der Krebstherapie setzt man auf Cortisonwirkung und Nebenwirkungen, um die Entwicklung von Ödemen entgegenzuwirken. Mittlerweile bietet sich dieses Wirkmittel in unterschiedlichen Medikamenten an, als Tabletten, Salben, Cremes, Sprays und Infusionen.

An dieser Stelle wollen wir aber auch vermerken, dass es sich hierbei um eines der Schmerzmittel mit der stärksten Wirkung handelt. Das birgt es in sich auch eine gewisse Gefahr. Insbesondere die Cortison Wirkung und Nebenwirkungen stehen in der Kritik. Dabei verweisen die Fachverbände der Ärzte darauf, dass gerade bei langanhaltender chronischer Einnahme die Gefahr der Nebenwirkungen steigt.

Cortison Wirkung und Nebenwirkungen in der Übersicht

  •  Wie oben bereits erwähnt bildet vor allen Dingen die lange Behandlung ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Gewichtszunahme und Aufschwämmen.
  •  Hinzu kann es zu Schädigungen von Nieren und Leber kommen. Was in der Folge das Risiko von Osteoporose und Diabetes erhöht.
  •  Sie sollten sich darüber bewusst sein, dass Sie mit Cortison und seiner Wirkung direkt in die Stoffwechselprozesse eingreifen.
  •  Aus diesem Grund werden verstärkt Fette und Eiweiße abgebaut, was einen unwiderruflichen Einfluss auf den menschlichen Zucker- und Wasserhaushalt hat.
  •  Das mag wohl ein Grund sein, warum Patienten unter Cortisoneinnahme um ein Vielfaches anfälliger für Infekte sind. Schlussendlich schädigt dieses Medikament auf lange Sicht und bei besonders hohen Dosen das Immunsystem.
  •  Gerade diese Cortison Nebenwirkung macht man sich bei der Behandlung von Allergikern zu Nutze. Schließlich reagieren Allergiker verstärkt auf spezifische Symptome, das kann mit Cortison herabgesetzt werden.

Im Zusammenhang mit der Einnahme von Cortison sollten Patienten den Konsum von Salz und Zucker herabsetzen, da der Blutzuckerspiegel während der Medikation ansteigt. Außerdem kann es im Zusammenhang mit der Haut und einer oberflächlichen Behandlung dazu kommen, dass die einzelnen Hautschichten immer dünner werden.

Sind die Vorwürfe gegen Cortison berechtigt?

Friedemann Schmidt, der Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände, äußerte in einem Interview, dass die meisten Vorurteile gegen Cortison auf gefährliches Halbwissen zurückgehen und sich hartnäckig seit den siebziger Jahren halten. Insbesondere die aktuellen synthetisch hergestellten Medikamente  kommen heute relativ unproblematisch zur Anwendung.

So setzen Neurodermitis Patienten Cortison lokal an den betroffenen Hautstellen an – in Form von Salben. Zeigt sich zum Beispiel bei einem Allergiker eine Überreaktion, ist es möglich, das Medikament direkt an dieser Stelle zum Einsatz zu bringen. Insbesondere die äußere Anwendung setzt das Risiko herab, das Cortison direkt in den Blutkreislauf gelangt. Hier ist davon auszugehen, dass ein Mittel nur dort wirkt, wo es eingesetzt wird.

Die richtige Anwendung von Cortison

Eine Voraussetzung, um die Cortison Wirkung zu optimieren und die Nebenwirkungen herabzusetzen, ist die folgerichtige Anwendung. So ist dringend davon abzuraten, Cortison über viele Wochen direkt auf die Haut aufzutragen. Wenn es jedoch nur ein bis zweimal am Tag punktuell verwendet wird, sinken die Risiken für die Nebenwirkungen auf ein Minimum. Darüber hinaus gilt es die Hände gründlich zu waschen, wenn diese in Kontakt mit dem Medikament gekommen sind.

Bei akuten Asthmaanfällen wirken Asthmasprays mit Kortison nicht direkt. Was nicht bedeutet, dass es seine Wirkung nicht entfaltet. Der perfekte Zeitpunkt für Asthmapatienten, um Cortison einzunehmen, ist vor den Mahlzeiten. Obendrein sollten Patienten nach der Einnahme von Mundsprays die gesamte Mundhöhle ausspülen.

Fazit: Cortison Wirkung & Nebenwirkungen

Nach wie vor produziert unser Körper Cortison selbst im Ruhezustand. Kommt es zu enormen Stresssituationen, steigt die Produktion auf bis zu 300 mg an. Das mag wohl ein Grund sein, warum Menschen in lebensgefährlichen Situation und nach Unfällen in der Lage sind, auf ihre letzten Energiereserven zurückzugreifen und gewisse Schmerz gar nicht spüren.

Halten Sie sich bei der Cortison Wirkung und den Nebenwirkungen unbedingt an die Vorgaben des Arztes und vermeiden Sie es, dieses Arzneimittel dauerhaft einzunehmen. Schlussendlich sind die gefährlichen Nebenwirkungen nur an eine hohe Dosierung und an einen schwer wiegenden chronischen Verlauf einer Erkrankung gebunden.

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