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Ohrgeräusche: Klopfen im Ohr, Ursachen & Behandlung

Pochen und Klopfen im Ohr – Ständig, aber ohne Schmerzen

Wenn zum ersten Mal ein hörbares Klopfen im Ohr auftritt, reagieren die Meisten verunsichert. Oftmals ähneln die Geräusche dem Herzschlag oder verlaufen synchron zum Pulsschlag. Treten in diesem Zusammenhang Ohrenschmerzen auf, sollte das Klopfen auf keinen Fall unbehandelt bleiben. Schließlich kann es sich um die ersten Symptome einer Mittelohrentzündung oder einer ernsthaften Erkrankung handeln.

Klopfen im Ohr

Klopfen und Pochen im Ohr – Copyright: AndreyPopov, Bigstockphoto

 

Ohrgeräusche: Was sind die häufigsten Ursachen vom Klopfen im Ohr?

Gerade Ohrenerkrankungen werden als massive Beeinflussung empfunden und können mit einem Klopfen im Ohr einhergehen. Insbesondere wenn diese Geräusche über längere Zeit anhalten und von allein nicht mehr weggehen, ist die Belastung nicht von der Hand zu weisen. Eine grundsätzliche Unterscheidung fällt auf nicht existenten und existente Schallquellen.

Nicht zuletzt die Form und die Art der Ohrgeräusche können unterschiedlich ausfallen und von einem leichten Surren, über ein Pochen bis hin zu einem Klopfen reichen. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher pflanzlicher Mittel, wie zum Beispiel Gingko-Kapseln, die sich zum Beispiel positiv auf die Durchblutung auswirken. Bei Schwellungen und Entzündungen können sie jedoch genau das Gegenteil bewirken.

Als besonders belastend wird es empfunden, wenn man sich noch auf diese Geräusche konzentriert. So raten einige Ärzte dazu, einen tickenden Wecker neben das Bett zu stellen, um sich gerade in der ruhigen Einschlafphase abzulenken.

 

Klopfen und Pochen im Ohr durch Schallquellen – existent oder nicht-existent

 

EXISTENTE SCHALLQUELLEN: Hier kommt es zu Fehlfunktionen in den Blutgefäßen, die direkt am Ohr entlanglaufen. Oftmals wird das Klopfen im Ohr pulssynchron empfunden. Die häufigsten Ursachen für diese existenten Schallquellen führen auf Mittelohrentzündungen oder auf Verletzungen am Gehörgang oder im Ohr zurück.

 

NICHT-EXISTENTE SCHALLQUELLEN:  Während die Ohrgeräusche auf psychische Ursachen zurückgehen – liegen hier oftmals keinerlei Schallquellen vor. Ein Hals-Nasen-Ohren Arzt oder ein Akustiker kann zumeist keine Ursachen finden. Dennoch hören die klopfenden Geräusche einfach nicht auf. Das kann für die Betroffenen zu einer massiven Belastung werden.

 

Die Behandlung von Ohrgeräuschen, die auf keinerlei Schallquellen zurückzuführen sind, obliegen einer lang anhaltenden und professionellen Betreuung und in ernstzunehmenden Fällen einer Psychotherapie. Anders sieht es bei der Behandlung von Ohrgeräuschen aus, die auf existente Schallquellen zurückgehen. Hier liegen grundsätzliche Erkrankungen vor, die der Arzt in der Untersuchung herausfindet.

 

Klopfen im Ohr

Ärztliche Untersuchung bei Klopfen im Ohr Copyright: AndreyPopov, Bigstockphoto

 

Erkrankungen in Verbindung mit dem Klopfen im Ohr

 

Ohrenentzündung: Bei einer Entzündung des Ohrs kommt es nicht nur zu einem pulsierenden Klopfen, sondern zumeist auch zu Ohrenschmerzen, was die Hörleistung beeinträchtigt. Eine Mittelohrentzündung geht häufig mit den Symptomen der Ohrgeräusche, einem Pochen und Schmerzen einher. Bleibt eine Ohrenentzündung unbehandelt, kann dies zu bleibenden Schäden und einer Beeinträchtigung der Hörfähigkeit führen. So sind diese Entzündungsherde keinesfalls zu unterschätzen und sollten unbedingt einem Arzt vorgestellt werden.

 

Tinnitus: Hierbei handelt es sich nicht um ein pulssynchrones Klopfen im Ohr, sondern um ein Ohrtrauma infolge eines Hörsturzes. Oftmals kommt es zu diesem Symptom und der Erkrankung infolge von starken Lärmbelastungen, wobei der Tinnitus auch psychische Ursachen haben kann. Der Hörsturz ist die Folge von einem Trauma, das mit einer Minderung des Hörvermögens einhergeht. Hier haben sich verschiedene Behandlungsmöglichkeiten ergeben, die eine wirksame Erleichterung verschaffen.

 

Überlastung: Menschen, die unter anhaltendem Stress leiden, neigen zu einem Klopfen im Ohr. Bei langanhaltenden Ohrgeräuschen sollte dies unbedingt als Warnsignal verstanden werden. Dabei ist dieses Symptom eine geläufige Begleiterscheinung, wenn unter Stress die Gefäße unter Hochdruck arbeiten. In der Folge dieser Überlastungen kommt es nicht zu Schmerzen im Ohr, so dass sich gerade diese Kriterien als grundlegende Unterscheidung herausstellen.

 

Blockaden: Die eustachische Röhre ist die Verbindung zwischen dem Rachen und dem Mittelohr. Gefäßerkrankungen, Schwellungen oder Fremdkörper können eine solche Blockade hervorrufen. Fachärzte bezeichnen die Entzündungen in diesem Bereich als Tubenkatarrh. Durch einen auftretenden Unterdruck wird das Trommelfell angesaugt und es kommt zu diesen Störgeräuschen.

Behandlung vom Klopfen im Ohr

Eine erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung der Ohrgeräusche ist eine Untersuchung beim HNO Arzt. Zunächst sollte der Facharzt überprüfen, ob erkennbaren Ursachen vorliegen. Dafür führt der Arzt eine Ohrspiegelung durch, um das Innere, die Gehörmuscheln und den Gehörgang unter die Lupe zu nehmen. In diesem Zusammenhang erfolgt auch ein Hörtest, der weitere Begleiterscheinungen herausstellt.

Für viele Ärzte sind Schmerzen als Begleiterscheinung ein erster Hinweis auf einen Infekt oder eine Entzündung im Ohr. In diesem Fall können Antibiotika und Medikamente eine schnelle Linderung und Genesung herbeiführen. Erst wenn eine konkrete Diagnose vorliegt, werden die Medikamente auf das entsprechende Krankheitsbild abgestimmt. Hier ist oftmals der Wirkstoff Amoxicillin ausschlaggebend. Damit einher gehen schmerzstillende Medikamente, die zeitnah für Erleichterung sorgen.

 

Abschwellende Medikamente: Bei einer Verengung der Gehörgänge oder der Atemwege kann es ebenfalls zu Klopfgeräuschen kommen. Hier erreichen abschwellende Mittel eine schnelle Linderung, da sie dem andauernden Unterdruck entgegenwirken.

Insbesondere wenn eine hohe Stressbelastung zu dem Klopfen im Ohr geführt hat, ist die Entlastung und die Entspannung des Patienten eine der wirksamsten Gegenmittel auf lange Sicht. Beruhigende Kräuter, wie Baldrian, Lavendel oder Johanniskraut, können die Belastung wirksam herunterfahren. Gerade als homöopathische Gegenmittel bei Tinnitus sind pflanzliche Extrakte und Entspannungsmaßnahmen zu empfehlen. Vielleicht werden die Patienten hier keine schnelle Wirkung feststellen, dennoch wohl eine Langzeitwirkung, die dauerhaft gegen das Klopfen angeht.

 

Hausmittel zur Behandlung vom Klopfen im Ohr

Wer zeitweise unter Ohrgeräuschen leidet, sollte zuhause ein paar Hausmittel ausprobieren. Ein kleines Säckchen, das mit Zwiebelscheiben gefüllt ist, liegt auf dem Ohr und sorgt für Entspannung. Doch Vorsicht: Ganz ohne Absprache mit Ihrem Facharzt sollten Sie nicht vorgehen. Besteht zum Beispiel eine Schwellung, kann das Zwiebel Hausmittel die Ohrgeräusche sogar noch nach oben setzen.

Bei Entzündungen ist von der Rotlichtlampe abzuraten. Denn gerade die Erreger fühlen sich bei Wärme sehr wohl, so dass sich dadurch keinerlei Verbesserung einstellt. Wirksame natürliche Gegenmittel bei einer Mittelohrentzündung sind zum Beispiel Holunder, Hauswurz und Königskerze.

 

Psychische Belastungen und Stress können sich sehr schnell im Ohr widerspiegeln. Unser Körper zeigt uns am deutlichsten, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Oftmals sind Stressbelastungen und Überlastungen für die Ohrgeräusche verantwortlich, so dass sie hier ein paar Stufen herunterschalten sollten. Leiden Sie öfter unter dem Klopfen im Ohr? Dann sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren, denn dieser kann der eigentlichen Ursache, wie einer Mittelohrentzündung oder einer Infektion sowie einer Schwellung, auf den Grund gehen.

 

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