FSME: Frühsommer Meningoenzephalitis erkennen & behandeln

FSME oder Frühsommer Meningoenzephalitis ist eine der häufigsten Krankheiten, die von Zecken übertragen werden. Die Gefahren werden immer noch unterschätzt. Das nehmen wir zum Anlass und liefern alle Anzeichen, Behandlungen, Maßnahmen und Therapien in der Übersicht. Zudem erfahren Sie, wie Sie sich vor Zecken Bissen schützen.

Zecke © emer

Was ist FSME Frühsommer Meningoenzephalitis?

Bei FSME handelt es sich um eine Virusinfektion. Im Grunde genommen infizieren sich Zecken mit diesem Virus, um diesen dann an den Menschen über den Zeckenbiss zu übertragen. So gelangen die Viren über den Speichel der Zecken in das Blut.

Auch wenn Sie die Zecke schnell entfernen, gelangen die Viren ins Blut.

Die gefährlichen Erreger gehören zu den Flaviviren. Diese weisen wiederum Gemeinsamkeiten mit Gelbfieber und Dengue Erreger auf. Hinzu kommen weitere Subtypen.

Gibt es Risiko Gebiete für FSME?

Tatsächlich gibt es in Deutschland bestimmte Regionen, in denen die gefährlichen Zecken besonders verbreitet sind. Dennoch kommt die prozentuale Beteiligung der infizierten Tiere auch hier auf maximal 5 Prozent. Doch nicht nur in Deutschland, auch in Asien und Russland lauert die Gefahr.

Wann ist die FSME Gefahr am höchsten?

Zecken haben im Grunde genommen sogar eine Saison. Und diese beläuft sich auf die Monate von März bis Oktober. Im Winter ist es den Blutsaugern zu kalt. So kommt es hier nur sehr selten zu Zeckenstichen.

Die Anzeichen von FSME Frühsommer Meningoenzephalitis

Das Trügerische ist der anfänglich harmlose Verlauf von FSME: Frühsommer Meningoenzephalitis. So klagen circa 30 Prozent der Betroffenen erst einmal über:

  • Kopfschmerzen,
  • Gliederschmerzen,
  • Fieber,
  • Müdigkeit.

Gerade diese Anzeichen gehören auch zu den häufigsten Symptomen für eine Erkältung oder Grippe. Zumeist werden Sie eine Besserung verspüren. Bevor dann die Symptome wieder zuschlagen.

Danach setzt eine Entzündung der Hirnhaut und des Gehirns ein. das mag ein Grund sein, warum in der Fachsprache von der Meningoenzephalitis die Rede ist. Bei einer Myelitis gehen die Anzeichen von FSME sogar auf das Rückenmark über.

Zudem entscheidet der Grad der Krankheit, welche Anzeichen bei Ihnen auftauchen. Hier ein paar Beispiele:

  • Übelkeit,
  • Störungen des Bewusstseins,
  • Nackenschmerzen,
  • Lähmung,
  • Krämpfe.

Wann zum Arzt gehen?

Zumal wir es hier mit einer gefährlichen Entzündung zu tun haben, die auch auf das Gehirn übergeht. Dennoch heilt FSME bei den meisten vollständig aus, ohne dabei etwas zurück zu lassen.

1 Prozent versterben an FSME.

Auch wenn sich die Symptome wie eine übliche Sommer Grippe anfühlen, sollten Sie dennoch schnell zum Arzt gehen und sich ordentlich durchchecken zu lassen. Denn FSME ist keine Bagatelle.

Die Top Facts über FSME Frühsommer Meningoenzephalitis

  1. FSME wird von Zecken übertragen.
  2. In Deutschland gibt es Risiko Gebiete.
  3. Vermeiden Sie Zeckenstiche.
  4. Gehen Sie bei grippe-ähnlichen Symptomen sofort zum Arzt.
  5. Beginnen Sie frühzeitig mit der Behandlung der Symptome.
  6. Schlussendlich variiert die Behandlungsdauer und Therapie je nach Grad und Intensität der Krankheit.

FSME Frühsommer Meningoenzephalitis Impfung

Good News! Mittlerweile gibt es eine Impfung, die vor FSME schützt. Insbesondere Menschen, die in den gefährlichen Regionen leben, sollten sich eine Impfung holen. Außerdem sollten Sie sich vor den Zeckenstichen schützen. Die beste Gegenmaßnahme? lassen Sie es erst gar nicht zu einem Zeckenbiss kommen.

Experten raten – das sollten Sie machen bei FSME

Ärzte werden erst einmal die Krankengeschichte ihrer Patienten untersuchen. Dazu gehören die folgenden Infos:

  • Zeckenstiche in der Vergangenheit?
  • Leben in Risiko Gebieten?
  • genaue Beschwerden?

Ergibt sich daraus resultierend der Verdacht auf FSME Frühsommer Meningoenzephalitis? Dann wird der Arzt eine Blut Untersuchung einleiten. Das Blutbild weißt bestimmte Antikörper und einzelnen Verschiebungen der Mengen auf.

Lumbalpunktion – Gehirnwasser Entnahme

Ebenso bietet die Untersuchung vom Gehirnwasser Aufschluss. Haben sich die Gehirnzellen erhöht, so geht man von einer Entzündung aus. Ausschließlich bei schweren Verläufen erfolgt eine Kernspintomografie. Über Magnet Felder und Röntgen stellen die Ärzte Veränderungen im Gehirn fest.

Was tun bei FSME Frühsommer Meningoenzephalitis – Behandlungen?

Zum einen muss eine Meldung von FSME seit 2001 erfolgen. Zum anderen werden Ärzte versuchen, die Symptome zu lindern. Gerade wenn eine frühe Diagnose erfolgte, stehen die Chancen gut, dass Sie FSME ohne bleibende Schäden überstehen. Ohne ärztliche Hilfe riskieren Sie dennoch Ihre Gesundheit.

Letzte Aktualisierung am

weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

Unsere Informationen dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder zur Eigenbehandlung genutzt werden. Bei Beschwerden und Fragen konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt.
Ilona Klavon, Medizinische Fachangestellte (MFA)
Ilona Klavon ist Medizinredakteurin und begleitete als Elternberaterin junge Familien. Für unsere Webseite schreibt sie Fachtexte rund um Gesundheit, Familienalltag, Ernährung, Schwangerschaft und Geburt. Durch ihre Erfahrung in den Themen kann Sie für unsere Leser Gesundheitsnachrichten und viele verschiedene Gesundheitsthemen verständlich näherbringen.
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