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Kieferentzündung – Symptome, Ursachen und Behandlung

Was ist eine Kieferentzündung

Der Kiefer ist der elementare Bestandteil im Zahnhalteapparat. Hier finden die Zähne in den Fächern, den Alveolen, festen Halt. Diese Fächer sind in gleicher Anzahl im Ober- und Unterkiefer enthalten. Bleibt eine Entzündung unbehandelt, kann diese auf den gesamten Kiefer übergehen und enorme Schmerzen verursachen. Was Sie gegen eine Kiefernentzündung tun können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Kieferentzündung Symptome, Ursachen und Behandlung

Kieferentzündung durch Zahnentzündung -Copyright: Ragne Kabanova, Bigstockphoto

 

 

 

Symptome und Ursachen der Kieferentzündung

Zu den häufigsten Ursachen der Kiefernentzündung gehören Keime und Erreger, die sich im Mundraum ausbreiten und an dieser Stelle mit der Infektion ansetzen. Oftmals gehen andere Erkrankungen einer Kiefernentzündung vor, wie zum Beispiel Karies, eine Entzündung des Zahnfleisches oder Parodontose.

Zunächst einmal gehen die Erreger auf die Zähne über, bevor sie dann den gesamten Zahnapparat angreifen. Oftmals dauert es gar nicht lang, bevor sich die Infektion vom Mundraum bis in den Kiefer ausbreitet und dort unheimliche Schmerzen verursacht.

 

Die Arten der Kieferentzündung

Ausgehend von dem Herd der Entzündung lassen sich drei verschiedene Formen der Kiefernentzündung unterscheiden:

  • Ostitis: Gefäßkanäle direkt im Kiefer sind entzündet.
  • Osteomyelitis: Dabei handelt es sich um eine Entzündung im Knochenmark.
  • Periostitis: In diesem Fall geht die Entzündung auf die Kiefernknochenhaut über.

 

Ursachen der Kieferentzündung

Es muss nicht immer eine Zahnfleischentzündung oder eine Zahnentzündung sein, auch wenn sich der Kieferknochen verletzt, kann dies eine Erkrankung nach sich ziehen. Grundsätzlich kann keine der Ursachen vollständig ausgeschlossen werden, wobei die Zahnentzündungen zu den Wichtigsten gehören.

Karies: Zunächst einmal gehen die Bakterien auf den Zahnschmelz über. Oftmals kann man dies direkt an dem befallenen Zahn erkennen. Die Entzündung geht mit einer Eiterbildung einher und weitet sich Stück für Stück aus. Das Kuriose: Temporäre Zahnschmerzen klingen wieder ab, so dass Patienten oftmals Bakterien verschleppen und weitere Entzündungen riskieren.

 

PARODONTOSE: Handelt es sich wirklich nur um eine Entzündung, ist von der Parodontitis auszugehen. Kommt es zum Schwund von Zahnfleisch oder zur Lockerung der Zähne, ist von einem fortgeschrittenen Prozess, der Parodontose die Rede.

 

MUNDHYGIENE: Mangelt es an der Mundhygiene und sammeln sich ganz schnell die Bakterien an, finden wir hier den Entzündungsherd. Es ist wichtig, sich regelmäßig und gründlich die Zähne zu putzen, andernfalls kann dies schwerwiegende Entzündungen nach sich ziehen.

 

INFEKTIONEN: Grundsätzlich können Viren und Bakterien, wie zum Beispiel Pilze und Streptokokken, eine solche Kiefernentzündung nach sich ziehen. Einige siedeln sich zunächst in der Nase und andere im Magen ab. Werden diese Parasiten und Pilze verschleppt, gehen sie auf den oralen Bereich und die Kieferknochen über.

 

FRAKTUREN: Auch nach einem Unfall oder einer Gewalteinwirkung kann dies den Kieferknochen irritieren und zu Entzündungen führen. Insbesondere nach Traumata sollten die Wunden gründlich gepflegt und gereinigt werden. Sie bilden einen idealen Nährboden für Pilze und Bakterien.

 

Symptome für eine Kiefernentzündung

Nicht immer sind es die Schmerzen, die auf eine Kiefernentzündung schließen. Können es die Patienten vor lauter Schmerzen nicht mehr aushalten, handelt es sich bereits um einen akuten Bereich, der sofort behandelt werden muss. Wir haben die wichtigsten Anzeichen und Symptome zusammengetragen, die auf diese Entzündung hinweisen:

 

  • Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems
  • Schmerzen im gesamten Gesicht
  • Kiefernschmerzen
  • Zahnschmerzen
  • Taubheitsgefühle
  • lockere Zähne
  • Eiter
  • Fieber
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

 

Mit dem Alter hat man es mit einer fortgeschrittenen Entzündung des Kiefers zu tun. Auf keinen Fall sind diese Entzündungen auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie können schlimmstenfalls Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen und einen Herzinfarkt begünstigen. Deshalb sollten Sie bei den oben genannten Symptomen unbedingt einen Arzt aufsuchen, um eine folgerichtige Behandlung einleiten zu lassen.

 

Behandlung der Kiefernentzündung

Auf keinen Fall sollten Betroffene allein herumdoktern, da dies den Zustand weiter verschlimmert. Oftmals suchen die Betroffenen aufgrund von starken Schmerzen einen Zahnarzt auf, der durch

  • Röntgen,
  • MLP und
  • CT

zunächst eine Diagnose erstellen. Eigentlich gelten alle Behandlungsschritte nur einem Ziel, den Entzündungsherd zu beseitigen. Aus diesem Grund setzen die ersten Symptome auf eine breit gefächerte Behandlung, die gleich mehrere Bereiche anspricht.

 

Antibiotika: Bei leichten Entzündungen reicht es oftmals aus, eine Kur mit Antibiotika zu verschreiben. Diese Tablettenkur wird über einen festen Zeitrahmen in einer hohen Dosis genommen, um die Keime zu zerstören. Es ist zwingend zu empfehlen, die komplette Kur in dem vorgeschriebenen Zeitraum aufzunehmen.

 

Zahnreinigung: Ohne eine gründliche Zahnfleischreinigung und Zahnreinigung geht gar nichts. So können Pilze und Erreger, die den Mundraum besiedeln, gründlich ausgespült werden. Andernfalls würden sich diese weiterverbreiten.

 

Kiefernrekonstruktion: Ist der Prozess der Kiefernentzündung schon so weit fortgeschritten, werden die Lücken in dem Knochengewebe vom Arzt rekonstruiert. Oftmals ist dies mit einem Knochentransplantat möglich, um die Lücken zu schließen.

 

Kiefernoperation: Im Falle einer schweren Entzündung des Kiefers, ist eine Operation in Vollnarkose unvermeidlich. Hier werden alle beschädigten Zähne entfernt und die Ärzte sorgen für einen erstklassigen Zahnersatz, so dass rein optisch danach kein Unterschied besteht.

 

In der Behandlung einer Kiefernentzündung sollte der gesamte Entzündungsherd beseitigt werden. Andernfalls wäre es möglich, dass es in der Therapie zu einem erneuten Aufkeimen kommt. Das macht die gesamte Therapie komplikationsreich und verlangt von den Patienten eine strenge Hygiene sowie eine pünktliche Einnahme der Medikamente. Es darf auf keinen Fall wieder zu Ablagerungen von Plaque kommen, denn diese können sich wieder dort ansiedeln und neue Entzündungen hervorrufen. Darüber hinaus sollte man darauf achten, regelmäßig den Kiefer und den gesamten Zahnapparat beim Zahnarzt untersuchen und durchchecken zu lassen.

 

Fazit: Auf was Patienten bei der Kiefernentzündung achten?

Im Grunde genommen spielt es keine Rolle, um welche Entzündungen es sich handelt. Oftmals wird diese im Mundraum aufgelöst und kann dann schlimmstenfalls auf den gesamten Knochenapparat übergehen. Auf keinen Fall sollten Sie eine Kiefernentzündung unterschätzen. Betroffene begeben sich schnellstmöglich in die Hände eines Zahnarztes.

Neben Eiterbildung, Zahnschmerzen, Fieber und Benommenheit gehen weitere drastische Symptome einher, die auf diese Krankheit hinweisen. In schwierigen Fällen erfolgt eine Operation und eine Beseitigung der betroffenen Gebiete. Danach kann gegebenenfalls eine Rekonstruktion durch eine Knochenmarktransplantation erfolgen. Grundsätzlich gilt es, auf strenge Hygiene im gesamten Mundraum sowie auf eine pünktliche Einnahme der Medikamente zu achten.

 

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