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Keuchhusten Symptome beim Kind

Wie erkennt man den Keuchhusten bei Kindern

Keuchhusten ist eine äußerst unangenehme Erkrankung, die bei Kindern in drei Stadien verläuft. Die Symptome von Keuchhusten bei Kindern zeigen sich durch Hustenattacken, diese setzen erst im Verlauf der mittleren Phase ein. Zudem kann es gerade bei Säuglingen zu äußerst untypischen Krankheitsanzeichen kommen, die wir Ihnen in diesem Beitrag über Keuchhusten bei Kindern vorstellen.

Kind beim Arzt

Untersuchung auf Keuchhusten beim Arzt -Urheber: ilona75 / 123RF

Erkennen Sie die Keuchhusten Symptome beim Kind

Bei Keuchhusten haben wir es mit einer akuten bakteriellen Infektion zu tun, die sich auf die gesamten oberen Atemwege niederschlägt. Die typischen Anzeichen dieser Erkrankung zeigen sich eingangs sehr unspezifisch, sodass Sie Keuchhusten bei Ihrem Kind oftmals zu spät erkennen. Wir liefern Ihnen für Keuchhusten die Symptome beim Kind, um Ihnen eine erste Diagnose etwas leichter zu machen.

Keuchhusten Symptome erkennen

Keuchhuasten beim Kind Urheber: ilona75 / 123RF

Charakteristische Anzeichen von Keuchhusten

Der eigentliche bakterielle Erreger für den Keuchhusten wurde nach Jules Bordes benannt – wir haben es hier mit einem belgischen Bakteriologen zu tun, der diese Infektion erkannt, diagnostiziert und benannt hat. Achtung: Keuchhusten ist äußerst ansteckend, da sich die Bakterien über die Luft auf andere übertragen. Es reicht das einfache Sprechen, ein Nieser oder ein Husten und die Gefahr einer Erkrankung einer anderen Person in direkter Umgebung steigt. In diesem Zusammenhang ist von der Tröpfcheninfektion die Rede.

Ein charakteristisches Krankheitszeichen für Keuchhusten sind die starken und krampfartigen Hustenanfälle. Diese überdauern hartnäckig über viele Wochen hinweg und bereiten unseren Kleinen gehörige Probleme. Leider haben wir nicht die Möglichkeit, nach einer durchgemachten Erkrankung eine Immunität über den Rest unseres Lebens aufzubauen, so kann Ihr Kind leider auch mehr als ein Mal an Keuchhusten erkranken.

 

Die drei Phasen der Keuchhustenerkrankung

Keuchhusten Symptome beim Kind lassen sich in drei verschiedene Stadien einordnen. Gerade die Eltern haben bei Säuglingen die Aufgabe, aufmerksam die Reaktionen und das Verhalten der Kinder zu beobachten. Auf diese Weise ist es möglich, in einem frühen Stadium Keuchhusten zu erkennen und schnellstmöglich ein Arzt aufzusuchen. Doch seien Sie gewarnt, gerade in der ersten Phase dieser Erkrankung haben wir es mit äußerst undurchsichtigen und unspezifischen Symptomen zu tun. Stellen Sie in regelmäßigen Abständen fest, dass Ihr Kind niest, hustet oder Halsschmerzen hat oder dass die Nase ständig läuft, kann dies bereits auf einen Keuchhustenerkrankung hinweisen.

Es dauert ungefähr 20 Tage nach der eigentlichen Ansteckung, bis die ersten Symptome bei Ihrem Kind auftreten. In diesem Zeitraum ist von der Inkubationszeit die Rede. Hier besteht die höchste Infektionsgefahr für Menschen in direkter Umgebung. Der eigentliche Keuchhusten verläuft in 2-3 Krankheitsstadien.

Die 3 Stadien von Keuchhusten

  1. Stadium catarrhale: Hier ist vom Anfangsstadium die Rede, das 2-3 Wochen andauert. Ihr Kind klagt über Schnupfen und hat leicht erhöhte Temperatur. Die Kleinen fühlen sich matt, niedergeschlagen und schlapp. Zudem setzt anfänglich der Husten ein.
  2. Stadium convulsivum: Wir kommen mit der vierten bis sechsten Woche im zweiten Stadium des Keuchhustens an. Das eigentliche Fieber ist fast abgeklungen. Nun kommt es zu sehr heftigen Hustenanfällen. Diese Hustenanfälle enden mit krampfartigem Husten. Ihr Kind hustet in äußerst trockenen Stößen und steigert sich in eine Attacke hinein. Das Gesicht kann sich Rot bis hin zum Bläulichen färben, was Eltern jede Menge Angst macht. Typisch für die Erkrankung tritt dann das pfeifende und keuchende Geräusch beim Husten auf. Einige Kinder würgen eine zähe und schleimige Flüssigkeit herauf, was schlimmstenfalls zu Erbrechen führen kann.
  3. Stadium decrementi: Zur dritten Phase kommt es in den letzten zwei bis vier Wochen der Krankheit. Die Hustenattacken klingen allmählich ab oder treten immer seltener auf. Bedenken Sie, dass sich dieses Stadium, ohne Behandlung eines Arztes, bis zu sechs Wochen hinziehen kann.

Keuchhusten wird bei Säuglingen zur Lebensgefahr

Insbesondere Säuglinge sind von Keuchhusten und seinen Hustenattacken äußerst gefährdet, denn sie zeigen oft nicht die typischen Geräusche, sondern piepsen nur sehr leise. Bedenken Sie, dass die Atemwege Ihres Kindes recht schnell anschwellen. Darüber hinaus ist ein Kleinkind oder Baby noch nicht in der Lage, sich im Falle eines Hustenanfalls aufzusetzen und sich auf diese Weise Erleichterung zu verschaffen. Schlimmstenfalls kann es zu lebensbedrohlichen Erstickungsanfällen kommen. Stellen Sie bei Ihrem Kind erkältungsähnliches Symptome fest, sollten Sie schnell zum Arzt gehen: Es kann sich um Keuchhusten handeln.

Wenige Erwachsene erkennen Keuchhusten

Was wenige vermuten, viele Erwachsene unterschätzen den kennzeichnenden, „stakkato-artigen“ Husten. Viele Betroffene denken, Sie leiden eigentlich an einer heftigen Form von Bronchitis, dabei ist es Keuchhusten. Eine zuverlässige Diagnose kann nur der behandelnde Arzt treffen.

Wie viele Säuglinge und Babys erkranken an Keuchhusten?

Keuchhusten gilt global als eine der häufigsten Infektionskrankheiten, an den Kinder erkranken. Doch hat es diese Krankheit aus dem Fokus der klassischen Kinderkrankheiten heraus geschafft. So konnte man gerade in den Industrienationen eine Reduktion auf eine annehmbare Tendenz schaffen. Laut Aussage aller gemeldeten Erkrankungen leider nur noch ein Prozent aller Säuglinge unter einem Jahr unter Keuchhusten. Im Prinzip gilt dieser Schutz bei Kindern im Alter von 14 Monaten als abgeschlossen. Man geht heutzutage davon aus, dass 10 % der Erwachsenen, die nicht unter einer chronischen Form der Atemwegserkrankungen leiden, aber dennoch länger als zwei Wochen unentwegt husten, sich mit dem Viren des Keuchhustens infiziert haben.

Im Prinzip kennt Keuchhusten kaum eine feste Saison und stellt über das ganze Jahr hinweg eine Gefahr dar, insbesondere im mitteleuropäischen Raum im Herbst oder Winter. Es ist dieser Zeitraum, in dem Sie Kinder und Säuglinge besonders von dieser Erkrankung schützen müssen, da diese als Risikogruppe gelten. Laut Aussage der Weltgesundheitsorganisation sind fast 201.000 Menschen 2018 an Keuchhusten erkrankt. In Europa allein kamen die Erhebungen auf ca. 19.000 Menschen. Immer noch ist der Anteil der kleinen Kinder und Babys am größten. Seit dem 20.03.2013 gilt laut Paragraph 6, des 7. Infektionsschutzgesetzes die Vorschrift, dass alle Ärzte eine Keuchhustenerkrankung zu melden haben.

Fazit: Keuchhusten frühzeitig erkennen

Wir gehen davon aus, dass die erste Phase ca. ein bis zwei Wochen andauert. Der Patient geht dann in die zweite Phase der Erkrankung über, in dem sich die Krankheit und ihre Symptome weiter verschärfen. Die erhöhte Temperatur unter der charakteristische, stakkato-artige Husten im Verlauf starker Anfälle, die bis zu 50 Mal pro Tag auftreten können, machen Säuglingen das Leben schwer. Tatsächlich kann die Phase der Keuchhusten Symptome beim Kind zwischen 4-6 Wochen anhalten. Erst in der dritten Phase der Keuchhustenerkrankung ist davon auszugehen, dass die Symptome langsam abklingen. Sie sollte mit ähnlichen Symptomen sofort Ihren Kinderarzt aufsuchen, um die einzelnen Anzeichen abklären zu lassen.

Keuchhusten Symptome bei Kindern und insbesondere bei Säuglingen werden nicht immer sofort erkannt. Viele verwechseln diese Erkrankung mit einer schlimmen Erkältung. Gerade Säuglinge und Babys zeigen nicht immer die symptomatischen Hustengeräusche. Doch können die Attacken schlimmstenfalls zur Atemnot führen. Gehen Sie bei ähnlichen Symptomen sofort zum Arzt, um die Krankheitsanzeichen einschätzen zu können und eine entsprechende Behandlungsmethode einzusetzen.

 

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