Fakt 1: Deutsche sind Honig Konsumweltmeister

Kaum ein Land liebt Honig so sehr wie Deutschland. Tatsächlich kommt hierzulande jeder einzelne auf 1,3 Kilogramm beim jährlichen Konsum.

Es sind daher rund 100.000 deutsche Imker am Werk, die gemeinsam mit ihren rund 700.000 Bienenvölkern für Nachschub sorgen.

Gesunder Honig
Gesunder Honig im Salat als gesundes Süssungsmittel Copyright: Dron-M bigstockphoto

Pro Bienenvolk können so jährlich mindestens 20 und bis zu 40 Kilogramm im Schnitt gewonnen werden. Da das jedoch nicht reicht, um den Hunger auf das süße Gold zu stillen, importiert Deutschland jedes Jahr große Mengen.

Inzwischen stammen rund 80 Prozent der gekauften Gläser aus dem Ausland. Mittel- und Südamerika haben sich dabei als Handelspartner besonders etabliert. Aus dem Süden Europas sowie aus Südosteuropa stammen ebenfalls viele Marken.

Fakt 2: Honigliebe ist alt, Honig noch älter

Die heutige Liebe zum natürlichen Süßstoff aus Bienenproduktion ist alles andere als eine Erfindung der Moderne. Forscher haben die Vermutung, dass Honig bereits in der Steinzeit genutzt wurde. Die frühen Menschen haben es sich bereits nicht nehmen lassen, ihre Mahlzeiten damit zu versüßen. Außerdem dürften sie damit Bären angelockt haben, um die großen Tiere in günstigere Jagdgebiete zu locken.

Wie lange Bienen bereits Blütennektar zu Honig machen, wird noch erforscht. Wissenschaftler konnten einen honigähnlichen Stoff bestimmen, der vermutlich bereits vor über 100 Millionen Jahren auf der Erde vorkam. Damit liegt der Gedanke nahe, dass es damals bereits Tiere gegeben haben musste, die ihn produzierten und damit die Vorfahren unserer heutigen Bienen sind.

Fakt 3: Imker dürfen nicht den gesamten Ertrag entnehmen

Wer gern Honig isst, sich aber noch nie mit der Gewinnung im Detail beschäftigt hat, der denkt oft: die Bienen sammeln Nektar, machen aus ihm Honig und der Imker entnimmt ihn am Ende. Ganz so einfach ist es aber nicht.

Für die Bienen ist der gewonnene Stoff die entscheidende Nahrungsquelle des gesamten Bienenvolkes und das nicht zur während der Sammelzeit, sondern ganz besonders im Winter. Gibt es keinen Nektar mehr, muss das Bienenvolk mit dem Honig auskommen, den es über das Jahr hinweg gesammelt hat. Würde der Imker seinen Bienen alle Vorräte nehmen, würde er sie zum Verhungern verdammen. Daher sind es auch im Schnitt nur die genannten 20 bis 40 Kilogramm, die pro Bienenvolk im Jahr geerntet werden. Produzieren können die kleinen Insekten hingegen bis zu 300 Kilogramm.

Fakt 4: Was bedeutet der Name?

Manche Dinge nimmt man einfach so hin, wie den Namen verschiedener Pflanzen, Produkte und Co. Irgendjemand wird sich schon etwas bei der Namensfindung gedacht haben. Bei Honig ist das definitiv der Fall, denn der Begriff kommt aus dem Indogermanischen. Heute würde man ihn am ehesten mit „Goldfarbener“ wiedergeben und dieser Name ist beim Anblick der meisten Honigsorten definitiv treffend.

Fakt 5: Bienen sprechen sich ab

Hast Du Dir schon einmal die Frage gestellt, wie sich ein Bienenvolk darauf einigt, welche Tiere wo hinfliegen und welcher Nektar so gesammelt wird? Denkst Du vielleicht, dass es Zufall ist, wohin geflogen wird, dann irrst Du Dich. Bienen haben ein hochentwickeltes Kommunikationssystem untereinander entwickelt. So teilen sie sich gegenseitig mit, wo es Futterquellen gibt. Und nicht nur die Flugrichtung wird dabei mitgeteilt, sondern sogar die Entfernung. Die kann bis zu zehn Kilometer betragen. Für den Menschen würde das Absprechen wie ein Tanz aussehen, doch die schlauen Tiere können so organisiert arbeiten.

Fakt 6: Honig schmeckt nicht nur, er fördert die Wundheilung

Den Großteil des süßen Goldes nutzen Menschen zur inneren Anwendung. Honig wird gegessen/getrunken, weil er schmeckt und nebenbei auch noch gesund ist. Dieser Gesundheitsaspekt beschränkt sich aber nicht nur auf den Konsum. Viele wissen nicht, dass bei kleinen Wunden und bei leichten Verbrennungen der Honig lokal auf die Haut aufgetragen werden kann. Kleine Schnitte und Schürfwunden schließen sich schneller und verbranntes Gewebe regeneriert. Was dabei passiert:

  1. Honig wirkt desinfizierend
  2. Der Zucker nimmt Wundnässe auf, was das Risiko auf Entzündungen verkleinert
  3. Das Immunsystem wird unterstützt

Größere Wunden und bereits infiziertes Gewebe sollten hingegen nicht in Eigenregie behandelt, sondern aus Gründen der Sicherheit immer einem Arzt vorgestellt werden!

Fakt 7: Honig kann beim Abnehmen helfen

Das klingt im ersten Moment widersprüchlich, doch tatsächlich haben Versuche gezeigt, dass Menschen mit dem Wunsch nach weniger Körpergewicht ruhig zu Honig greifen dürfen. Da er süß ist, befriedigt er das Bedürfnis nach Süßigkeiten und enthält dabei weniger Stoffe, die dick machen. Es wird weniger Insulin als beim Konsum von Industriezucker ausgeschüttet und ein Sättigungsgefühl tritt früher ein. Das zusammen wirkt sich positiv auf die Aufnahme der Kohlenhydrate am Tag aus und kann daher überschüssige Kilos purzeln lassen.

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