Röteln

Die weitverbeitete Virusinfektion Röteln verursacht Hautausschlag und angeschwollene Lymphknoten am Hals. Lesen Sie hier alles zu den Symptomen, den Komplikationen und der Behandlung von Röteln. Die Röteln werden durch den Rubella Virus aus-gelöst. Das Virus gehört zur Familie der Togaviren und ist weltweit verbreitet. Der Rubellavirus hat als einzigstes Reservoir den Menschen und ist hochansteckend.

Paper chain family protected in cupped hands

Röteln bei Kindern und Ewachsenen

Wer mit dem Röteln Virus infiziert worden ist, hat sein ganzes Leben lang eine Immunität gegen die Viren erworben.  Die Röteln kommen zu 90 Prozent im Kindsalter vor.

Röteln sind nicht gleich Ringelröteln.

Die charakteristischen durchgehend rot gefärbten Wangen auf beiden Gesichtshälften geten als sichere Diagnose von Ringelröteln (Erythema infectiosum). Der Virus Erreger der Ringelröteln ist ein weltweit auftretendes Virus mit Namen Parvovirus B19.

Erreger

  • Rubella Virus – Einzelstrang DNA Virus
  • gehört zur Gattung Rubivirus
  • Familie der Togaviridae

Inkubationszeit:

Inkubationszeit: Nach der infektion mit den Viren treten die ersten Symptome nach einer Zeit von ca. 3 Wochen auf.

Röteln sind meldepflichtig

Obwohl Röteln keine ärtzlichen Behandlung bedürfen, gehört die Infektionskrankheit zu den meldepflichtigen Erkrankungen in Deutschland.

Röteln können das ganze Jahr über auftreten, die höchste Gefahr besteht aber im Frühjahr an einer Rötelninfektion zu erkranken. 

Symptome

Die Röteln beginnen wie viele andere Infektionserkrankungen mit undefinierten und allgemeinen Krankheitssymptomen.

Vorsymptome

  1. allgemeines Unwohlsein
  2. Hals- und Rachenschmerzen
  3. Fieber und Kopfschmerzen
  4. laufende oder verstopfte Nase

Hauptsymptome

  1. schmerzende geschwollene Lymphknoten am Hals
  2. roter, juckender Ausschlag
  3. seltener Gelenk- und Knochenschmerz

Röteln muss man zum Arzt?

Bei Anzeichen einer Virusinfektion und unklaren Hautausschlag sollten Sie immer Ihren Kinderarzt hinzuziehen. Auch wenn es gegen den Virus keine Medikamente gibt, wird Ihr Arzt eine Behandlung der Symptome einleiten.

Was Sie bei Röteln tun können

Sie müssen bei dem Verdacht dafür sorgen, dass Ihr Kind zu Huase bleibt, um die hoch- ansteckende Infektion nicht weiter zu verbreiten. Weitere Maßnahmen sind:

  1. viel Flüssigkeit geben
  2. Ruhe halten, eventuell Bettruhe
  3. Fieber senken, (Hausmittel)

Komplikationen

Auch bei einer eigentlich harmlos verlaufenden Röteln Infektion kann es zu Komplikationen kommen. Es kann durch den Virus zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes mit Durchfall und Erbrechen kommen.

Weitere Komplikationen:

  1. Mittelohrentzündung
  2. selten: Hirnentzündung, LungenentzündungBesonder Vorsicht ist bei Schwangeren geboten
    Durch die Viren kann es zu einer Schädigung des Ungeborenen kommen.

Krankheitsverlauf

Die Infektion beginnt mit allgemeinen Krankheitssymptomen, darauf folgt ein charakteristischer Flächen-Ausschlag. Da bei Röteln eine hohe Ansteckungsgefahr besteht, wird geraten i Ihr Kind bis zu 8 Tagen nach Abklingen der Röteln zu Hause zu behalten und erst dann wieder in einen Kindergarten zu schicken.

Letzte Aktualisierung am

Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
  • Deutsches Ärzteblatt, Studien und aktuelle Nachrichten
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