Masern Symptome und Ursachen

med. Kontrolle K.Dittrich,

Masern Symptome entstehen durch ein Virus, das mit dem Mumps-Virus verwandt ist. Es tritt auf der ganzen Welt auf und sucht sich ausschließlich menschliche Wirte. Obwohl es sich bei Masern um eine Kinderkrankheit handelt, befällt es auch Erwachsene. 

In Deutschland ist die Krankheit jedoch rückläufig. Im Jahr 2001 waren es noch mehr als 6.000 Fälle, 2004 wurden hingegen nur noch 121 Fälle gemeldet. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer jeweils höher lag, da vermutlich nicht alle Erkrankungen gemeldet worden sind.

Der Rückgang ist in erster Linie auf den wirksamen Impfstoff zurückzuführen. Außerdem sind immer weniger Menschen empfänglich für das Virus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) möchte die Masern-Erkrankung komplett ausrotten.

Der Kampagne gegen Masern hat sich auch Deutschland angeschlossen. Dennoch gibt es immer wieder kleinere Masern-Epidemien, die lokal auftreten und statistisch nicht erfasst werden, obwohl die Masern-Erkrankung meldepflichtig ist.

Wie erkenne ich die Masern Symptome?

Viele Menschen haben die Masern-Erkrankung bereits durchgemacht. Die zwei wichtigsten Symptome bei Masern sind hohes Fieber und der typische Hautausschlag. Die Krankheit sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden.

Denn zum einen ist sie hochansteckend und zum anderen kann sie schwere Komplikationen nach sich ziehen, die im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Die Ursache (den Masern-Virus) können die Ärzte nicht behandeln, wohl aber die Begleiterscheinungen lindern. Bereits wenige Masern-Viren genügen, um sich anzustecken. Selbst wenn eine infizierte Person 15 Meter entfernt ist und niest, besteht immer noch eine hohe Ansteckungsgefahr.

 

Verlauf der Symptome

Die Masern Symptome beginnen zunächst wie ein harmloser grippalen Infekt. Zuerst treten also Symptome wie Husten, Schnupfen und Fieber auf. Das Fieber sinkt nach der ersten Krankheitsphase, um in der zweiten Phase dann aber schnell wieder hochzuschießen.

Kündigt sich dann der Masern-Hautausschlag an, sollten Eltern die Masern-Erkrankung in jedem Fall erkennen und dringend einen Arzt aufsuchen. Die Krankheit ist jetzt besonders ansteckend. Aber auch in der 10- bis 12-tägigen Zeit davor können die Viren andere Menschen infizieren.

Da es sich bei Masern um eine Virusinfektion handelt, können sie selbst nicht behandelt werden. Einzig die Begleiterscheinungen wie eine mögliche Mittelohr- und Lungenentzündung, eine Bindehautentzündung mit einhergehender Lichtüberempfindlichkeit sowie eine Bronchitis können ärztlich behandelt werden.

Im Allgemeinen sind Masern Symptome für Kinder weniger gefährlich als für Erwachsene. Eine Maserninfektion im hohen Alter äußert sich immer sehr viel schlimmer Masern Symptome. Besonders fatal im Zusammenhang mit einer Masern-Erkrankung wäre zum Beispiel eine Hirnhautentzündung, die in der Regel nicht ohne Nachfolgeschäden verheilt. In der Medizin wird diese Erkrankung postinfektiöse Enzephalitis genannt. Sie kann sowohl zu Kopfschmerzen und Persönlichkeitsveränderungen als auch zum Koma oder schlimmstenfalls zum Tod führen. Auch Babys, die die Masern im ersten Lebensjahr bekommen, sind stark gefährdet. Bei der sogenannten subkutanen sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) scheint die Krankheit verheilt, tritt aber nach Jahren wieder auf und führt ebenfalls zum Tod.

Welchen Schutz gibt es vor Masern Symptome?

Der beste Schutz gegen Masern ist die zweifache Impfung. Die erste Impfung erhalten Kinder meist als Kombinationsimpfung (mit Röteln und Mumps) im Rahmen der U6-Untersuchung. Bei dieser üblichen Untersuchung werden die Säuglinge zwischen dem 10. und 13. Lebensmonat vom Kinderarzt geimpft. Die zweite Masern-Impfung erhalten die Kinder vier Wochen danach. Dieser Impfschutz soll dann ein Leben lang bestehen.

Doch viele Eltern sorgen sich in Bezug auf eine Impfung gegen Masern. Dabei bekommen nur sehr wenige Kinder bei einer Masern-Mumps-Röteln-Impfung kurzzeitig Symptome wie Fieber, weil sie den Impfstoff zunächst nicht so gut vertragen. Lässt man die kleinsten Kinder aber die Erkrankung durchmachen, leiden sie garantiert unter hohem Fieber und später möglicherweise auch unter den genannten Spätfolgen. Ein früher Impfschutz hilft also gegen mögliche Spätfolgen, die im schlimmsten Fall den Tod verursachen können. Wer sich unsicher ist, sollte den Arzt seines Vertrauens konsultieren und sich beraten lassen.

 

Die unterschätzten Komplikationen bei Masern

Häufig kommt es bei der hoch ansteckenden Infektionskrankheit Masern zu Symptomen die Komplikationen hervorrufen, die teils das Leben der infizierten Personen gefährden. Zwei Drittel der Erkrankungen verlaufen unkompliziert. Bei den restlichen Betroffenen sind unangenehme Begleit-Erscheinungen und gefährliche Komplikationen zu erwarten. Je älter ein Patient ist, desto schwieriger verläuft in der Regel die Krankheit.

 

Bakterielle Infektionen bei Masern

Die Masern schwächen das Immunsystem der Erkrankten für sechs bis acht Wochen stark ab. Die Betroffenen zeigen sich in der Zeit stark anfällig für bakterielle Infektionen. Zu den häufigsten Komplikationen bei Masern gehören Lungen-Entzündungen, Mittelohr-Entzündungen und Bronchitis. Der Arzt behandelt die begleitenden Erkrankungen mit Antibiotika.

Als weitere bakterielle Infektionen bedrohen die Hirnhaut- und die Gehirn-Entzündung die Masern-Patienten. Sie sind mit 0,1 Prozent selten. Bei 20 bis 40 Prozent der Erkrankten hinterlassen die Enzephalitiden bleibende Schäden. Die Symptome sind Krämpfe, epileptische Anfälle, Bewusstseins-Störungen und Lähmungen. In einigen Fällen enden Gehirn-Entzündungen tödlich.

Subakute sklerosierende Panenzephalitis bei Masern

Eine seltene, aber gefürchtete Komplikation bei Masern ist die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Die Krankheit tritt erst vier bis zehn Jahre nach der Masern-Infektion auf. Sie ist sehr gefährlich und endet in der Regel mit dem Tod.

Die Krankheit SSPE greift das zentrale Nervensystem an und zerstört es nach und nach. Der Verlauf ist langsam und dauert zwischen ein und drei Jahren. Zunächst treten psychische und intellektuelle Veränderungen auf. Anschließend kommen Muskelkrämpfe, epileptische Anfälle und Demenz hinzu. Die Hirnstrukturen lösen sich allmählich auf. Die Betroffenen können nicht mehr sprechen, nicht mehr laufen und sterben schließlich. SSPE tritt meist bei Kindern und Jugendlichen auf, die vor dem zweiten Lebensjahr an Masern erkrankten.

Die Zahl der Erkrankungsfälle an SSPE erhöhte sich in den letzten Jahren. Besonders gefährdet sind Säuglinge vor Vollendung des ersten Lebensjahres. Kindern den Impfstoff gegen die Masern zu verabreichen, ist erst ab dem zweiten Lebensjahr möglich. Vorher achten Eltern darauf, dass die Babys nicht in Ansteckungs-Gefahr geraten. Sie sind der Krankheit und ihren Komplikationen sonst schutzlos ausgeliefert. Ein erhöhtes Risiko für SSPE bleibt bei nicht geimpften Kindern noch bis zum fünften Lebensjahr vorhanden.

 

Weitere Komplikationen bei Masern

Eine weitere Komplikation bei Masern ist Masernkrupp. Hierbei handelt es sich um eine Laryngitis, bei der sich die Schleimhäute entzünden und Heiserkeit und Atemnot auftreten. Außerdem ist eine Infektion der Augen-Hornhaut (Keratitis) möglich. Im schlimmsten Fall führt sie zur Erblindung.

Häufig kommt es zu einer von den Masern bedingten Appendizitis. Meist ist eine operative Entfernung des Wurmfortsatzes erforderlich. Es besteht die Möglichkeit, dass die Lymphknoten im Bauchraum anschwellen. Dies führt zu starken Schmerzen. Eher selten treten Herzmuskel-, Nieren- und Leber-Entzündungen auf.

Masern Symptome führen zu diversen Komplikationen

Es gibt eine Vielzahl an Komplikationen bei den Masern. Sie entstehen vor allem durch das geschwächte Immunsystem, das die Krankheit bei den Betroffenen verursacht.

Zu den bakteriellen Infektionen bei den Masern gehören:

  • Pneumonien,
  • Entzündungen des Mittelohrs,
  • Epiglottitiden,
  • Bronchitiden,
  • Masern-Meningoenzephalitiden und
  • Masern-Enzephalitiden,
  • Appendizitiden,
  • Keratiden,
  • Nephritiden und

Als tödliche Komplikation von Masern tritt die Krankheit SSPE auf. Begründet durch die von den Morbilli ausgehenden Gefahren empfiehlt es sich, Kinder rechtzeitig impfen zu lassen. So stellen Eltern sicher, dass ihr Kind nicht an einer der Begleit-Erkrankungen der Masern erkrankt.

 

Robert-Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin 37/2007, PDF
Prävention von Masern, Mumps und Röteln. Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit, PDF, 232 kB

Letzte Aktualisierung am

weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

Unsere Informationen dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder zur Eigenbehandlung genutzt werden. Bei Beschwerden und Fragen konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt.
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