Chronische Infektionen Symptome und Anzeichen

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Bei chronischen Infektionen handelt es sich um Krankheiten, die allmählich im Körper voranschreiten. Der subfebrile Verlauf erstreckt sich über mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre. Im Gegensatz zu einer akuten Krankheit existiert in diesem Fall kein spezieller Ausgangspunkt. Stattdessen entwickelt sich die dauerhafte Infektion schleichend über die jeweiligen Zeit-Intervalle.

Chronische Infektionen belasten das Immunsystem

Blutuntersuchung auf Chronische Infektionen © angellodeco - Fotolia.com
Blutuntersuchung auf Chronische Infektionen © angellodeco – Fotolia.com

Umweltgifte legen den Grundstein für chronische Erkrankungen

Zeigt sich bei dem gesamten Organismus eine primäre Terrain-Schwächung, bildet dieser Umstand eine grundlegende Ursache für chronische Infektionen. Die vorwiegende Einnahme ungesunder Lebensmittel sowie Gifte aus der Umwelt sorgen für eine Schwäche des Immunsystems. Dadurch kommt es zu einer Überreizung der körpereigenen Abwehr. Die Folgen zeigen sich abhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand der Betroffenen in einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Krankheitserregern.

Exogene Erreger lösen chronische Infektionen aus

Vorwiegend entstehen dauerhafte Infektionen durch exogene Umstände. Dabei handelt es sich um Erreger, die von außen in den Organismus eindringen. In der Regel gliedern die Mediziner die chronischen Infektionen anhand der äthiologischen Gesichtspunkte. Das heißt, in diesem Fall steht die Ursache für die Erkrankung im Vordergrund. Die schleichenden Infektionen lösen beispielsweise Bakterien und Viren aus. Des Weiteren erkranken die Patienten an Wurm-Infektionen, Mykosen genannte Pilz-Infektionen und Protozoen-Infektionen. Der Begriff Protozoen bezeichnet einen tierischen Einzeller.

 

Fieber stellt ein Symptom für eine chronische Erkrankung dar

Zu Beginn einer chronischen Krankheit zeigt der Betroffene wenig bis keine Symptome. Dies liegt daran, dass sich chronische Infektionen langsam im Organismus entwickeln. Nach dem Kontakt mit den Erregern folgen mit fortschreitendem Verlauf subfebrile Schübe. Dabei handelt es sich um eine erhöhte Temperatur, die jedoch nicht als Fieber gilt. In der Regel leiden die Patienten unter Nachtschweiß.

Diese erhöhte Temperatur des Körpers resultiert aus der Immunabwehr. Befinden sich körperfremde Erreger im Organismus, schüttet das Immunsystem Stoffe aus, die für das Ansteigen der Körpertemperatur sorgen. Das Erwärmen löst spezielle Abwehr-Mechanismen aus. Da chronische Erkrankungen die ständige Arbeit des Immunsystems erfordern, bleibt die Temperatur der Patienten dauerhaft leicht erhöht. Die Betroffenen bemerken auch ohne körperliche Anstrengung ein verstärktes Schwitzen.

Weitere Symptome für dauerhafte Infektionen bestehen in chronischen Schmerzen, welche beispielsweise den Kopf sowie bestimmte Organe betreffen. Entzündete Bronchien oder eine anhaltende Lungenentzündung gehören zu den typischen Begleit-Erscheinungen von chronischen Krankheiten. Weiterhin klagen viele Betroffene über nicht abklingende Magen- oder Darmschmerzen sowie Durchfall. Viele Patienten leiden mit dem Fortschreiten der Krankheit an dauerhafter Erschöpfung sowie allgemeiner Abgeschlagenheit.

 

Chronische Infektionen schwächen die T-Zellen

Leiden Patienten an chronischen Infektionen, kommt es zu einer verstärkten Arbeit der Immunabwehr. Speziell die T-Zellen, eine Unterkategorie der weißen Blutzellen, bekämpfen die im Körper befindlichen Krankheitserreger. Bei chronischen Infektionen erfolgt diese Abwehr dauerhaft. Das führt nach einiger Zeit zu einem „Erschöpfungszustand“ der T-Lymphozyten. Innerhalb dieser Phase passieren in den T-Zellen grundlegende Veränderungen, welche die Zellstruktur betreffen. Dadurch schwächt sich durch die chronische Erkrankung der gesamte Prozess der Immun-Abwehr.

Die Zellveränderung der T-Lymphozyten resultiert aus dem dauerhaften Energie-Niveau, das die Zellen zu Beginn einer Infektion aufwenden. Eine chronische Krankheit dauert mehrere Monate oder Jahre. Die T-Zellen halten den hohen Energieverbrauch nicht aus, sodass die Effektivität der Antikörper-Abwehr nach und nach nachlässt. Zu den chronischen Infektionen gehören beispielsweise:

  • HIV,
  • Hepatitis B
  • und Hepatitis C.

 

Ebenso gehören Tuberkulose, vorwiegend Leber-Tuberkulose, Malaria und die verschiedenen Krebsarten zu den chronischen Erkrankungen. Besonders bösartig zeigt sich hierbei die Leukämie, die direkt die weißen Blutzellen betrifft. Während einer dauerhaften Infektion verändern sich im Körper des Betroffenen die Aktivitäten von bis zu 490 Genen. Bei dem fortschreitenden Verlauf der Krankheit kommen mehr und mehr Mutationen dazu. Nach einer durchschnittlichen Dauer von zwei Monaten zeigen sich die Veränderungen so gravierend, dass die T-Zellen ausschließlich schleppend arbeiten. Kurze Zeit später reagieren sie nicht mehr auf die durch die Erreger verursachten Reize.

Bei diesem Phänomen handelt es sich um die Alterung des Immunsystems. Die Mediziner verwenden den Fachbegriff Immunseneszenz. Der Körper wehrt sich praktisch nicht länger gegen die chronische Erkrankung. Zudem führt die geschwächte Immunabwehr zu weiteren Folge-Infektionen.

 

Die Zusammenfassung für die chronischen Infektionen

Chronische Erkrankungen verfügen über keinen speziellen Ausgangspunkt. Sie verlaufen schleichend. Eine Schwächung des Immunsystems durch beispielsweise Umweltgift oder falsche Ernährung begünstigt ihren Ausbruch. Während der Dauer der Krankheit kommt es zu einer Veränderung der T-Zellen. Diese reagieren nicht länger auf die Reize der Erreger und stellen ihre Arbeit ein. Somit kommt es zu einer Deaktivierung des Immunsystems.

 

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