Adenoviren

Adenoviren verursachen eine Vielzahl verschiedener Infektionskrankheiten. Beim Kontakt mit Adenoviren kann es zu Bindehautentzündung aber auch zu Infektionen im Magendarm-Trakt, den Atemwegen und auch zur Entzündung innerer Organe kommen.

© BeTa-Artworks - Fotolia.com
© BeTa-Artworks – Fotolia.com

Adenoviren bei Kindern und Erwachsenen

Adenoviren – verursachen vorallem bei Kindern Infektionen die durch Durchfall angezeigt werden. Beim äußeren Kontakt entstehen Bindehautentzündung. Das Adenovirus kommt weltweit vor zu jeder Jahreszeit vor. Etwa 8% aller Erkältungen bei Kindern werden von Adenoviren verursacht. Besonders hoch ist die Gefahr in Schwimmhallen und Schwimmbädern.
Adenoviren Infektionen

Adenoviren können längere Zeit auf Gegenständen wie Kinderspielzeug überleben und von diesen Gegenständen aufgenommen werden. Die häufigsten Adenovirusinfektionen treten bei Kleinkinder, Kinder und Jugendlichen auf.
KinderkrankheitenKrankheiten durch Adenoviren:

  •  Durchfall-Erkrankungen / Gastroenteritis
  • Atemwegserkrankungen / Erkältungen
  • Krankenhausinfektionen
  • Bindehautentzündung
  • Hornhautentzündung
  • Entzündungen der Lungen

Inkubationszeit Adenoviren

Humane Adenoviren werden erst beim Erwärmen auf eine Temperatur von 60Grad abgetötet. Adenoviren werden durch Tröpfcheninfektion auf Menschen übertragen, dies kann durch fäkal-orale Übertragung aber auch durch Schmier- bzw. Kontaktinfektion von Gegenständen oder in Schwimmbädern von Mensch zu Mensch passieren. Die Inkubationszeit bei der Infektion mit Adenoviren beträgt 5 – 10 Tage, danach treten die ersten Symptome auf.

Adenoviren Symptome

  1. Atemwegsinfektion
  2. plötzliches Fieber
  3. Halsschmerzen und Husten
  4. Halslymphknotenschwellung

Adenoviren Typ 1, 2, 6 und Typ 7

  1. Akute Atemwegsinfektionen
  2. Bronchitis
  3. Pneumonie (Lungenentzündung)
  4. Pharyngokonjunktivalfieber
  5. Halslymphknotenschwellung
  6. (Übertragung über die Atemwege)

Adenoviren Typ 3, Typ 7

  1. Rachenentzündung
  2. Konjunktivitis / Bindehautentzündung
  3. (Übertragung in Schwimmbädern)

Adenoviren Typ 4, Typ 7

  1. Augenentzündungen
  2. Tränenfluss
  3. (Übertragung durch medizinische Instrumente)

Adenoviren Krankheiten

Bindehautentzündung – Keratokonjunktivitis

Die Adenovirus-Keratokonjunktivitis (Bindehautentzündung) ist hochinfektiös und betrifft meist beide Augen. Die Bindehautentzündung durch Adenoviren zeigt sich zuerst durch eine Rötung des Auges, dann schwellen die Bindehäute und Lymphknoten an. Das Auge juckt und tränt, dabei kommt es zu einem Fremdkörpergefühl. Die Bindehautentzündung klingt nach etwa 2-3 Wochen wieder ab. weiterlesen: Bindehautentzündung
AdenovirenPharyngokonjunktivalfieber

Pharyngokonjunktivalfieber kommt meist bei Kindern im Alter von 5-7 Jahren vor und zeigt sich durch eine infektiöse Entzündung des Rachens und der Schleimhäute im Hals-Nasen-Rachenbereich. Dabei tritt bei Pharyngokonjunktivalfieber wie der name schon verdeutlicht, plötzliches Fieber und eine Schwellung der Halslymphknoten auf.
Pneumonie

Die Lungenentzündung (Pneumonie) kann in schweren Krankheitsverläufen einer Adenoviren-Infektion entstehen. Dabei kommt es zur Verschleppung der Viren durch die Atemwege in den Lungenbereich. kommen. Die Lungenentzündung entsteht in 70% aller Fälle durch Bakterien wie Pneumokokken, in seltenen Fällen kann eine Lungenentzündung durch Andenoviren ausgelöst werden.
Adenoviren Durchfall (Akute Gastroenteritis)

Über 50% aller akuten Durchfallerkrankungen werden durch Viren ausgelöst, neben Noroviren und Rotaviren zählen auch Adenoviren als Auslöser der akuten Gastroneteritis. Die Infektion mit Adenoviren hält dabei 10-12 Tage an. im Krankheitsverlauf kommt es zu wässrigen Durchfällen und Erbrechen. In den meisten Fällen trifft die akute Durchfallerkrankung durch Adenoviren auf Kinder zu.
Adenoviren Immunität

Während einer Adenovirus-Infektion bis zum vollständigen Ausheilen der Symptome bildet das Immunsystem des menschlichen Körpers Abwehrzellen gegen den jeweiligen Adenoviren Typ aus. Dies führt zu einer Immunität, aber verhindert durch die Vielzahl der Adenovirus-Typen, nicht die Wiederansteckung mit einem anderen Typ der Adenoviren.

Letzte Aktualisierung am

Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
  • Deutsches Ärzteblatt, Studien und aktuelle Nachrichten
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne ( Sie dürfen als erster diesen Artikel bewerten.