6 hilfreiche Hausmittel gegen Blähbauch

115
Hausmittel gegen Blähbauch und Völlegefühl
Blähbauch und Völlegefühl, mit diesen Hausmittel kannst du Abhilfe schaffen, Copyright: yavdat bigstockphoto

Wir zeigen dir wie du einen Blähbauch reduzieren kannst

Du sitzt nach einer guten Mittagspause wieder am Schreibtisch und kannst Dich kaum konzentrieren, da Dein Bauch drückt und spürbar „arbeitet“.

Diese und ähnliche Situationen machen vielen Menschen den Alltag schwer. Ein Blähbauch ist zwar gesundheitlich keine Katastrophe, aber einfach unangenehm und das musst Du nicht hinnehmen. Wir zeigne Dir bewährte Hausmittel gegen den Blähbauch.

Was hilft bei Blähbauch und Völlegefühl – Das Wichtigste:

  • Sowohl Wärme als auch Bauchmassagen helfen den meisten
  • verschiedene Teesorten wie Fenchel und Kamille reduzieren einen Blähbauch
  • gute Helfer unterwegs sind kleine Snacks aus Ingwer, Kümmel- und Fenchelsamen
  • auf der Toilette sollten die Beine auf einem Hocker stehen, das erleichtert die Entleerung
  • kleine Mahlzeiten und ausreichend Bewegung sind wichtig

1.Wärme gegen den Blähbauch

Wenn Du Zuhause bist: Setz auf Wärme

Die beste und schnellste Hilfe gegen Blähbauch ist die Arbeit mit Wärme. Bist Du also Zuhause, kannst Du Dich mit einer Wärmflasche oder einen Wärmkissen hinlegen und diese auf Deinen Bauch legen. Vielen hilft es, dabei nicht auf dem Rücken zu liegen, da ein schlimmer Blähbauch bereits auf das Eigengewicht der Wärmhilfen empfindlich reagieren kann. Beim Liegen auf der Seite können diese einfach mit den Händen sanft auf den Bauch gedrückt werden.

Hast Du weder Wärmflasche noch Wärmkissen, hilft auch ein mit warmen Wasser befeuchtetes Handtuch. Achte allerdings darauf, dass nicht alles nass wird und/oder Du Deine Haut verbrennst.

 

2. Eine kurze Bauchmassage

Die spürbaren Bewegungen im Bauch gehen vor allem auf eine überforderte Verdauung zurück und der kannst Du auch mit einer gezielten Massage unter die Arme greifen. Am schönsten ist das natürlich Zuhause und mit ausreichend Ruhe, doch prinzipiell kannst Du Dir auch einige Minuten unterwegs dafür reservieren, da Du Deine Hände nur auf dem Bauch bewegst und Deine Kleidung nicht ausziehen musst.

Lege vom Zeige- bis zum Ringfinger die Fingerkuppen zusammen und streiche mit ihnen so über den Bauch, dass Du Kreise malst. Das regt bereits nach wenigen Minuten die Durchblutung und damit auch die Darmaktivität an.

Bis Du Zuhause und hast Ruhe, kannst Du die Massage natürlich auch auf nackter Haut machen und am besten etwas Kümmelöl auf die Finger geben.

3. Zuhause und to-go: der richtige Verdauungstee

Ein gutes Mittel gegen Blähbauch ist ein warmer Verdauungstee. Besonders bewährt haben sich Kamille und Fenchel, aber auch Pfefferminz- und Ingwertee helfen der Verdauung. Weißt Du, dass beispielsweise in der Mittagspause ein eher üppiges Mahl auf Dich wartet, kannst Du bereits zum Frühstück einen Tee trinken und im Thermobecher etwas Tee to-go mitnehmen.
Magst Du Honig, kannst Du einen Teelöffel voll im warmen Tee auflösen. Das schmeckt nicht nur angenehm süß, sondern beruhigt ebenfalls die Verdauung.

„Gute Alternative für alle, die nicht gern Tee zu sich nehmen: Etwas Minzöl in warmes Wasser mischen und trinken.“

4. Omas Klassiker: Apfelessig

Über den Geschmack lässt sich zwar streiten, aber in Sachen Wirkung setzen bereits Generationen auf Apfelessig gegen Blähbauch. Zwei Esslöffel pur trinken und die Verdauung reguliert sich wieder.
Für wen der pure Geschmack einfach nicht das Wahre ist, der kann auch zwei Esslöffel Apfelessig mit etwas Tee oder Wasser mischen und zusätzlich Honig hinzugeben.

5. Hilfe zum Kauen

Nicht immer hast Du die Möglichkeit, einen Tee bei Dir zu haben oder am nächsten Kiosk einen Stopp einzulegen. Eine sinnvolle Alternative: Hab immer ein paar Kümmel- oder Fenchelsamen bei Dir. Merkst Du, dass Du einen Blähbauch hast, kannst Du diese kauen und damit die Wirkstoffe über den Speichel aufnehmen.
Auch Ingwer kann als Snack gegessen werden und hilft wie der Ingwertee gut gegen einen Blähbauch.

6. Die richtige Körperhaltung auf dem WC

Im wahrsten Sinne des Wortes vorbeugend ist die richtige Haltung auf der Toilette. Unsere heimischen Toiletten sorgen dafür, dass wir beim Sitzen einen Winkel von circa 90 Grad zwischen Becken und Beine haben. Das ist für den Darm aber eigentlich unpraktisch, da sein natürlicher Verlauf in dieser Haltung einen Knick erfährt. Die Entleerung ist viel einfacher, wenn man hockt. Dafür muss natürlich keine Toilette umgebaut werden! Du kannst einfach einen Hocker benutzen, auf den Du die Füße stellst und damit den Winkel verkleinern.

Die Darmentleerung funktioniert so mit weniger starkem Pressen und ein Blähbauch ist nach dem nächsten WC-Besuch weg. Wer regelmäßig diese Haltung auf Toilette einnimmt, kann künftigen Beschwerden durch die bessere Entleerung oft auch vorbeugen.

Tipps zum Vorbeugen von Blähbauch und Völle

Am besten gegen einen Blähbauch hilft alles, was diesen gar nicht erst entstehen lässt. Das hast Du nicht nur mit der richtigen Körperhaltung auf der Toilette selbst in der Hand, sondern auch durch weitere Faktoren. Achte im Alltag auf folgende Dinge:

  1. Trage nicht zu enge Kleidung. Vor allem Hosen sollten beim Sitzen nicht beständig in den Bauch schneiden.
  2. Iss lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt und kaue jeden Bissen gut durch. Auf großes Schlemmen ist der Magen-Darm-Trakt nicht gut vorbereitet.
  3. Achte auf eine aufrechte Körperhaltung beim Gehen und Stehen sowie beim Sitzen. Ist der Körper in sich gesunken, staucht das auch den Magen sowie Darm.
  4. Bewegung wie Spaziergänge nach dem Essen und eine allgemeine Fitness durch Sport beugen einer trägen Verdauung gut vor.