Welche Krankenkasse übernimmt Osteopathie Kosten?

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Kostenübernahme bei Osteopathie

Verspannungen, chronische Schmerzen und Belastungen des Körpers sollen über die Osteopathie Linderung erfahren. Über gezielte Bewegungen und Berührungen der Hände eines Osteopathen können die Funktionsstörungen im Körper therapiert werden, wobei dieser Ansatz den gesamten Bewegungsapparat über das Rückenmark bis in das feine Gewebe anspricht. Heilpraktiker und Osteopath Georg Schöner sucht eingangs den Ursprung der Belastung, um eine Linderung auf lange Sicht zu erzielen. Die Osteopathie gehört nicht zur anerkannten Schulmedizin. So stellen sich viele Patienten die Frage: „Welche Krankenkasse übernimmt Osteopathie?“ Im Folgenden gehen wir dieser Frage auf den Grund.

Osteopathie beim Osteopaten
Osteopathie – Urheber: jovanmandic / 123RF

 

Bei welchen Erkrankungen wird Osteopathie eingesetzt?

Die Osteopathie wird laut Bundesverband Osteopathie – kurz BVO – als ganzheitliche Behandlungsmethode beschrieben, die nahezu gänzlich auf jede Form technischer Hilfsmittel verzichtet. Bei dieser Behandlungsmethode wird der ganze Körper mit einbezogen. So ist es zum Beispiel kaum möglich, Beschwerden der Bandscheiben ohne eine Therapie des Dickdarms entgegenzuwirken. Dabei spricht man den Faszien – einem feingliedrigen, enorm umfangreichen Netzwerk – einen weitreichenden Einfluss zu.

Im Zuge der Arbeit und eines bewegungsarmen Alltags treten immer wieder chronische Störungen im Rücken, in den Nieren und im Kreuzbein auf. Es ist an der Osteopathie, die jeweiligen Zusammenhänge zu erkennen und zu behandeln. Kritiker finden in diesem Ansatz Reserven und bemängeln eine unzureichende Qualitätskontrolle sowie ein Fehlen von wissenschaftlich fundierten Ergebnissen dieser Therapieform. So ging man bisher in der Unfallchirurgie davon aus, dass es für die Erkenntnisse der Osteopathie keinerlei wissenschaftliche Belege gäbe. Daraufhin hat sich die Bundesärztekammer Osteopathie 2009 einer wissenschaftlichen Bewertung unterzogen.

Wissenschaftliche Studie zur Osteopathie

Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass es zu einigen Erkrankungen ausreichende und einigermaßen zuverlässige Aussagen zur Wirksamkeit der Osteopathie auszumachen sind. Diese Form der Behandlung wird vorwiegend bei chronischen Schmerzsyndromen im Bereich der Wirbelsäule angewandt. Der Trend zur Osteopathie ist kaum noch aufzuhalten. Mittlerweile haben sich deutschlandweit mehr als 5 Millionen Menschen in eine Osteopathie Behandlung begeben.

Osteopathie – Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Die Kosten für eine Behandlung sind nicht zu unterschätzen. Sie rangieren zwischen 60 und 100 Euro. Die gute Nachricht: Einige Krankenkassen sind bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen. In vielen Fällen greifen so genannte Maximalbeträge im Hinblick auf die jährlichen Behandlungskosten und auf eine Sitzung. Doch Achtung: Von Krankenkasse zu Krankenkasse sind hier starke Unterschiede zwischen der Unterstützung einer Osteopathie Behandlung auszumachen. Tragen Sie sich mit dem Gedanken, sich einer Behandlung zu unterziehen, können wir Ihnen nur ans Herz legen, sofort Rücksprache mit Ihrer Krankenkasse zu halten.

Im Folgenden wollen wir Ihnen einige Bedingungen und Finanzierungen ausgewählter Krankenkassen auflisten, um Ihnen einen ersten Eindruck zu geben, wie die Krankenkassen Osteopathie finanzieren:

–       AOK Plus: Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt diese Krankenkasse bis zu 90 % der Kosten für höchstens sechs Behandlungen im Jahr. So ist es denkbar, bis zu 60 € pro Sitzung zu erhalten.

–       Barmer GEK: Hier erhalten Patienten Bonuspunkte für eine Osteopathie Behandlung. Sie nehmen an dem „Bonusprogramm: aktiv pluspunkten“ teil. Am Ende des Jahres tauschen Sie Ihre gesammelten Pluspunkte gegen eine Prämie ein.

–       DAK: Diese Krankenkasse setzt als zwingende Voraussetzung die Durchführung der Osteopathie Behandlung durch einen berechtigten Arzt nach Paragraph 13 Abs. 4 SGBV voraus. Dieser anerkannte Arzt muss ein Mitglied im Berufsverband der Osteopathie sein. Sie erhalten in diesem Fall einen Zuschuss von maximal 60 € für eine Sitzung. Der Zuschuss dieser Krankenkasse übersteigt niemals einen Anteil von 80 % der Kosten.

–       Debeka BKK: Für eine Osteopathiebehandlung erhalten Patienten bei dieser Krankenkasse bis zu 240 € in jedem Kalenderjahr. Auch hier gilt die maximale Grenze von sechs Sitzungen im Jahr.

–       Die bergischen Krankenkassen: Diese Krankenkasse übernimmt höchstens 300 € und verrechnet die Förderung über den Flexibonus – vorausgesetzt es handelt sich um einen anerkannten Osteopathen, der eine entsprechende Ausbildung vorweisen kann.

 

Fazit

Im Prinzip haben Sie gute Karten im Hinblick auf die Finanzierung einer Osteopathie Behandlung. Die meisten anerkannten Krankenkassen übernehmen einen gewissen Kostenanteil, der jedoch niemals über 80 % steigt. Darüber hinaus gilt zumeist eine Maximalgrenze von sechs Sitzungen bzw. Behandlungen pro Jahr. Wir empfehlen Ihnen, vorab mit Ihrer Krankenkasse über die gewünschten Behandlungen und die damit verbundene Finanzierung zu sprechen. Als bindende Voraussetzung gilt, dass Sie sich nur in die Hände eines ausgebildeten Ostheopathen begeben, der eine entsprechende berufliche Qualifikation aufweist.

Aktuelle Kostenübernahme bitte bei Ihrer Krankenkasse anfragen!

(Stand Dez.2015 /Angaben ohne Gewähr)

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