Was hilft bei einer Mandelentzündung?

Bei einer Tonsillitis gelangen Bakterien oder Viren in den Rachenraum und führen im Bereich der Mandeln zu einem Entzündungsprozess. Aufgrund der starken Halsschmerzen suchen erkrankte Personen nach Sofortmaßnahmen, die bei einer Mandelentzündung helfen. Neben Medikamenten kommen beispielsweise verschiedene Hausmittel zum Einsatz, die vorrangig die Symptome der Erkrankung lindern. Um die Entzündung komplett auszukurieren, benötigen die Betroffenen in der Regel Antibiotika.

Das hilft gegen eine Mandelentzündung und deren Symptome?

  • Sud aus Meerrettich und Honig: lindert Halsschmerzen
  • trockene oder nasse Halswickel: fördern Entgiftung
  • Dampfbäder: beruhigen den Hals
  • Vanilleeis: kühlt und betäubt Entzündungsschmerzen
  • Tee: desinfiziert den entzündeten Bereich

 

Ausführliche Auskünfte: Was hilft bei einer Mandelentzündung?

Meerrettich stellt eine natürliche Wunderwaffe gegen die Mandelentzündung dar, da seine Inhaltsstoffe antiseptisch und antibakteriell wirken. In Kombination mit einem Löffel Honig gibst Du das geriebene Kreuzblütengewächs in ein Getränk Deiner Wahl. Vorwiegend eignen sich heiße Flüssigkeiten, in denen beide Ingredienzen „ziehen“ können.

Um die Schmerzen beim Entzündungsprozess zu lindern, helfen trockene und warme Halswickel, welche Du über mehrere Stunden anbehältst. Entscheidest Du Dich für einen nassen Wickel, bestreichst Du ein Stofftuch beispielsweise mit:

  • Salzwasser,
  • Quark,
  • Zitronensaft
  • oder essigsaurer Tonerde.

 

Die Inhalation mit ätherischen Ölen fördert die Schleimproduktion und beruhigt auf die Weise den entzündeten Rachenraum. Die Inhalationsgeräte erhältst Du in Online-Apotheken oder im Fachhandel. Alternativ kochst Du in einem Topf Wasser mit einem Kräutersud, beugst Dich darüber und atmest tief ein und aus. Damit die Hitze nicht verfliegt, legst Du besser ein Handtuch über ihren Kopf.

Zu den alten Hausmitteln, die bei einer Mandelentzündung helfen, zählt das Vanilleeis. Die Kälte betäubt den Schmerz, die cremige Konsistenz verleiht dem Rachenraum, der aufgrund der Entzündung austrocknet, Feuchtigkeit. Alternativ verspeist Du kühlen Naturjoghurt oder Frozen Joghurt, da beide Produkte den Hals nicht zusätzlich reizen.

Des Weiteren steht bei entzündeten Mandeln ausreichend Flüssigkeitszufuhr im Mittelpunkt. Kräutertees – beispielsweise aus Salbei, Fenchel oder Kamille – wirken desinfizierend und entzündungshemmend. Um das Heißgetränk zu süßen, verwendest Du statt Zucker besser Honig, da dieser ebenfalls die Schmerzen zu lindern vermag.

 

Was hilft gegen eine Mandelentzündung und warum?

Dringen Krankheitserreger durch den Mund oder die Nase in den Organismus ein, gelangen sie an den Mandeln vorbei. Speziell die Gaumenmandeln, die hinter den seitlichen Gaumenbögen liegen, zählen zum lymphatischen Rachenring. Ihre Aufgabe besteht darin, Bakterien und Viren frühzeitig abzufangen. Versagt die körpereigene Abwehr der Patienten, kommt es zu einer Vermehrung der Erreger im Gewebe des Waldeyer-Rachenrings. Dadurch schwillt es an und die Betroffenen verspüren die Halsschmerzen, die zu den typischen Anzeichen der Mandelentzündung gehören.

 

Weitere Symptome der Angina tonsillaris

Körperlicher und emotionaler Stress sowie eine Grunderkrankung schwächen das Immunsystem und ermöglichen auf diese Weise die Mandelentzündung. Die Tonsillen sehen geschwollen und gerötet aus, wobei oftmals gelblich-weiße Eiterflecken auftreten. Des Weiteren geht die akute Entzündung des Gewebes mit allgemeinen Krankheitszeichen und Fieber einher. Du fühlst Dich matt und der Kopf schmerzt. Gleichzeitig spielen die Schluckbeschwerden eine wesentliche Rolle.

Personen, die an der Tonsillitis erkranken, bemerken einen verstärkten Speichelfluss, der bis zu einer Woche anhält. Aufgrund der Entzündung kommt es zu Mundgeruch und einer undeutlichen Aussprache. Jedoch zählt Heiserkeit nicht zu den typischen Anzeichen der Angina tonsillaris.

 

Welche Medikamente helfen bei einer Mandelentzündung?

Leidest Du an einer schweren Form der Tonsillitis, verschreibt der Hausarzt im Regelfall Breitbandantibiotika. Bei einer regelrecht verlaufenden Mandelentzündung kommt das Schmalspektrumantibiotikum Penicillin V zum Einsatz. Dieses nimmst Du über die gesamte Dauer der Behandlung, also sieben bis zehn Tage, ein. Steht eine Penicillin-Allergie zu befürchten, bekommst Du Medikamente verschrieben, die keine Kreuzallergie auslösen. Suchst Du den Mediziner auf, um schmerzstillende Arzneien zu erbitten, erhältst Du im Normalfall Paracetamol. Die Präparate solltest Du über einen Zeitraum von drei bis sieben Tagen einnehmen.

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weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

Unsere Informationen dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder zur Eigenbehandlung genutzt werden. Bei Beschwerden und Fragen konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt.
Ilona Klavon, Medizinische Fachangestellte (MFA)
Ilona Klavon ist Medizinredakteurin und begleitete als Elternberaterin junge Familien. Für unsere Webseite schreibt sie Fachtexte rund um Gesundheit, Familienalltag, Ernährung, Schwangerschaft und Geburt. Durch ihre Erfahrung in den Themen kann Sie für unsere Leser Gesundheitsnachrichten und viele verschiedene Gesundheitsthemen verständlich näherbringen.
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