Unnütze isotonische Getränke – Was Sportler wirklichen trinken sollten!

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Wann machen isotonische Getränke Sinn?

Isotonisch: Im Hinblick auf Sport- und Fitnessgetränke hat sich dieser Begriff zu einem sportlichen Schlagwort entwickelt, der jedoch immer mehr Sportler in die Irre führt. Wenn es darum geht, einen Fitnessdrink während des Sports zu sich zu nehmen, geht der Griff immer noch zum bewährten Isodrink. Im folgenden Beitrag wollen wir über unnütze isotonische Getränke aufklären und geben Ihnen zugleich einen Ratgeber an die Hand, was Sportler trinken sollten.

Unnütze isotonische Gertränke
isotonische Gertränke Urheber: racorn / 123RF

Ganz klar: Getränke nehmen im Sport einen entscheidenden Stellenwert ein. Nicht zuletzt verlieren Sie gerade bei erheblicher Körperanstrengung mehrere Liter Wasser und jede Menge Salz über Körperausdünstungen und Schweiß. Um nicht an Energie und Kraft zu verlieren, ist es sinnvoll, den passenden Drink für das Fitnessstudio gleich mitzunehmen. Vor Ort in den meisten Fitnessstudios erhalten Sie zumeist isotonische Sportgetränke mit verwirrenden Aufschriften und Labels, wie Carbopower oder Hydrateboost. Was ist eigentlich sinnvoll?

Im Zusammenhang mit den Sport gilt folgende Leitformel: Bei einer Aktivität und Bewegung unter einer Stunde ist es vollkommen ausreichend, Wasser zu sich zu nehmen. Übersteigen Sie das Bewegungspensum von einer Stunde, benötigen Sie zusätzliche Kraft, da Ihr Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wertvolle Mineralstoffe verliert. Diese Kraft und Power lässt sich auch als isotonisch bezeichnen. Tatsächlich verwandelt ein doch recht unscheinbar wirkendes Elektrolyt ein Getränk in einen kraftvollen Sport-Drink. Es ist Natrium, das dafür sorgt, dass die Flüssigkeit schneller aufgenommen werden kann.

 

Was Ausdauersportler wirklich trinken sollten?

Vernachlässigen Sie die Aufnahme der Kohlenhydrate, sinkt in der Folge der Blutzuckerspiegel und es ist von dem Mann mit dem Hammer die Rede. Der Organismus hat keine andere Chance und wird Ihnen einen gehörigen Strich durch die sportliche Rechnung machen. An dieser Stelle nun anzunehmen, je mehr Kohlenhydrate Sie zu sich nehmen zunehmen, desto besser, ist schlichtweg falsch. Jeder Körper ist in der Lage, bis zu 60 g/h Kohlenhydrate aufzunehmen. Lediglich einige Multipower Drinks sind über eine geschickte Kombination aus Fructose und Glukose in der Lage, diesen Wert auf 105 g/h heraufzusetzen. Diese hohe Konzentration macht nur bei extremen Ausdauerbelastungen von über 3 Stunden auch mit Kalium, Kalzium und Magnesium Sinn.

Im Hinblick auf die isotonischen Getränke lassen sich drei grundlegende Arten voneinander unterscheiden:

  • die klassische Form des Getränks,
  • Pulver und
  • die konzentrierten Shots.

Bei dem Getränk sind zumeist geringere Konzentrationen und Wirkstoffe enthalten, dies garantiert eine schnellere Aufnahme und dabei eine geringere Belastung des Magen-Darm-Trakts. Der Großteil dieser Getränke ist in den meisten Supermärkten und im Einzelhandel erhältlich. Sie sollten die Sportgetränke vornehmlich gekühlt zu sich nehmen. Im vorderen Bereich rangieren Geschmacksrichtungen, wie Zitrone und Grapefruit, da diese beiden Fruchtsorten vor allen Dingen durch ihre Frische überzeugen. Fitness-Getränke, die eine geringere Kalorienmenge aufweisen sind gerade für Ausdauersport nicht geeignet, da die Sportler hier die Kohlenhydrate dringend benötigen, um weiterhin durchzuhalten.

 

Isotonische Getränke versus Pulver

Tatsächlich versprechen vor allen Dingen dieser isotonischen Getränke im Vergleich zu den meisten Softdrinks insbesondere im Sommer eine kalorienärmere Erfrischung, da diese Fitnessgetränke weniger Kalorien enthalten. Im Zweifelsfall sollten Sie jedoch immer einen Blick auf die Verpackung werfen. Natürlich kann keines dieser Getränke für das Fitnessstudio im Hinblick von Kalorien mit Selter, stillem Wasser oder leichten Schorlen mithalten. Insbesondere im Hinblick auf den Preis von isotonischen Getränken ist ein erheblicher Qualitätsunterschied auszumachen, der das Budget eines Sportlers auf die Probe stellt.

Etwas für echte Spezialisten ist das Pulver, das im Hinblick auf den Genuss und den Geschmack wahrscheinlich hinter dem Großteil der Getränke ansteht und vor allen Dingen über seine physiologische Zusammensetzung wirklich Sinn macht. Auch bei den letzten Praxistests der Fit For Fun konnten die Pulver in Bezug auf ihre Wirkung äußerst positiv abschneiden.

 

Booster garantieren echten Energieschub

Möchten Sie Ihrem Körper in einen Energieboost versetzen, empfehlen sich Liquids und Shots. Diese sind in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen erhältlich und verfolgen nur ein Ziel: So schnell wie möglich, die gewünschte Energie bereitzustellen. In diesen Produkten ist oftmals eine sehr hohe Konzentration Koffein enthalten, was als Aufputschmittel wirken soll. Auf diese Weise schonen Sie den Kohlenhydrate-Speicher. Mit einem schmackhaften Getränk oder einer erfrischenden Schorle haben die Booster rein gar nichts zu tun. Hier stehen vielmehr die Funktion und die Energie im Vordergrund.

 

Wann machen isotonische Getränke wirklich Sinn?

Es sind vor allen Dingen die Hersteller der isotonischen Getränke, die mit jeder Menge Versprechungen aufwarten. Doch tatsächlich entsteht aus diesem Nährstoffmix in den Flaschen eine waschechte Verwirrung für jeden Konsumenten. So verweist der Oberarzt Innere Medizin, Karsten Schwarting, darauf, dass viele dieser Drinks nicht einmal genügend Mineralstoffe liefern. So sollen isotonische Getränke wirklich nur dann Sinn machen, wenn die sportliche Aktivität 60 Minuten übersteigt.

Unter diesem Bereich kann Ihr Körper den Flüssigkeitsverlust und den Verlust von Nährstoffen ganz bequem über Wasser oder eine Saftschorle ausgleichen. Gerade Hobbysportler ist es anzuraten, sich im Hinblick auf Zucker und Powerdrinks erst einmal zurückzuhalten, insbesondere wenn Sie das Ziel verfolgen, über den Sport abzunehmen. In diesen Zusammenhang tappen viele in die berüchtigte Falle und nehmen unnötige Powerdrinks zu sich, die der Körper überhaupt nicht benötigt.

 

Welche Getränke eignen sich für Hobbysportler?

Es macht tatsächlich keinen Unterschied, ob Sie das Getränk während der Aktivität oder über den Tag hinweg zu sich nehmen. Empfehlenswert sind alle Fitness Getränke, die auf eine hohe Konzentration von Zucker und Kohlenhydraten verzichten. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass gerade Saft eine enorm hohe Konzentration Fruchtzucker enthält. Wir empfehlen Ihnen von daher, den Saft mit Wasser oder Sprudel zu mischen und sich auf diese Weise eine leckere Schorle herzustellen.

 

Fazit: kalorienarme Drinks für das Fitnessstudio

Alternativ dazu sollten Sie auf ungesüßten Tee oder Eistee zurückgreifen. Hier bieten die Hersteller verschiedenen Teesorten und Geschmacksrichtungen, die auch kalt im Fitnessstudio schmecken. Muss es etwas Zucker sein und möchten Sie den ungeliebten Heißhunger vermeiden, ist es zeitweise kein Problem, zum Beispiel Coca Cola Light zu sich zu nehmen. Wobei wiederum einige Studien darauf verweisen, dass gerade die Süßstoffe den Heißhunger provozieren. Sammeln Sie Ihre eigenen Erfahrungen mit den Getränken. Im Grunde genommen gilt für Hobbysportler und Sportler immer eine Faustregel: Mit der Belastung sollte auch die Flüssigkeitszufuhr steigen. Dabei müssen nicht immer die Powerdrinks aus der Profiabteilung zum Einsatz kommen.

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