TCM Funktionskreise und Handlungsphasen

TCM die traditionelle chinesische Medizin

Hinter der Abkürzung TCM verbirgt sich die traditionelle, chinesische Medizin oder auch die chinesische Medizin mit den Funktionkreise und Handlungsphasen. Diese traditionelle Form der Medizin hat sich bereits vor 2000 Jahren im ostasiatischen Raum entwickelt. Die besonderen Heilverfahren und Therapieformen werden noch heute in Kombination mit der Schulmedizin angewendet, wie zum Beispiel Akupunktur oder Shiatsu. Wir wollen Ihnen in diesem Beitrag die spezifischen Funktionkreise und Handlungsphasen genauer vorstellen.

 

TCM Funktionskreise
TCM Funktionskreise Urheber:peterhermesfurian / 123RF.com

 

Wandlungsphasen und Funktionskreise der chinesischen Medizin

Die TCM unterscheidet insgesamt fünf Wandlungsphasen, die auch als Elemente bezeichnet werden. Diese fünf Wandlungsphasen sind Feuer, Holz, Erde, Metall und Wasser. In der traditionellen chinesischen Medizin geht man davon aus, dass sich diese Elemente gegenseitig beeinflussen und in einer Harmonie zueinander stehen. Aus diesem Grund hat man jedem Element eine charakteristische Eigenschaft zugeordnet. Im Körper verlaufen Energiebahnen, die so genannten Meridiane, in Zuordnung zu diesen Funktionskreisen. Die menschlichen Energiebahnen bedingen einander und stehen Harmonie mit den weltlichen Elementen.

 

Eigenschaften und Charakteristiken der Wirkungskreise

 

  • Feuer: Dieses Element steht gleichbedeutend mit der individuellen Entfaltung und wird körperlich der Zunge und Sprache zugeordnet. Zur Wandlungsphase dieses Element gehören Artikulationsstörung und Sprachstörungen sowie ein ungewöhnliches Verhalten.

 

  • Metall: Diesem Element ordnet die TCM die Eigenschaften von Trauer und „Insichgekehrtsein“ zu. Diese Eigenschaften stehen in direkter Verbindung mit dem Dickdarm und der Lunge als Organe dieses Elements. In diesem Zusammenhang werden auf die Wandlungsphase von Neurodermitis, Asthma und Beschwerden psychosomatischer Art verwiesen.

 

  • Erde: Diesem Element ordnet sich das praktische Denken, das Nachdenken und Reflektieren sowie das Lernen zu. Die dazugehörigen Organe sind der Magen und die Milz. Zu den Wandlungsphasen stehen Verdauungsprobleme und Magenprobleme sowie Bindegewebeschwäche und Übergewicht in direkter Verbindung.

 

  • Holz: Dieses Element ist wie kein anderes mit einem enorm hohen Energiepotenzial verbunden. So ordnet man Holz und der Wirkungsweise die Fähigkeit zu, eigene Visionen und Ideen zu entwickeln. Doch stehen diese Entscheidungen immer mit Gefühlen, wie Zorn und Ärger, in ständiger Verbindung. Zu den Organen dieser Wandlungsphasen gehören die Gallenblase und die Leber. Daran knüpfen Menstruationsprobleme, Muskelverspannungen sowie Beschwerden im Hinblick auf die Verdauung an.

 

  • Wasser: Zweifelsohne steht dieses Element für Furcht, Angst, aber auch für Meditation und Weisheit. Zu den Organen gehören Blase und Niere und die Wandlungsphase der Blasenschwäche, Nierenleiden und psychosomatische Angstzustände.

 

Organe und ihre energetischen Zentren in der TCM

Die traditionelle Chinesische Medizin ordnet den jeweiligen energetischen Phänomenen Punkte und Kreise zu. So führt der Name des Organs immer erst zu seiner Funktion an. Die TCM unterscheidet in diesem Bereich Ying und Yang in spezifisch zueinander stehenden Wirkungskreisen und Zentren. Im Zusammenhang mit dem Ying stehen insbesondere die klinischen Einzelaussagen, die als tragende Säulen und Basis der TCM gelten.

 

Funktionskreise am Beispiel der Niere

Lassen Sie uns einen Funktionskreis an einem konkreten Beispiel erläutern. Wir beginnen mit dem Kreis der Niere. Diese wird der Wandlungsphase des Wassers zugeordnet. Die Versorgung der Nieren mit Grundenergien erfolgt über Ying und Yang. Tritt zum Beispiel ein Mangel im Hinblick auf das Nieren-Yang auf, kommt es in der Folge zu Impotenz, Schwindel und Müdigkeit. Die chinesische Medizin bringt mit der Niere des Menschen Tatendrang und Willenskraft in Verbindung. So führt man nach dieser Ansicht auch das Burn-Out Syndrom auf einen Mangel an Nieren-Energie zurück.

Die traditionelle Chinesische Medizin ist mehrere Tausend Jahre alt und unterscheidet im Wesentlichen die Wandlungsphasen und Funktionskreise, die aus den weltlichen Elementen und Organen bestehen. Die Elemente der TCM bedingen einander. Kommt es zu einem Mangel oder zu einem Überschuss energetischer Wirkung, macht sich dies in Form von Krankheiten und medizinischen Problemen in physischer und psychischer Form bemerkbar.

 

Letzte Aktualisierung am

Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
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