Rückenschmerzen im unteren Rücken:

Rückenschmerzen: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Die Rückenschmerzen und der Hexenschuss im Kreuz entstehen zum großen Teil über strapazierte Bänder und Muskeln sowie nach folgenreichem Verschleiß der Wirbelsäule und der Bandscheiben. Wir kommen über den Aufbau der Wirbelsäule den Rückenschmerzen im unteren Rücken auf die Schliche und empfehlen im Zusammenhang effektive Therapien und Behandlungsmöglichkeiten. Bedenken Sie, insbesondere über eine durchdachte Selbsthilfe können Sie gegen Rückenschmerzen im unteren Rücken vorgehen.

Therpaie Rückenschmerzen
Rückenbehandlung Urheber: amicro / 123RF

Schmerzlokation: Rückenschmerzen im unteren Rücken

Viele Betroffenen machen mit Rückenschmerzen zum Glück nur einmal im Leben Bekanntschaft. Der Großteil der Rückenschmerzen fokussiert sich auf den unteren Bereich des Rückens. Wir nehmen hier direkten Bezug auf das Kreuz. In der Fachsprache ist vom tiefen oder lumbalen Rückenschmerz die Rede. Die Bezeichnung „lumbal“ lässt sich auf die Lendenwirbelsäule zurückführen. Die jeweilige Ausstrahlung des Schmerzes zur Mitte oder zu den Seiten bzw. zum Kreuz hin variieren. Intensive Rückenschmerzen können bis in die Beine ausstrahlen.

Bedenken Sie, dass die Rückenschmerzen sich in ihrem zeitlichen Verlauf und in ihrer Ausprägung sowie in der Häufigkeit stark unterscheiden. Im Hinblick auf den zeitlichen Verlauf unterscheiden wir folgende Arten von Rückenschmerzen:

  • Die akuten Rückenschmerzen: Sie treten zumeist urplötzlich nach mindestens sechs schmerzfreien Monaten auf und halten wenige Wochen an.
  • Der subakute Rückenschmerz tritt mäßig oder wechselnd stark spürbar auf. In diesem Zusammenhang lässt ein Facharzt seine Patienten einen Fragebogen ausfüllen, um eine Schmerzskala zu definieren.
  • Chronische Rückenschmerzen dauern seit über zwölf Wochen an.

Mit den Rückenschmerzen im unteren Rücken kommen wir in der Schmerzlokation an. Es ist zwingend notwendig, den Brandherd bzw. die Schmerzstelle zu lokalisieren, um gezielte Behandlungen einzusetzen. Beim Rückenschmerz im unteren Rückenbereich liegt ein Hauptaugenmerk auf der Lendenwirbelsäule. Das Becken und die Lendenwirbelsäule gehören zu den Körperpartien, die tagtäglich hohen Belastungen ausgesetzt sind. Hier treten oftmals Muskelverspannungen auf, die bis hin zu Bandscheibenvorfällen führen. Zeitweise treten im Bereich des Beckens auch entzündliche Veränderungen auf.

Die erste Phase: Rückenschmerzen lokalisieren

In der Phase der ersten Diagnose der Rückenschmerzen geht es um die individuelle Schmerzgeschichte eines Patienten. In dieser Phase definieren Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt oder dem behandelnden Therapeuten den Schmerz und den zeitlichen Verlauf der Rückenschmerzen. Über bestimmte Bewegungstests stellen Sie Ihre Muskelsehnenreflexe auf den Prüfstand. Im Prinzip kann man eine Menge tun, um aktiv gegen die akuten Rückenschmerzen vorzugehen. Das mehrheitliche chronische Problem bei 80 % aller Fälle sind die unspezifischen Rückenschmerzen in den Sehnen, den Muskeln und in den Bändern. Diese treten zumeist infolge von Bewegungsmangel oder harter, körperlicher Arbeit auf.

Was hilft bei Rückenschmerzen im unteren Rücken?

Um auch auf lange Sicht wirkliche Erfolge erzielen zu können, empfiehlt sich eine sanfte Bewegungstherapie sowie eine effektive Krankengymnastik und Behandlung eines Physiotherapeuten. Darüber hinaus bieten Rückenschulen spezifische Programme für Betroffene, die an Rückenschmerzen im unteren Rücken leiden. Sie kräftigen und stärken den eigenen Rücken und verbessern darüber die persönliche Gesunderhaltung. Vor Ort kann ein Physiotherapeut direkte Vorschläge zu Therapien und Programmen machen. Sie sollten jedoch vor dem eigentlichen Start die Bestätigung eines Arztes über Ihre Trainingsfähigkeit einholen, denn es besteht die Gefahr, dass weitere Grunderkrankungen oder Begleiterscheinungen ihre eigentliche Therapie hemmen. Rückenfreundliches Schuhwerk, die passende Matratze sowie eine gesunde Ernährung und eine ebenso gesunde Körperhaltung bilden die Basis für einen gesunden und schmerzfreien Rücken.

 

Chronischen Rückenschmerzen auf den Grund gehen

Bleiben die Rückenschmerzen jedoch über sechs Wochen hinweg bestehen, ist der Zeitpunkt gekommen, um die Diagnose nochmals zu überprüfen. Es erfolgt nun eine umfassende neurobiologische Untersuchung des gesamten Rückens. In diesem Zusammenhang werden Röntgenaufnahmen gemacht. Fachärzte bei einem chronischen Leiden zu einer multimodalen Therapie, die auf den Rücken und auf die Psyche des Patienten ausgerichtet ist.

 

Fazit: Hilfe zur Selbsthilfe bei Rückenschmerzen

Bei Rückenschmerzen im unteren Rücken gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Selbsthilfe:

  • So sollten Sie nie ohne ein ausgerichtetes Becken aufstehen oder sich hinsetzen.
  • Spannen Sie vorab die Bauch- und Beckenbodenmuskulatur an.
  • Stützen Sie sich dabei bewusst mit Beinen und Armen ab.
  • Sie möchten einen Gegenstand vom Boden aufheben? Dann halten Sie die Lendenwirbelsäule und das Becken fest und ziehen den Bauch ein. Sie erreichen den Boden, indem Sie die Knie beugen. Gehen Sie in die alternative Waage-Haltung.
  • Sie sollten niemals länger als 30 Minuten in derselben Position verharren. Spannen und entspannen Sie Ihre Muskeln und holen dabei bewusst Luft.
  • Heben Sie etwas aus der Hocke auf, dann halten Sie dabei den Rücken und das Becken fest. Darüber hinaus empfiehlt sich die Bauchpresse, indem Sie den Nabel zur Wirbelsäule hin einziehen. Sie stärken auf diese Weise den Transversus Muskel und die Lendenwirbelsäule.

weiterführenden Information:

http://www.patientenleitlinien.de/Rueckenschmerz/rueckenschmerzen.html

Letzte Aktualisierung am

weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

Unsere Informationen dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder zur Eigenbehandlung genutzt werden. Bei Beschwerden und Fragen konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt.
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