Rotklee – Einsatz als Naturheilpflanze

Rotklee: Wirkung und Inhaltsstoffe

Eigentlich kennt jedes Kind, das schon einmal nach einem vierblättrigen Kleeblatt gesucht hat, den Rotklee. Rotklee schmeckt nicht nur Nutztieren und versorgt den Boden mit Nährstoffen. Diese Pflanze findet auch als Heilpflanze Verwendung. Wir informieren Sie im Folgenden über die Wirkung und den Einsatz von Rotklee.

Rotklee gehört zur Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchte und wird im Englischen als Clover bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch trägt Rotklee den Namen Weißklee, Wiesenklee, Futterklee, Zuckerblümli, Zuckerbrot oder Hummellust. Diese Pflanze gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler und fühlt sich auf sandigen und lehmigen Böden pudelwohl. Rotklee bindet den Stickstoff in der Luft und reichert den Boden mit Nährstoffen an.

Heilpflanze Rotklee
Rotklee als Heilpflanze Urheber : Heike Rau / 123rf.com

Neben sekundären Pflanzenstoffen – den Flavonoiden – liefert diese Heilpflanze die wichtigsten Vitalstoffe und Mineralstoffe. Die Isoflavone im Rotklee konnten bereits in den 50er Jahren nachgewiesen werden und gelten am stärksten im Hinblick auf ihre Wirkung.

Rotklee bringt die folgenden Inhaltsstoffe mit:

–       Gerbstoffe und ätherische Öle,

–       Isoflavone,

–       Proteine,

–       phenolische Substanzen,

–       Glykoside.

Diese Pflanze durchläuft von Mai bis September ihre Wuchszeit. Rotklee zum hormonellen Ausgleich in den Wechseljahren eingesetzt. Dabei ist die Entdeckung dieser Pflanze als Heilpflanze noch recht jung und geht auf das 20. Jahrhundert zurück. Nehmen Sie Rotklee als Tee zu sich, aktivieren Sie die Lebertätigkeit, die Produktion von Gallensaft und Ihre Verdauung. Wie wäre es mit Teeumschlägen gegen rheumatische Schmerzen oder gegen die Entzündung der Milchdrüsen?

 

Einsatz der Heilpflanze in den Wechseljahren

Das Zentrum der Gesundheit verweist in diesem Zusammenhang auf den hohen Phytoöstrogen-Gehalt dieser Heilpflanze, die gerade von Frauen genutzt wird. So wirkt Rotklee nachweislich Menstruationsproblemen und Beschwerden in den Wechseljahren entgegen. Doch auch Männer profitieren von Rotklee. Man sagt dieser Pflanze entzündungshemmende, zellschützende sowie blutreinigende Wirkung nach. Sie senken Ihren Cholesterinspiegel und optimieren den Blutfluss.

Bei welchen Erkrankungen Rotklee einsetzen?

Nicht nur in den Wechseljahren auch bei anderen Erkrankungen und Beschwerden setzten wir einen der Allrounder der Homöopathie ein:

  • Appetitlosigkeit,
  • Rheuma,
  • Verstopfung,
  • Hitzewallungen oder
  • Östrogenmangel.

Wussten Sie eigentlich? Östrogene nehmen im Hinblick auf die Gesundheit eines Menschen eine Schlüsselposition ein, denn ein vorbildlicher Östrogenanteil fördert nicht nur die Durchblutung, sondern reguliert auch den Cholesterinspiegel und unterstützt die Konzentrationsfähigkeit sowie einen gesunden Schlaf. So wirkt sich diese Heilpflanze nachhaltig auf Ihr Wohlbefinden aus.

Diese Heilpflanze vereint alle vier Isoflavone

Gerade im Alter wirken Sie auf diese Weise dem Knochenschwund entgegenwirken. Die Homöopathie macht sich die sekundären Pflanzenstoffe – die Flavonoide – zunutze, denn sie wirken antimikrobiell und antiviral auf das gesamte Immunsystem und legen eine Basis für die Gesunderhaltung des menschlichen Organismus. Es sind die Cumarine im Rotklee, die ihren Blutfluss verbessern. Kaum eine andere Heilpflanze vereint in sich die vier Isoflavone – Genistein, Formononetin, Daidzein und Biochanin A. Diese lassen sich den Östrogenen zuordnen und sind für die effektive Wirkung dieser Heilpflanze verantwortlich. Ist der Östrogenspiegel bei Frauen im Körper zu hoch, kommt Rotklee zum Einsatz und stellt das innere Gleichgewicht her.

Letzte Aktualisierung am

weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

Unsere Informationen dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder zur Eigenbehandlung genutzt werden. Bei Beschwerden und Fragen konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne ( Sie dürfen als erster diesen Artikel bewerten.