Nagelpilz Behandlung an Fuß- oder Fingernägeln

Die richtige Nagelpilz Behandlung

Sofern Sie bei sich an den Fuß- oder auch Fingernägeln einen Pilz entdeckt haben, müssen Sie damit rechnen, dass die Nagelpilz Behandlung äußerst langwierig sein wird. Im Großen und Ganzen sind eher die Fußnägel betroffen. Dem Nagelpilz geht in der Regel ein Fußpilz voraus. Bei günstigen Bedingungen dringen die Pilzerreger – ausgehend von der Haut – relativ einfach in den Nagel vor. Es genügt schon eine kleine Verletzung mit der Nagelschere, um den Pilzen genug Nährboden zur Verbreitung zu bieten.

Nagelpilz an den Füssen
Nagelpilz richtig behandeln Urheber: alexraths / 123RF

Zeitraubende Nagelpilz Behandlung

Für zahlreiche Menschen ist die Nagelpilz Erkrankung immer noch ein Tabuthema. Die Betroffenen sind stets bemüht, eine Infektion vor ihrer Umwelt geheim zu halten. Dies schmälert in den meisten Fällen die Lebensqualität. Zwischen zehn und 30 Prozent der weltweiten Bevölkerung sind von dieser Erkrankung betroffen.

Haben Sie den Verdacht, an einer Pilzinfektion am Nagel zu leiden, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen – im besten Fall einen Hautarzt. Obwohl es in den Apotheken pilzabtötende Mittel ohne Rezept zu kaufen gibt, kann der Erkrankung des Nagels eine gänzlich andere Ursache zugrunde liegen. Hat Ihr Arzt die Diagnose gestellt, ist die Nagelpilz Behandlung oftmals eine zeitraubende Angelegenheit. Diese wird stets so lange dauern, bis der betroffene Nagel komplett gesund nachgewachsen ist. Ein Fingernagel wächst wesentlich schneller nach als ein Fußnagel. Ferner ist die Zeitdauer der Nagelpilz Behandlung davon abhängig

  • in welchem Gesundheitszustand Sie sich zum Zeitpunkt der Erkrankung befinden
  • welcher Nagel erkrankt ist
  • wie weit der Pilz sich ausgeweitet hat.

Bei älteren Personen sowie solchen, die zusätzlich unter Störungen der Durchblutung oder Diabetes mellitus leiden, benötigen die Nägel eine längere Zeitspanne zum Nachwachsen. Aus diesem Grunde kann eine Nagelpilz Behandlung zum Teil drei Monate, unter Umständen aber auch bis über zwei Jahre andauern.

 

Welche Medikamente der Arzt verordnen kann

Ihr Arzt kann Ihnen zur Nagelpilz Behandlung wahlweise eine Tinktur oder einen speziellen Nagellack verschreiben. Alternativ können Sie aber auch Tabletten einnehmen. In allen Mitteln sind pilzabtötende Wirkstoffe, so genannte Antimykotika, enthalten. Diese dringen von innen oder außen tief in die Nagelschichten ein, wo sie die Pilze abtöten.

Rein äußerlich hat eine Nagelpilz Behandlung mit einer Tinktur oder einem Nagellack nur dann Erfolg, wenn nur ein geringer Teil des Nagels an der Oberfläche von der Erkrankung betroffen ist. Sind die Erreger bereits bis zur Hälfte der Nagelplatte vorgedrungen respektive mehrere Nägel betroffen, macht sich die Einnahme von Tabletten zur Nagelpilz Behandlung erforderlich. Eine derartige Kombinationstherapie trägt zur Erhöhung der Chancen bei, dass die Pilze komplett abgetötet werden können. Darüber hinaus erfolgt eine Beschleunigung des Heilungsprozesses.

Worauf Sie bei der Anwendung der pilzabtötenden Mittel achten müssen

Die Tinktur oder der Nagellack sollten stets dünn auf den betroffen Nagel aufgetragen werden. Empfehlenswert ist es, die den Packungen beiliegenden Nagelfeilen vor dem Auftragen der Lösungen anzuwenden. Mithilfe der Nagelfeilen besteht die Möglichkeit des Abtragens von erkranktem Nagelmaterial. Außerdem helfen Sie so dem Wirkstoff beim besseren Eindringen in die Nagelplatte. Ein wesentlich besseres Resultat können Sie durch ein professionelles Abschleifen Ihrer Nägel seitens eines Hautarztes erzielen. Auch diverse Fußpflegepraxen bieten diesen Service im Rahmen einer Nagelpilz Behandlung an. Durch den Abschleifprozess ist ein leichteres Erreichen der Pilzzellen gegeben.

Wer während einer Nagelpilz Behandlung zusätzlich Tabletten einnimmt und unter einer Erkrankung der Leber leidet, sollte seinen Arzt darauf hinweisen. Die in den Tabletten enthaltenen Substanzen können bei einer längerfristigen Einnahme gegebenenfalls zu Schäden an der Leber beitragen.

Was kann bei einem Wiederauftreten des Nagelpilzes getan werden?

Werden bei der Nagelpilz Behandlung die Keime nicht komplett durch die Wirkstoffe in den Arzneimitteln abgetötet, kann es vorkommen, dass der Pilz erneut auftritt. Nicht selten brechen Patienten die Nagelpilz Behandlung vorfristig ab. Ferner besteht die Möglichkeit der ausschließlichen Blockierung des Wachstums der Erreger, so dass diese in einem passiven Zustand verweilen. Dann können Medikamente keine Wirkung entfalten. Haben Sie zur gleichen Zeit zwischen den Zehen einen Fußpilz, so muss dieser ebenfalls in die Nagelpilz Behandlung einbezogen werden. Ansonsten können die Mikroorganismen von dort aus erneut den Nagel befallen.

Ferner wird eine Desinfizierung aller Schuhe empfohlen. Außerdem sollten Sie Ihre Füße täglich waschen sowie anschließend sehr gründlich abtrocknen. Waschen Sie während der Nagelpilz Behandlung Ihre Handtücher und Strümpfe in der Waschmaschine bei 60 Grad. Die Fliesen im Bad sollten mithilfe eines Desinfektionsmittels gereinigt werden. Auf keinen Fall sollten Patienten während der Nagelpilz Behandlung barfuß innerhalb der Wohnung laufen. Diese Maßnahmen tragen maßgeblich zur Verhinderung einer weiteren Verteilung des Pilzes bei. Somit können Sie einer wiederholten Infektion vorbeugen und die Nagelpilz Behandlung effektiv unterstützen.

 

Fazit

Leiden Sie unter Pilzen an den Fuß- oder Fingernägeln, sollten Sie sich unbedingt an die ärztlich verordneten Maßnahmen halten. In nahezu allen Fällen erfordert eine Nagelpilz Behandlung eine relativ lange Zeit, da in der Regel die Fußnägel von Pilzen befallen werden – die Fußnägel wachsen nur sehr langsam nach. Empfehlenswert ist neben der äußeren Nagelpilz Behandlung auch eine innerliche Therapie.

 

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weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

Unsere Informationen dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder zur Eigenbehandlung genutzt werden. Bei Beschwerden und Fragen konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt.
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