Masern-Mumps-Röteln-Impfung

1116

Aktualisierung am

Bereits im Kindesalter bekommt die MMR-Impfung Priorität

Bei der MMR-Impfung handelt es sich um eine Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Alle drei Erkrankungen sind schnell ansteckende Infektions-Krankheiten. Die Ärzte raten Eltern daher, Kinder so früh wie möglich gegen diese Infektionen mit der entsprechenden Impfung zu schützen. Eventuell auftretende Nebenwirkungen zeigen sich weitaus schwächer als die Symptome der einzelnen Krankheiten.

 

Die STIKO empfiehlt die MMR-Impfung

In Deutschland existiert bisher keine Impfpflicht. Trotzdem rät die STIKO, die „Ständige Impfkommission“, Kindern speziell die MMR-Impfung zu verabreichen.

Ebenso empfiehlt sie Erwachsenen, die über keinen Immunschutz verfügen, diese Immunisierung nachzuholen. Bei der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln handelt es sich um eine Kombinations-Impfung. Das bedeutet, dass eine Spritze die gesammelten Impfstoffe gegen die drei Infektions-Krankheiten beinhaltet. In der Regel vertragen sie die Patienten gut, sodass Nebenwirkungen selten sind.

Der MMR-Impfstoff besteht als eine Mischung als verschiedenen Viren. Diese Erreger zeigen sich in ihrer Virulenz abgeschwächten Form. Die Virulenz stellt die Infektionskraft der einzelnen Viren dar. Der Sinn der Impfung besteht in einer Immunisierung des Körpers gegen die Masern, Mumps und Röteln.

Ihre erste Impfung erhalten Kinder im Alter von einem Jahr. In dem darauf folgenden Jahr kommt es zu einer Zweit-Immunisierung. Durch diese Behandlung erwerben die geimpften Kinder einen Schutz von 99 Prozent gegenüber den drei Infektions-Krankheiten. Seit dem Jahr 2010 empfehlen Experten auch Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind, diese Impfung.

 

Der MMR-Impfstoff sorgt für Herden-Immunität

Die Impfstoffe der MMR-Impfung besitzen Langzeit-Wirkungen, sodass die Impfungen im Kindesalter für eine Immunität im Erwachsenenalter ausreichen. Bei den Inhaltstoffen der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln handelt es sich um einen Lebend-Impfstoff. Die darin enthaltenen attenuierten Virenstämme stammen aus den Fibroblasten von Hühnereiern. In diesen züchten die Experten die Impfviren. Zu den genauen Impfstoffen gehören:

  • das MMR-GSK,
  • das MMRvaxPro (von Sanofi Pasteur MSD),
  • das M-M-R-Vax (von Chiron Behring)
  • sowie das Priorix von GlaxoSmithKline.

 

Diesen Kombinations-Impfstoff verwenden Mediziner seit dem Jahr 2006. In diesem befinden sich auch Impf-Komponenten gegen die Erreger der Windpocken, die Varizella-Zoster-Viren. Die Impfung bekommen die Patienten subkutan oder intramuskulär injiziert. Dabei erfolgt eine Erstinfektion mit Masern, Mumps und Röteln. Innerhalb kurzer Zeit bildet sich das Immunsystem der Betroffenen, sodass die abgeschwächten Symptome schnell abklingen. Bei fünf Prozent der geimpften Kinder bilden sich keine Antikörper. Daher erhält die Zweitimpfung hohe Priorität, um die Impflücke zu schließen.

In Deutschland verfügen 95 Prozent der Bevölkerung über die MMR-Impfung. Dadurch vermindert sich die Zirkulation der endemischen Viren von Röteln und Masern. Es geschieht eine Unterbrechung der Vermehrung und Übertragung. Auf diese Weise entsteht eine Herden-Immunität. Das bedeutet, dass wenn 95 Prozent der Menschen eine MMR-Impfung erhalten, sich die restlichen fünf Prozent trotzdem nicht anstecken. Jedoch gibt es Impfgegner, die ihren Kindern die Impfung gegen die drei Infektions-Krankheiten verweigern. Es kommt zu einer Impflücke, sodass die Erreger sich verbreiten und die Infektionen auslösen.

 

Die MMR-Impfung kann zu Fieber führen

Eine Vielzahl der geimpften Personen verträgt die Impfung ohne Probleme. Jedoch kommt es sieben Tage nach der ersten Immunisierung zu einer Fieberreaktion. Bei fünf Prozent der Patienten folgt ein impfbedingter Verlauf der Krankheiten Masern, Mumps oder Röteln. Obwohl ausschließlich die Symptome einer der drei Erkrankungen auftreten, bezeichnen die Ärzte den Zustand generell als Impfmasern. Diese sind nicht ansteckend. Des Weiteren entsteht ausnahmslos ein milder Verlauf.

 

Die Zusammenfassung der MMR-Impfung

Eine Impfung gegen die drei Infektions-Krankheiten Masern, Mumps und Röteln erhalten die meisten Menschen bereits im Kindesalter. Die erste Immunisierung mit dem Kombinations-Impfstoff bekommen Säuglinge vor ihrem ersten Lebensjahr. Ein Jahr später erfolgt die Zweitimpfung, um eventuelle Impf-Lücken zu verschließen. Da es sich um eine Lebend-Impfung handelt, kommt es in seltenen Fällen zu einem leichten Ausbruch der Krankheit. Jedoch verläuft diese mild und nicht ansteckend.

 

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne ( Sie dürfen als erster diesen Artikel bewerten.