Masern Medikamente

Welche Medikamente helfen bei einer Masern-Infektion:

Wir klären welche Medikamente bei einer Masern Erkankung zum EInsatz kommen und wie diese wirken: Die Masern sind eine hochansteckende Infektionskrankheit. Sie beginnen mit grippeähnlichen Symptomen. Anschließend kommt der für die Krankheit charakteristische Hautausschlag im Gesicht und am Körper hinzu.

Die Krankheit bedarf einer schnellen Behandlung, da möglicherweise lebensbedrohliche Neben-Erkrankungen auftreten. Medikamente gegen die Masern speziell gibt es bisher nicht. Der Arzt hat lediglich die Möglichkeit, die Symptome medikamentös zu behandeln.

Symptome von Masern behandeln

Die Krankheit Masern ist meldepflichtig und bedarf einer ärztlichen Untersuchung. Stellt der Arzt eine Erkrankung fest, verordnet er dem Betroffenen vor allem strenge Bettruhe. Er rät dem Patienten, viel zu trinken und ausreichend Vitamin A und Vitamin C zu sich zu nehmen. Da Erkrankte häufig an einer Lichtempfindlichkeit leiden, empfiehlt es sich, die Räume abzudunkeln und Fernseher und Computer ungenutzt zu lassen.

Ein Medikament gegen Masern gibt es nicht. Begleitende Symptome therapiert der Arzt mithilfe von gängigen Medikamenten. Er empfiehlt Schmerzmittel sowie fiebersenkende Mittel (Antipyretika) mit den Wirkstoffen Metamizol, Paracetamol oder Ibuprofen. Des Weiteren kommen Medikamente gegen Husten (Antitussiva) und Schnupfen zum Einsatz.

Die Masern schwächen das Immunsystem der Betroffenen oft für mehrere Wochen. Daher sind die Erkrankten besonders anfällig für bakterielle Superinfektionen wie beispielsweise Lungen-Entzündungen (Pneumonie), Mittelohr-Entzündungen (Otitis media) oder Bronchitis. Eine von Medizinern als Masern-Enzephalitis bezeichnete Gehirn-Entzündung ist ebenso möglich wie eine Hirnhaut-Entzündung (Masern-Meningoenzephalitis). Letztgenannte bringt schwerwiegende Folgen wie Störungen des Bewusstseins, Krämpfe, epileptische Anfälle und Lähmungen mit sich. In Fällen weiterer bakterieller Infektions-Krankheiten verschreibt der Arzt zusätzlich Antibiotika als Medikament bei Masern.

 

Impfung als vorbeugende Maßnahme

Eine Erkrankung an Masern bringt möglicherweise gefährliche Komplikationen mit sich. Dazu gehören durch das über Wochen hinweg geschwächte Immunsystem vor allem weitere bakterielle Infektions-Krankheiten. Möglich ist, dass sie zu erheblichen Folge-Schädigungen der Betroffenen führen.

In seltenen Fällen ist die Folge einer Erkrankung an Masern Erblindung oder sie endet tödlich. Daher empfiehlt es sich, vorbeugend beim Arzt eine Masern-Schutzimpfung vornehmen zu lassen. Diese verringert das Risiko einer Erkrankung an den Masern um 99 Prozent. Der Arzt verabreicht den Lebend-Impfstoff bestenfalls zwischen dem 11. und dem 14. Lebensmonat. Nach etwa vier Wochen erfolgt eine zweite Impfung.

Nach der Ansteckung mit dem Masernvirus ist innerhalb der ersten vier Tage eine passive Impfung mit Antikörpern möglich. Diese verhindert ein Ausbrechen der Krankheit oder schwächt den Krankheitsverlauf ab.

 

Forscher suchen nach einem Medikament

Bisher gibt es kein wirksames Medikament gegen die Masern. Wissenschaftler um Richard Plemper, tätig an der Emory-Universität in Atlanta, schreiben in einem Artikel des medizinischen Fachblattes „Science Translational Medicine“ von einem Molekül, das sich möglicherweise dazu eignet, die Masern zu bekämpfen. Sie testeten ihn an Frettchen, die sie mit dem masernähnlichen Virus Staupe infizierten, da Tiere keine Masern bekommen.

Unbehandelte Frettchen sterben an dem Virus. Das neue Medikament bewirkte einen abgeschwächten Krankheitsverlauf. Die Tiere überlebten. Jedoch ist es möglich, dass das Masernvirus eine Resistenz gegenüber dem Wirkstoff entwickelt. Deshalb sei er nicht dazu geeignet, die Impfung gegen Masern zu ersetzen. Er bildete zu ihr eine hilfreiche Ergänzung. Eine Zulassung des Medikaments gegen Masern ist erst nach weiteren erfolgreichen Tests möglich. Diese nehmen noch einige Jahre Zeit in Anspruch.

 

Noch gibt es kein Medikament gegen Masern

Wirksame Medikamente gegen die Masern gibt es bisher nicht. Ärzte empfehlen den Betroffenen strenge Bettruhe und eine hohe Flüssigkeitszufuhr. Die begleitenden Symptome der Erkrankung wie Fieber, Kopfschmerzen, Husten und Schnupfen behandelt er mit handelsüblichen Medikamenten. Kommt eine bakterielle Infektion hinzu, verschreibt der Arzt Antibiotika. Als wirksame Maßnahme zur Vorbeugung einer Erkrankung an Masern gilt die Masern-Schutzimpfung, die der Mediziner zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat zu verabreicht.

weiterführend:

http://www.welt.de/gesundheit/article127038189/Neuer-Wirkstoff-hilft-gegen-Masern-Erkrankung.html

Letzte Aktualisierung am

Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
  • Deutsches Ärzteblatt, Studien und aktuelle Nachrichten
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